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Offener Brief des Rektors zum Jahreswechsel

Sehr geehrte, liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

„Studiere an der beliebtesten Universität Deutschlands in der Kulturhauptstadt Europas“ – Wer hätte sich vor 10 Jahren vorstellen können, dass es die TU Chemnitz ist, die mit diesem Slogan werben kann? Wir können sehr stolz darauf sein, im Jahr 2025 die laut StudyCheck beliebteste Universität Deutschlands zu sein – in der Kulturhauptstadt Europas, die wir vielfältig und maßgeblich mitgeprägt haben, etwa über zahlreiche Ausstellungen, Initiativen, wissenschaftliche Begleitprojekte sowie insgesamt 40 Kulturhauptstadt-Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt-Initiative TUCculture2025. Stolz können wir auch auf zahlreiche weitere Erfolge und positive Entwicklungen unserer Universität sein. Dazu zählen …

… in der Hochschulpolitik nach außen u. a.:

  • die nach erfolgreicher Bewerbung erfolgte Unterzeichnung der Magna Charta Universitatum 2020,
  • die nach erfolgreicher Bewerbung erfolgte Aufnahme in die Universitätsallianz (UA) 11+,
  • die Unterzeichnung des Eckpunktepapiers zur Einrichtung des Studiengangs Lehramt an Oberschulen zum Wintersemester 2026/2027.

… in der Hochschulpolitik nach innen u. a.:

  • die erfolgreiche Wahl von Prof. Dr. Thomas von Unwerth zum Prorektor für Transfer und Weiterbildung sowie neuer Dekaninnen und Dekane in den acht Fakultäten,
  • die erfolgreiche Durchführung zahlreicher Berufungs- und Bleibeverhandlungen sowie die Verstetigung der ersten DFG-Heisenberg-Professur an der TU Chemnitz,
  • die Einweihung des Labor- und Sporthallenkomplexes sowie der neuen Heliumverflüssigungsanlage.

… im Bereich Wertschätzung u. a.:

  • die Verleihung des Wissenschaftspreises 2023/2024 des Deutschen Olympischen Sportbundes (Silbermedaille) an Dr. Freddy Sichting,
  • die Auszeichnung von Hannes Freiberg als Landesbester im Ausbildungsberuf Industriemechaniker,
  • die Verleihung des „PR-Bild Award 2025“ für herausragende Fotografie in der Kategorie „AI Content“ an Jacob Müller.

… im Bereich Forschung/wissenschaftlicher Nachwuchs u. a.:

  • das Erreichen von im Bundesvergleich weit überdurchschnittlichen Drittmitteleinnahmen pro Professorin bzw. Professor,
  • das erneute erfolgreiche Abschneiden von Prof. Dr. Oliver G. Schmidt im Ranking „Highly Cited Researchers“ 2025 (Top 1%), die Aufnahme von neun TUC-Forschenden in die „Stanford/Elsevier Top 2% Scientists List 2025“ sowie die Auszeichnung von Prof. Dr. Olfa Kanoun mit dem Preis des Präsidenten der Republik Tunesien,
  • die erfolgreiche Etablierung einer Doktorandinnen- und Doktorandenvertretung an der TU Chemnitz.

… in der Lehre u. a.:

  • das Erreichen von Platz 1 bundesweit nicht nur im Ranking „Beliebteste Universitäten 2025“, sondern auch im Ranking „Digital Readiness“ (Stand: 20.12.2024) von StudyCheck.de, sowie das erfolgreiche Abschneiden im CHE-Ranking 2025/2026,
  • die deutliche Steigerung der Immatrikulationszahlen (mit 2.331 Einschreibungen im 1. Fachsemester um 26 Prozent) sowie der Gesamtzahl der Studierenden (auf 8.447 Studierende),
  • die Eröffnung des vierten „Common Room“ der TU Chemnitz.

…  im Transfer u. a.:

  • das Erreichen von Platz 4 unter den mittelgroßen Universitäten im „Gründungsradar 2025“,
  • das Erreichen von Platz 141 weltweit, Platz 14 deutschlandweit und Platz 1 sachsenweit
    beim „Global Employability University Ranking and Survey“,
  • die Auszeichnung im Ranking „Beste Hochschulen für Weiterbildung 2025“ des SZ-Instituts in fünf Kategorien (zweimal „Beste Weiterbildung“, dreimal „Top Weiterbildung“).

… im Bereich Internationales u. a.:

  • der offizielle Beginn der „Across European University Alliance“ mit der Kick-Off-Veranstaltung in Chemnitz sowie die Teilnahme von Prof. Dr. Maximilian Eibl an einem Austausch Europäischer Hochschulallianzen in Paris auf Einladung des französischen Staatspräsidenten und der EU-Kommissionspräsidentin,
  • die Eröffnung des „Saxon Science Liaison Office“ – des sächsischen wissenschaftlichen Verbindungsbüros in Chile – unter Federführung der TU Chemnitz sowie der Empfang einer hochrangigen Delegation der chilenischen Botschaft unter Leitung der Botschafterin in Chemnitz,
  • die Übernahme der Rolle als Gastgeberin für die 43. DAAD-Jahrestagung „Internationale Studierende“.

