Baubeginn für die „Carbon LabFactory Sachsen“ der TU Chemnitz
In Boxberg/Oberlausitz entsteht eine in Europa einzigartige Forschungsinfrastruktur für die Herstellung nachhaltiger Carbonfasern und deren Weiterverarbeitung – Bauvorhaben soll Ende 2028 fertiggestellt werden – Gesamtbaukosten betragen 34 Millionen Euro
-
Visualisierung des Neubaus der „Carbon LabFactory Sachsen“ der TU Chemnitz. Grafik: DGI-Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH
Unter Regie der Niederlassung Bautzen des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) starten Mitte September 2026 die Bauarbeiten für die „Carbon LabFactory Sachsen“ der Technischen Universität Chemnitz im Gewerbegebiet Kringelsdorf in Boxberg. Hier entsteht eine in Europa einzigartige Forschungsinfrastruktur für die Herstellung von nachhaltigen Carbonfasern und deren Weiterverarbeitung zu textilen Halbzeugen und kunststoffbasierten Strukturbauteilen. In Boxberg wird zukünftig die gesamte Wertschöpfungskette von der Carbonfaser-Herstellung über die textilen Verarbeitungsprozesse bis hin zu innovativen Hochleistungsbauteilen an einem Standort abgebildet. Finanziert wird die Maßnahme durch Mittel aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG). Die Gesamtbaukosten betragen 34 Millionen Euro. Hinzu kommen noch umfangreiche Nutzerausstattungen.
Mitte September soll zunächst die Baustelleneinrichtung erfolgen, damit Ende September/Anfang Oktober die Arbeiten starten können. Die Betonarbeiten sind ab November geplant. Das Bauvorhaben soll Ende 2028 fertiggestellt und an die TU Chemnitz übergeben werden.
Es werden drei miteinander verbundene Industriehallen, ein mittig angeordneter Gebäuderiegel für die Unterbringung der Haustechnik sowie ein kompakter Labor- und Bürobereich errichtet. In dem Labor- und Bürobereich werden die hergestellten Materialien, Halbzeuge und Bauteile geprüft. Hier befinden sich neben den Laboren auch ein Großraumbüro, ein Besprechungsraum und der Empfang.
In Halle 1 werden mit der sogenannten Black-Line zukünftig die Carbonfasern hergestellt. Anschließend werden in der Halle 2 die Carbonfasern zu textilen Halbzeugen weiterverarbeitet. Aus den textilen Halbzeugen werden in Halle 3 Strukturbauteile hergestellt. Alle Hallen haben eine unterschiedliche Höhe, die von außen ablesbar bleibt. Dennoch wurde ein kompakter Baukörper geformt.
Weitere Informationen erteilt Dr. Mario Naumann, wissenschaftlicher Leiter der „Carbon LabFactory Sachsen“, Telefon 0371 531-38758, E-Mail mario.naumann@mb.tu-chemnitz.de
Nähere Informationen zur „Carbon LabFactory Sachsen“: www.tu-chemnitz.de/CLF
(Quelle: Pressemitteilung des SIB)
Mario Steinebach
14.09.2026