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Gedanken zum Anfassen

Mit Lego-Bausteinen werden an der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb Themen der Forschung und Lehre direkt erlebbar

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Hier ist Spielen ausdrücklich gewünscht: Im Workshop erarbeiteten die Teilnehmer gemeinsam ein Lego-Modell, das gute Forschung symbolisiert. Foto: privat

Die Gestaltung von Innovations- und Veränderungsprozessen, das Entwickeln einer Unternehmensstrategie oder die Zusammenarbeit in interdisziplinären Forschungsprojekten zeigen beispielhaft, dass hierzu komplexe Probleme zu lösen sind, deren Erfolg häufig von vielen "weichen" Faktoren abhängt. Dabei ist es typisch, dass zur Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten, die über ungleiche Vorstellungen zur erforderlichen Problemlösung verfügen. So ist es nicht verwunderlich, dass selbst die konkrete Herausforderung nicht von allen Akteuren geteilt wird - von synchronisierten Maßnahmen zur Zielerreichung sei noch ganz zu schweigen.

Folglich erscheint es notwendig, dass alle Beteiligten die Möglichkeit erhalten, ihre Sicht auf die Problemstellung darzustellen, um somit durch anschließende Reflektion ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, das als Bezugsrahmen nachfolgende Schritte der Problemlösung leitet und somit Aktivitäten effizient ausrichtet. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Darstellung einer persönlichen Sicht-weise sehr stark durch die - beispielweise - rhetorischen Fähigkeiten oder die Zeichenkünste der Akteure begrenzt werden. Um diese Limitationen zu überwinden, wurde unter dem Namen Lego Serious Play (LSP) durch die bekannte dänische Firma eine Methode entwickelt, deren Anwendung mehreren Partnern und Mitarbeitern der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb am 27. November 2009 in einem dänisch-deutschen Workshop aufgezeigt wurde. Neben Praxisbeispielen zum Einsatz der Methode und deren theoretischer Fundierung kamen hierbei auch die interaktiven Phasen nicht zu kurz, bei denen metaphernreiche Landschaften z.B. zur Beantwortung der Frage "Was ist gute Forschung?" gebaut wurden.

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von LSP in Verbindung mit Themen des Innovationsmanagements soll im Rahmen der Forschungsprojekte InnoLab-Pro (http://innolab-pro.org) bzw. IREKO (http://ireko.tu-chemnitz.de) geprüft werden. Beide Projekte werden in Zusammenarbeit mit der Professur für Organisation und Arbeitswissenschaft durchgeführt.

Die Verwendung der kleinen Plastiksteinchen beschränkt sich an der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb jedoch nicht nur auf Themen des Managements. So kommen im derzeitigen Wintersemester erstmalig mehrere Sets Lego Mindstorms in der Lehre zum Einsatz, um für die Teilnehmern der Veranstaltung "Grundlagen der Betriebswissenschaften" die Grundsätze des Systems Engineerings erlebbar zu machen. Hierzu werden Projektgruppen z.B. fahrerlose Transportsysteme konzipieren und realisieren.

Weitere Informationen erteilen David Jentsch (Lego Serious Play) und Dr.-Ing. Ralph Riedel (Lego Mindstorms), Kontakt: http://www.tu-chemnitz.de/mb/FabrPlan/mitarbeiter.php

(Autor: David Jentsch)

Mario Steinebach
01.12.2009

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