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Amerikanische Gastwissenschaftlerin forscht an der Professur Umformtechnik der TU Chemnitz

Dr. Elizabeth Mamros von der Bucknell University vertieft während ihres einjährigen Aufenthalts an der TU Chemnitz eine langjährige deutsch-amerikanische Forschungskooperation

Seit dem 1. Juli 2026 ist Dr. Elizabeth Mamros, Assistant Professor of Mechanical Engineering an der Bucknell University in Pennsylvania (USA), als Gastwissenschaftlerin an der Professur Umformtechnik der Technischen Universität Chemnitz tätig. Während ihres einjährigen Aufenthalts forscht sie gemeinsam mit dem Chemnitzer Team insbesondere an innovativen Erwärmungsstrategien für inkrementelle Umformprozesse.

Ihr Gastaufenthalt wird gleich durch zwei Programme unterstützt: das Visiting Scholar Program der TU Chemnitz und das Fulbright-Programm für US-Wissenschaftler. Damit kann die bereits seit mehreren Jahren bestehende deutsch-amerikanische Forschungskooperation nun über einen längeren Zeitraum in Chemnitz fortgeführt und weiter ausgebaut werden.

Die Zusammenarbeit zwischen Dr. Mamros und Prof. Dr.-Ing. Till Clausmeyer (Leiter der Professur Umformtechnik) an der TU Chemnitz begann an der TU Dortmund. Dr. Mamros war dort als Doktorandin tätig und absolvierte im Rahmen des Fulbright-Programms einen 13-monatigen Forschungsaufenthalt in Deutschland. Aus dieser Zeit gingen unter anderem die gemeinsame Betreuung eines Studierenden im DAAD-Programm „RISE Worldwide“ sowie eine gemeinsame wissenschaftliche Publikation hervor. Darüber hinaus arbeiteten beide an einem internationalen Übersichtsbeitrag für die Internationale Akademie für Produktionstechnik (CIRP) zusammen und trafen sich regelmäßig auf internationalen Fachtagungen.

Nach ihrer Promotion im Jahr 2023 an der University of New Hampshire setzte Dr. Mamros ihre wissenschaftliche Laufbahn als Assistant Professor of Mechanical Engineering an der Bucknell University fort. Nach dem Wechsel von Prof. Dr.-Ing. Clausmeyer an die TU Chemnitz wird die Zusammenarbeit nun an der Professur Umformtechnik fortgeführt.

„Wir freuen uns sehr, Elizabeth Mamros für einen längeren Forschungsaufenthalt in Chemnitz begrüßen zu dürfen. Ich kenne Elizabeth noch aus ihrer Zeit als Doktorandin in Dortmund und habe ihre wissenschaftliche Entwicklung seitdem mit großem Interesse verfolgt. Umso mehr freue ich mich, sie nun als Assistant Professor und international ausgewiesene Wissenschaftlerin bei uns in Chemnitz begrüßen zu können. Dass unser gemeinsames Vorhaben sowohl im Fulbright-Programm als auch im Visiting Scholar Program der TU Chemnitz erfolgreich war, ist für uns eine besondere Anerkennung und eröffnet die Möglichkeit, aus der bisherigen Zusammenarbeit eine langfristige Kooperation zwischen unseren Professuren und Universitäten zu entwickeln“, sagt Prof. Dr.-Ing. Clausmeyer.

Dr. Mamros forscht auf dem Gebiet der Umform- und Fertigungstechnik und verbindet dabei grundlegende Fragestellungen des Werkstoffverhaltens mit innovativen Fertigungsverfahren. Im Mittelpunkt ihres Aufenthalts in Chemnitz steht die Anwendung von Induktionserwärmungsstrategien bei inkrementellen Umformprozessen. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern der Professur Umformtechnik an der TU Chemnitz möchte sie das grundlegende Verständnis dieser flexiblen Fertigungsverfahren weiterentwickeln und neue Ansätze für deren zukünftige industrielle Anwendung zu erschließen.

„Ich freue mich sehr darauf, ein Jahr lang als Teil des Teams in Chemnitz zu arbeiten und diese internationale Zusammenarbeit weiter auszubauen. Eine unserer größten Stärken ist die Kombination aus der wissenschaftlichen Expertise des Teams und den hervorragenden experimentellen Möglichkeiten im Bereich der Umformtechnologien. Dies gibt uns die Möglichkeit, gemeinsam wissenschaftliche Fragestellungen zu untersuchen, die an einer unserer beiden Einrichtungen allein nur schwer zu bearbeiten wären. Gleichzeitig freue ich mich darauf, in die deutsche Kultur einzutauchen, eine neue Region des Landes zu erkunden und neue Kontakte zu knüpfen.“, so Dr. Mamros.

Die Zusammenarbeit soll über den aktuellen Gastaufenthalt hinausreichen. Geplant sind gemeinsame wissenschaftliche Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge sowie die Entwicklung weiterer gemeinsamer Forschungsvorhaben. Perspektivisch sollen auch Studierende beider Universitäten stärker in den Austausch einbezogen werden.

Neben der gemeinsamen Forschung spielt auch der persönliche und kulturelle Austausch eine wichtige Rolle. Er ist ein zentraler Bestandteil der Fulbright-Mission und hat für beide Wissenschaftler eine persönliche Bedeutung. Dr. Mamros war bereits zuvor als Fulbright-Stipendiatin in Deutschland tätig. Prof. Dr.-Ing. Clausmeyer sammelte während eines Schüleraustauschs in den USA erste eigene internationale Erfahrungen. Der jetzige Aufenthalt verbindet somit die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der langfristigen Entwicklung der transatlantischen Beziehungen und des kulturellen Austauschs zwischen Deutschland und den USA.

(Autoren: Dr. Liz Mamros, Martin Reichardt)

Anne Eichhorn
31.08.2026

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