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"IT-Bündnis für Fachkräfte" betritt Neuland

Unternehmen und Universität begegnen Fachkräftemangel künftig auch mit Exkursionsangeboten - Ringvorlesung wird von Studenten gut angenommen

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Foto: Anett Kretzer

Das Chemnitzer "IT-Bündnis für Fachkräfte" beschreitet ab März 2009 neue Wege. Im kommenden Sommersemester wird das Netzwerk seine bewährten Ringvorlesungen zur Firmenvorstellung durch ein neues Blockseminar ergänzen. So ist geplant, ein Seminar, an dem Studenten, Wissenschaftler und Unternehmer teilnehmen, in Form einer mehrtägigen Exkursion durchzuführen. "Wir wollen die angebahnte Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft noch lebendiger als bisher ausgestalten und einen projektbezogenen Dialog etablieren", begründet Prof. Dr. Wolfram Hardt, Inhaber der Professur für Technische Informatik und Dekan der Fakultät für Informatik an der TU Chemnitz, das Vorhaben.

Denn Unternehmer ebenso wie Studenten hatten sich in der Auswertung der Ringvorlesungen gewünscht, projektbezogen miteinander ins Gespräch zu kommen und einander nicht nur als Vortragende bzw. Zuhörer zu begegnen. "Es ist schon interessant, in einer Vorlesung zu hören, welch tolle Unternehmen in der Branche es hier gibt. Denn als ich mit dem Studium begann, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich hier in der Region einen Job in einer IT-Firma finden könnte", erklärt Wirtschaftsinformatik-Student Sven Möhler und ergänzt: "Aber mich würde es noch neugieriger machen, zu erleben, welche Probleme der Firmenalltag tatsächlich bringt."

Deshalb hat das Netzwerk geplant, dass teilnehmende IT-Firmen bis Semesterbeginn ganz konkrete Themen aus ihrem eigenen Geschäftsleben formulieren. Diese Aufgaben sollen dann von Studententeams mit Unterstützung von Wissenschaftlern bearbeitet werden. Auswertung und Diskussion der Lösungen erfolgt während der gemeinsamen Exkursion. "Wir denken, dass ein sehr konstruktiver Dialog entsteht, wenn sich Studierende mit Aufgaben aus der Praxis wissenschaftlich beschäftigen und dazu unmittelbare Rückkopplung aus der Wirtschaft haben", erklärt Prof. Hardt. Als Termin ist aktuell die Exkursionswoche direkt nach Pfingsten 2009 angedacht.

Die möglichen Themen für das mehrtägige Blockseminar wollen die Firmen in den nächsten Wochen erarbeiten. "Es gibt in jedem Unternehmen Fragen, die im laufenden Geschäft nicht so einfach geklärt werden können, die aber mittelfristig sehr wichtig sind", bestätigt Dirk Viertel, Geschäftsführer der Megware Computer GmbH aus Chemnitz, und erklärt: "Studenten oder Absolventen haben oft einen ganz anderen Blick darauf." Für das kommende Studienjahr 2009/2010 will das Netzwerk dann wieder über eine Ringvorlesungsreihe nachdenken. Außerdem soll die Einführungswoche an der TU genutzt werden, um das IT-Bündnis und die IT-Unternehmen der Region zu präsentieren.

Das Netzwerk "IT-Bündnis für Fachkräfte" wurde im September 2007 von der TU Chemnitz gemeinsam mit verschiedenen Firmen der IT-Branche aus der Region Chemnitz und der CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH ins Leben gerufen. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für einen Job in der Informationstechnik-Branche in der Region zu begeistern. Bisher hat das Netzwerk gemeinsam mit der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz jeweils semesterweise eine Vorlesungsreihe zum Thema "IT-Anwendungen in der Industrie" organisiert. Die Referenten kamen von den Unternehmen, die im Netzwerk mitwirken. In dem jetzt zu Ende gehenden Wintersemester standen Themen wie Softwareentwicklung in der Praxis, Bildverarbeitung im Automobilumfeld, Lifecycle-Management im Maschinenbau oder E-Mailverschlüsselung auf dem Vorlesungsplan.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Wolfram Hardt, Dekan der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-25550, E-Mail hardt@cs.tu-chemnitz.de, und Katja Förster, Pressesprecherin der KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Telefon 03722 713-750, E-Mail presse@komsa.com.

Katharina Thehos
12.02.2009

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