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Prof. Dr. Reimund Neugebauer ist der Sprecher des erfolgreichen Sonderforschungsbereichs 283 "Prozessketten der Massivumformung unter Aspekten der Produktivität und Umweltverträglichkeit". Foto: Christine Kornack

TUCaktuell Forschung

Exzellente Forschungsergebnisse für die Wirtschaft

Neun Jahre erfolgreiche Erforschung innovativer Umformverfahren in einem der vier Sonderforschungsbereiche der TU Chemnitz - DFG- Gutachter empfehlen Weiterführung von Themen, die für Unternehmen lukrativ sind

Im Juni 2004 endet die Laufzeit des Sonderforschungsbereichs 283 "Prozessketten der Massivumformung unter Aspekten der Produktivität und Umweltverträglichkeit". Dieser SFB ist einer von vier Sonderforschungsbereichen der TU Chemnitz und wurde 1995 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet. Die komplexen Forschungsarbeiten zielten auf die effektive umformtechnische Herstellung hohler wellenförmiger Bauteile, die vor allem im Fahrzeugbau einen hohen ökonomischen und ökologischen Nutzeffekt haben. Unter der Sprecherschaft von Prof. Dr. Reimund Neugebauer haben insgesamt 13 Professuren der TU Chemnitz aus den Fachgebieten Umformtechnik, Konstruktion, Technologie, Qualitätssicherung, Mechanik, Werkstoffwissenschaften und Chemie eng mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik Chemnitz zusammen gearbeitet.

In erster Linie sind Sonderforschungsbereiche der Grundlagenforschung verpflichtet. Für die im Mittelpunkt der Forschung stehenden Massivumformverfahren – das Querwalzen und insbesondere das so genannte Bohrungsdrücken, das international völlig neu und unerforscht war – mussten die wesentlichen Grundlagen wie etwa Materialkennwerte und Verfahrensmodelle erst erarbeitet werden. Um so beachtlicher ist die parallel dazu erfolgte Entwicklung einer kompletten Maschine als Experimentalanlage für das Bohrungsdrücken – die Bohrungsdrückmaschine BDM 2000 – einzuschätzen. Die gemeinsame Finanzierung durch die DFG, die TU Chemnitz, den Freistaat Sachsen und die Fraunhofer-Gesellschaft ermöglichte die Fertigung dieser Maschine durch das Chemnitzer Maschinenbauunternehmen NILES-SIMMONS. "Es ist sicher auch ein Novum in der Geschichte der Sonderforschungsbereiche insgesamt, eine produktionsnahe Maschine zu bauen und unterstreicht die anwendungsorientierte Arbeit dieses Chemnitzer SFB", urteilt Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz.

Die erzielten Ergebnisse können sich sehen lassen – das konstatierten nach neun Jahren interdisziplinärer Forschung auch die Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Anlass war das Anfang April 2004 stattgefundene Abschlusskolloquium des Sonderforschungsbereiches. Dabei evaluierten die Gutachter die Ergebnisse des insgesamt mit zwölf Millionen Euro geförderten Forschungsvorhabens und begutachteten gleichzeitig mehrere Themenstellungen, die für einen Wissenstransfer mit dem Ziel wirtschaftlicher Verwertbarkeit ausgewählt wurden. Die Arbeit der Chemnitzer Wissenschaftler wurde als sehr gut eingeschätzt. Neben den exzellenten Forschungsergebnissen wurden insbesondere die beispielhafte Nachwuchsförderung und das erfolgreiche Bemühen um eine größere internationale Bekanntheit der Chemnitzer Uni hervorgehoben.

Als einen ganz besonderen Erfolg werten die beteiligten Forscher, dass das Gutachtergremium die anwendungsorientierte Weiterführung mehrerer praxisrelevanter Themen und deren weitere Förderung durch die DFG im Rahmen eines so genannten Transferbereiches empfohlen hat.

Weitere Informationen:
TU Chemnitz, Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse, Geschäftsstelle des SFB 283, Dr.-Ing. Hartmut Dube, Reichenhainer Str. 70, 09107 Chemnitz, Tel. (03 71) 5 31 - 22 58, Fax (03 71) 5 31 - 37 72, E-Mail sfb283@mb.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
27.04.2004

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