Prof. Dr. Chundong Wang erhält Humboldt-Forschungsstipendium
Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht erfahrenem Wissenschafter aus China einen einjährigen Forschungsaufenthalt am Forschungszentrum MAIN der TU Chemnitz
-
Prof. Dr. Chundong Wang (Mitte) von der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan (China) forscht seit März 2026 für ein Jahr am Forschungszentrum MAIN an der TU Chemnitz und erhielt dafür ein Humboldt-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler. Während seines Forschungsaufenthalts wird er von Dr. Minshen Zhu (r.) an der Professur Materialsysteme für Nanoelektronik unter Leitung von Prof. Dr. Oliver G. Schmidt (l.) betreut. Foto: Jacob Müller
Chundong Wang, Professor an der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan (China), wurde mit einem Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Das renommierte Stipendium ermöglicht ihm einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der Technischen Universität Chemnitz, der im März 2026 beginnt. Am Forschungszentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen (MAIN) wird er in der Gruppe von Dr. Minshen Zhu an der Professur Materialsysteme für Nanoelektronik (Leitung: Prof. Dr. Oliver G. Schmidt) der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik tätig sein.
Wangs Forschung konzentriert sich auf Elektrokatalyse und nanostrukturierte funktionelle Materialien, insbesondere für nachhaltige Energietechnologien wie die Wasserstoffproduktion und die Brennstoffzellentechnik. Ziel seiner Arbeit ist es, katalytische Reaktionen auf atomarer Ebene zu verstehen und fortschrittliche Katalysatoren mit präzise kontrollierten elektronischen Strukturen zu entwickeln. Dabei untersucht er insbesondere Einzelatom-Katalysatoren und die Rolle von elektronischen Spin-Zuständen bei der Bestimmung der katalytischen Leistung.
Während seines Forschungsaufenthalts in Chemnitz wird Wang mit den Gruppen von Dr. Zhu und Prof. Schmidt zusammenarbeiten, um im Forschungszentrum MAIN mikrofluidische Strategien für die kontrollierte Synthese von Einzelatom-Katalysatoren zu entwickeln. Das Projekt zielt darauf ab, den Einfluss der elektronischen Spin-Konfiguration von Übergangsmetallzentren die katalytischen Reaktionswege und -kinetiken zu verstehen. Durch die Kombination von Konzepten aus Elektrochemie, Nanotechnologie und mikrofluidischer Technik soll eine effizientere und kostengünstigere Herstellung von Katalysatoren ermöglicht werden. Die erwarteten Ergebnisse könnten zur Entwicklung leistungsstarker Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologien beitragen, die als Schlüsselfaktor für nachhaltige Energiesysteme gelten.
Stichwort: Humboldt Experienced Researcher Program
Das „Humboldt Resesarch Fellowshio for Experienced Researcher Program“ der Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit etablierter akademischer Karriere aus aller Welt dabei, langfristige Forschungsprojekte in Deutschland zu realisieren. Es ermöglicht erfahrenen Forschenden, unabhängige Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit einer Gastinstitution durchzuführen und Teil des globalen Humboldt-Netzwerks zu werden. Mit dieser Initiative fördert die Stiftung den internationalen wissenschaftlichen Austausch, stärkt langfristige Kooperationen und unterstützt herausragende Forschung über Fachgrenzen hinweg.
Weitere Informationen erteilt Yvonne Ulbrich, E-Mail yvonne.ulbrich@etit.tu-chemnitz.de.
(Autorin: Yvonne Ulbrich)
Anne Eichhorn
10.03.2026