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Face-to-face in einer variablen Forschungswelt

Erster Spatenstich für den Bau des einzigartigen Projekthauses "MeTeOr - Mensch, Technik, Organisation" - Wichtiger Impuls für die künftige Forschung an der Professur Arbeitswissenschaft

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Bild oben: So sieht das künftige Projekthaus "MeTeOr - Mensch-Technik-Organisation" aus. Die Fassade ist zweischalig, elegant und zeitlos. Foto in der Mitte: Dr. Rainer Wedekind, Abteilungsleiter im sächsischen Wissenschaftsministerium, Prof. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland, TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes und Volker Kylau, Bereichsleiter im Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, (v.l.) beim ersten Spatenstich. Foto unten: Das Medieninteresse am künftigen Projekthaus ist groß. Prof. Dr. Birgit Spanner-Ulmer beantwortete geduldig alle Anfragen der Pressevertreter. Bilder: ArGe MTO|ABK ARCHITEKTEN GMBH|iproplan Planungsgesellschaft mbH, Christine Kornack

Der Freistaat Sachsen investiert etwa sechs Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes II in die Technische Universität Chemnitz und baut hier die Forschungseinrichtungen und Infrastruktur weiter aus. Davon fließen fast vier Millionen Euro in das so genannte Projekthaus "MeTeOr - Mensch-Technik-Organisation", dass im Universitätsteil Erfenschlager Straße gebaut wird. In diesem deutschlandweit einmaligen Kompetenzzentrum sollen künftig unter Leitung der Arbeitswissenschaftlerin Prof. Dr. Birgit Spanner-Ulmer interdisziplinär zusammengesetzte Teams aus Wissenschaftlern und Industrievertretern die Auswirkungen des Wandels von Technik, Organisation und Mensch untersuchen. "Zeitlich befristet werden hier anwendungsorientierte Forschungsprojekte etwa für die Automobilbranche und die Medizintechnik bearbeitet. "Der Schwerpunkt liegt dabei künftig auf der Innovationsentwicklung für Produkte, Prozesse und administrative Bereiche, wobei insbesondere der Einsatz von Assistenzsystemen ein wichtiges Forschungsziel darstellt. Darüber soll eine anwendungsorientierte Forschung zu Trendthemen wie demographischer Wandel, Usability, Anlaufprozesse, Produktionssysteme sowie interkulturelle Produkt- und Prozessforschung durchgeführt werden", sagt Spanner-Ulmer.

Den Start für das Projekthaus gaben am 7. Dezember 2009 Sachsens Finanzminister, Prof. Dr. Georg Unland, und Vertreter des Wissenschaftsministeriums, der TU Chemnitz und der Bauverwaltung mit einem ersten Spatenstich. Staatsminister Unland dazu: "Wir freuen uns, für die Chemnitzer Universität etwas Einmaliges bauen zu dürfen, denn das Projekthaus MeTeOr gibt es so in dieser Form nicht noch einmal. Wenn das Vorhaben nächstes Jahr abgeschlossen sein wird, werden interdisziplinäre Teams die Möglichkeit haben, in die Zukunft unserer Arbeitswelt zu schauen."

Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) baut das Projekthaus nach einem Entwurf der Chemnitzer Architektenarbeitsgemeinschaft MTO Jochen Krüger und Volker Hesse. Das neue Gebäude wird zweigeschossig und auf leicht erhöhtem Gelände errichtet. Dadurch entsteht der Eindruck, dass das Haus schwebt. In südwestlicher Richtung ist das Gebäude gerundet - ein Vorteil für bestimmte Versuchsanordnungen. Eine drehbare Projektionsfläche und verschiebbare Wände lassen veränderbare Raumgrößen von 40 bis 250 Quadratmeter zu. Mit diesen räumlichen Möglichkeiten und modernen Informations- und Kommunikationstechnologien können bauphysikalische Komponenten wie Akustik, aber auch Tageslichtverläufe nach Jahreszeiten, Gerüche, Farbigkeiten, Harmonien oder Disharmonien mit dem Ziel der Verbesserung des Arbeitsumfeldes untersucht werden.

Im künftigen Projekthaus, von dem insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen der Region profitieren sollen, wird es eine Pilothalle, ein Testcenter und ein Trainingscenter geben, deren Räume und Ausstattung nach den Erfordernissen der jeweils aktuellen Projekte variabel und zudem inspirierend gestaltet werden", berichtet Spanner-Ulmer und ergänzt: "So wird das Haus selbst zum Forschungsgegenstand, denn wir können hier neueste Erkenntnisse aus der Arbeitsplatzgestaltung sofort testen - vom Bürostuhl über den ergonomisch gestalteten Montagearbeitsplatz bis zur Beleuchtung. Ganz wichtig sei dabei, dass in dem mit sehr viel Glas ausgestalteten Haus eine "Face-to-face"-Kommunikation möglich ist, denn 80 Prozent aller Innovationen entständen erfahrungsgemäß in einem derartigen Klima.

"Von dieser neuen Form der Kompetenzentwicklung profitieren selbstverständlich auch die Studierenden unserer Universität", sagt TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, der sich von dem neuen Gebäude und dem, was in Zukunft darin passiert, auch zahlreiche Synergieeffekte zur Stärkung des Technologiestandortes Chemnitz erhofft.

Weitere Informationen zum Projekthaus "MeTeOr" erteilen Prof. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, Inhaberin der Professur Arbeitswissenschaft der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-23210, E-Mail birgit.spanner-ulmer@mb.tu-chemnitz.de, und Stev Glöckner, Telefon 0371 531-36640, E-Mail stev.gloeckner@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
07.12.2009

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