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"Ein Ordnungsrahmen, der Ordnung schafft"

60 Jahre Grundgesetz der BRD: Veranstaltungsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung startet am 25. November 2009 mit Vortrag des Berliner Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann

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Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermmann hat in 33 Bänden tschechische Literatur den deutschen Lesern zugänglich gemacht. Die Sammlung stellt die größte Edition tschechischer Literatur außerhalb Tschechiens nach der Wende 1989/90 dar. Foto: TU Berlin/Böck

Eine neue Veranstaltungsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. beginnt am 25. November 2009 im Alten Heizhaus der TU Chemnitz, Straße der Nationen 62 (Innenhof). An insgesamt vier Abenden im November und Dezember 2009 dreht sich jeweils ab 19 Uhr alles um das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Vor nunmehr 60 Jahren als provisorische Verfassung vom Parlamentarischen Rat in den Westzonen ins Leben gerufen, bildet es heute - nach der Wiedervereinigung 1990 - die rechtliche und politische Grundlage des gesamtdeutschen Staates. Einerseits bindet es den Staat an Rechte, die er seinen Bürgern garantiert und die sie einklagen können. Andererseits räumt es dem Gesetzgeber und der Regierung Spielraum ein, um auf die sich wandelnden sozialen, wirtschaftlichen, technologischen und ökologischen Herausforderungen zu reagieren. Grund genug, es so zu akzeptieren wie es ist - oder gibt es Handlungsbedarf? Die Veranstaltungen sind öffentlich; der Eintritt ist frei.

Ihren Anfang nimmt die Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag des Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann. Er wird zum Thema "Mächtiges Gesetz - ohnmächtiger Bürger? Zur Ordnung der Welt in Franz Kafkas Roman `Der Prozess´" referieren. Der posthum erschienene Roman hat sich bisher einer eindeutigen Interpretation innerhalb der literaturwissenschaftlichen Diskussion entzogen. Eine politisch-soziologische Lesart böte sich zweifelsfrei an. Kafka thematisiert Fragen der Schuld und ihrer Verdrängungsmechanismen aber auch das Verhältnis von Macht und Recht. Hier wird Zimmermanns Vortrag anknüpfen: Wie mächtig kann ein Gesetz sein und welche Rolle übernimmt der Bürger? Hans-Dieter Zimmermann studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Mainz und Berlin. Nach seiner Habilitation übernahm er zwischen 1975 und 1985 die Professur für neuere deutsche Literatur an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Es folgte der Ruf an die Technische Universität Berlin, wo er bis zu seiner Emeritierung 2008 am Institut für Literaturwissenschaft tätig war. Zimmermann forschte unter anderem zur Literaturtheorie, Nachkriegsliteratur und zur klassischen Moderne. Neben zahlreichen Veröffentlichungen hat er mehrere Konferenzen zu Franz Kafka organisiert.

Alle Termine und Referenten der Veranstaltungsreihe im Überblick:

25. November 2009: "Mächtiges Gesetz - ohnmächtiger Bürger? Zur Ordnung der Welt in Franz Kafkas Roman `Der Prozess", Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann, TU Berlin

2. Dezember 2009: "Der paternalistische Staat. Zum Spannungsverhältnis von Freiheit und Bindung im Grundgesetz", Prof. Dr. Helge Sodann, FU Berlin

10. Dezember 2009: "Rechtsfrieden - Gerechtigkeit - Rechtssicherheit. Zu den Grundkoordinaten des grundgesetzlichen Rechtsstaatsprinzips", Prof. Dr. Rupert Scholz, Bundesverteidigungsminister a. D., Berlin

17. Dezember 2009: "Brauchen wir ein neues Grundgesetz? Zum Artikel 146 des Grundgesetzes", Prof. Dr. Eckhard Jesse, TU Chemnitz

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Beate Neuss, Telefon 0371 531-27730, E-Mail beate.neuss@phil.tu-chemnitz.de, sowie das Bildungswerk Dresden der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Telefon 0351 563446-0, E-Mail kas-dresden@kas.de.

(Autorin: Jacqueline Rettschlag)

Mario Steinebach
17.11.2009

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