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Zur Promotion aus dem Nahen Osten nach Chemnitz

Ghassab Al-Mazaideh und Al-Barra Alrawashdeh promovieren an der Fakultät für Naturwissenschaften

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Al-Barra Alrawashdeh (l.) und Ghassab Al-Mazaideh freuen sich, dass sie im Rahmen des Kooperationsvertrages zwischen der TU Chemnitz und der Technischen Universität Tafila am Chemnitzer Institut für Chemie promovieren können. Foto: Anett Stromer

Seit Januar 2007 besteht zwischen der Technischen Universität Chemnitz und der Technischen Universität Tafila (T.T.U.) eine Kooperationsvereinbarung. Die Universität Tafila ist die einzige Technische Universität Jordaniens und befindet sich derzeit noch im Aufbau. Inhalt des Vertrages zwischen den beiden Universitäten ist neben dem Willen zu gemeinsamer Forschung vor allem der Austausch von Studenten und Professoren. Die T.T.U. besitzt kein Promotionsrecht, aber Studenten der jordanischen Universität können dennoch promovieren - an der TU Chemnitz. Diese Chance nehmen gegenwärtig zwei junge Jordanier wahr: Ghassab Al-Mazaideh und Al-Barra Alrawashdeh, die seit dem 18. August 2008 in Chemnitz weilen.

Ghassab Al-Mazaideh promoviert an der Professur Physikalische Chemie, Arbeitsgruppe Elektrochemie. Der vorläufige Titel seiner Promotion lautet "Substituierte Triazole als Bausteine der supramolekularen Chemie und der Korrosionsinhibierung." Sein Promotionsvorhaben wird von Prof. Dr. Rudolf Holze betreut. Der 29-Jährige hat an der jordanischen Mu’tah Universität in Karak Chemie studiert und mit einem Master abgeschlossen. An der T.T.U. war er drei Jahre lang in Lehre und Forschung im Fachbereich Chemie tätig und unterrichtete Studenten, die einen Bachelor-Abschluss anstreben.

Al-Barra Alrawashdeh promoviert an der Professur Anorganische Chemie bei Prof. Dr. Heinrich Lang. Wie Al-Mazaideh studierte auch er an der jordanischen Mu’tah Universität das Fach Chemie und schloss sein Studium mit einem Master ab. Alrawashdeh war auch als Dozent für Bachelor-Studenten an der T.T.U. tätig. Während seines Forschungsaufenthaltes an der TU Chemnitz untersucht er im Bereich der homogenen Katalyse Kohlenstoff- Kreuzkupplungsreaktionen (Heck-Mizoroki, Suzuki-Miyaura, Stille-Milstein) unter Verwendung neuartiger heterobimetallischer Katalysatorsysteme. Screening- und Optimierungsversuche sollen ebenfalls vorgenommen werden.

Beide Promovenden erhalten ein dreijähriges Vollzeitstipendium von ihrer Heimatuniversität. An der Chemnitzer Universität haben beide die Möglichkeit, chemische Prozesse mit Instrumenten zu untersuchen, die an ihrer Heimatuniversität nicht angeboten werden. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen wollen sie mit in ihre Heimat nehmen. Die Studenten der T.T.U. sollen in Zukunft diese Verfahren und Methoden kennenlernen und bei künftigen Untersuchungen einsetzen.

Weitere Informationen geben Prof. Dr. Rudolf Holze, Professur Physikalische Chemische, Arbeitsgruppe Elektrochemie, Telefon 0371 531-31509, E-Mail Rudolf.Holze@chemie.tu-chemnitz.de, und Prof. Dr. Heinrich Lang, Professur Anorganische Chemie, Telefon 0371 531-31673, E-Mail Heinrich.Lang@chemie.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Anett Stromer)

Katharina Thehos
04.09.2008

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