Einstimmung in die Ausstellung „Threads – Verflechtungen“
Gemeinsame Ringvorlesung der Philosophischen Fakultät der Technischen Universität Chemnitz und des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz (smac) erfährt am 6. Mai 2026 ihren Höhepunkt
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Im Rahmen des Themenjahres „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ veranstaltet die Philosophische Fakultät der TU Chemnitz gemeinsam mit dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) eine Ringvorlesung, die sich mit jüdischer Kultur, Geschichte und Erinnerung auseinandersetzt und Einblicke in jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart gewährt. Foto: smac
Das Themenjahr „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ ist in vollem Gange – und die Philosophische Fakultät der Technischen Universität Chemnitz beteiligt sich gemeinsam mit dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) im Sommersemester 2026 mit der Ringvorlesung „Jüdische Kultur und Erinnerung im transnationalen Kontext“ daran. Seit dem 22. April 2026 geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart.
Die Vortragsreihe verbindet aktuelle Forschung mit innovativen Ansätzen und rückt insbesondere die Bedeutung jüdischer Akteurinnen und Akteure für die europäische Moderne und die Erinnerungskultur in den Fokus. Sie versteht sich als offenes Forum für Austausch und kritische Reflexion und lädt dazu ein, Kontinuitäten, Brüche und bislang wenig beachtete Leerstellen jüdischer Kulturgeschichte neu zu denken. Die Vorlesungen finden immer mittwochs um 18:15 Uhr im Vortragssaal des smac, Stefan-Heym-Platz 1, statt. Der Eintritt ist frei. Zum Auftakt stand der Umgang mit Spuren jüdischer Kultur in Meißen und Chemnitz im Fokus. Am Mittwoch, dem 29. April 2026, konnten Interessierte bereits mehr über das Wirken des jüdischen Architekten Erich Mendelsohn in den USA erfahren.
Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Besucherinnen und Besucher am Mittwoch, dem 6. Mai 2026. Dann spricht Dr. Monika Heinemann vom Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig. Ausgehend von ihrer langjährigen Erfahrung reflektiert sie über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Ausstellung jüdischer Familiengeschichten im Museum und erörtert folgende Fragen: Welche Bedeutung haben Familien in den Sammlungsgeschichten der Museen? Kann man von einer besonderen Rolle biographischer und familiärer Erzählungen in jüdischen Museen sprechen?
Der Vortrag bietet eine thematische Einführung in die Ausstellung „Threads – Verflechtungen“ im smac, die am 7. Mai 2026 eröffnet wird und vom 8. Mai bis zum 26. Juli 2026 zu sehen ist. Sie beleuchtet die Netzwerke von 25 ehemals in Chemnitz lebenden jüdischen Familien. Die Ausstellung setzt ihre Biografien zueinander in Beziehung und entdeckt verlorene Geschichten neu.
Weitere Programmpunkte aus der Ringvorlesung sind unter folgendem Link nachzulesen:
Kontakt: Prof. Dr. Teresa Pinheiro, Tel. +49 (0)371 531-35014, E-Mail teresa.pinheiro@phil.tu-chemnitz.de, und Prof. Dr. Cecile Sandten, E-Mail cecile.sandten@phil.tu-chemnitz.de, Telefon +49 (0)371 531-37353
Anne Eichhorn
05.05.2026