Diese und zahlreiche weitere Erfolge machen deutlich, dass unsere Universität sehr breit bzw. in allen Bereichen sehr gut aufgestellt ist. Allen, die dazu beigetragen haben, möchte ich sehr herzlich für ihr großartiges Engagement danken!

Die größte Herausforderung war für die TU Chemnitz – wie auch für andere Hochschulen deutschlandweit – in diesem Jahr zweifelsohne die angespannte Haushaltssituation, die in Sachsen im Wesentlichen aus dem Wegfall von Verstärkungsmitteln, der Beteiligung an der globalen Minderausgabe des Ressorts und der fehlenden Kompensation von Kostensteigerungen resultierte – und schmerzhafte Einschnitte forderte. Ich danke allen Mitgliedern und Angehörigen sehr herzlich für ihr Verständnis für die eingeleiteten Sparmaßnahmen – die dem Rektorat alles andere als leichtgefallen sind, aber leider unumgänglich waren.

Trotz der angespannten Haushaltslage war das Rektorat auch in diesem Jahr bestrebt, die TU Chemnitz weiter zu gestalten und durch verschiedene Maßnahmen gezielt weiter zu entwickeln. Dazu zählen …

… in der Hochschulpolitik nach außen u. a.:

  • die intensive Vertretung der Interessen der TU Chemnitz, etwa auf Landesebene mit Blick auf die Hochschulfinanzierung sowie auf kommunaler Ebene für den Erhalt der Buslinie zwischen den Universitätsteilen „Reichenhainer Straße“ und „Erfenschlag“,
  • die gezielte Vertiefung von Kooperationen, etwa durch die Unterzeichnung von Kooperationsvereinbarungen mit der Klinikum Chemnitz gGmbH sowie den Städtischen Theatern,
  • die weiterhin klare Vermittlung der Werte der TU Chemnitz nach außen, insbesondere durch die Fortsetzung der Kampagne ZUSAMMENSTEHEN #TUCgether.

… in der Hochschulpolitik nach innen u. a.:

  • die Bestimmung von Prof. Dr. Anja Strobel zur Vertreterin des Rektors,
  • wegweisende hochschulpolitische Weichenstellungen, etwa die Pilotierung von Digitalisierungsprojekten (z. B. die erstmalige Durchführung elektronischer Wahlen) sowie die hochschulöffentliche Vorstellung der bisherigen Ergebnisse der Arbeit am TUC-Mobilitätskonzept,
  • die Durchführung einer Vielzahl von Veranstaltungsformaten im Bereich Diversity, etwa des zweiten International Women-in-Science Day oder des dritten Diversity Day an der TU Chemnitz.

… im Bereich Wertschätzung u. a.:

  • die Verleihung der Ehrenmedaille der TU Chemnitz an Prof. Dr. Uwe Götze,
  • die Benennung des zentralen Lesesaals der Universitätsbibliothek nach Minna Simon,
  • die Einführung einer kleinen Feierstunde zur Vergabe von Urkunden zum (25- bzw. 40-jährigen) Dienstjubiläum.

… im Bereich Forschung/wissenschaftlicher Nachwuchs u. a.:

  • die Durchführung der Task Force Spitzenforschung zum Fokusthema „Sonderforschungsbereiche/Transregios“,
  • der Beschluss von klaren Regelungen zum Verfahren und für Anträge an die Kommission für die Ethik sicherheitsrelevanter Forschung sowie für exportrechtliche Prüfungen,
  • die Schaffung von Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs, etwa durch die Überarbeitung und Erweiterung der Entfristungskonzepte.

… in der Lehre u. a.:

  • vielfältige Maßnahmen zur Erhöhung der Studierendenzahlen, die Erweiterung des Studienangebots, die Erhöhung von Studienplätzen sowie umfangreiche und innovative Studienwerbung,
  • die kontinuierliche Verbesserung der Studienqualität, etwa durch die Interne Akkreditierung von inzwischen über 50 Studiengängen sowie die Durchführung der TUCpanel-Befragung,
  • das Angebot neuer Microcredentials zur beruflichen Professionalisierung im Rahmen des Projekts TUCacademy.

…  im Transfer u. a.:

  • die weitere Vernetzung mit der Wirtschaft, etwa durch die Etablierung des neuen Gesprächsformats „Science2Industry“ zusammen mit dem Industrieverein Sachsen 1828 e. V.,
  • die Stärkung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft durch die Einwerbung und Einführung eines eigenständigen Validierungsprogramms TUCfonds (Gesamtbudget: 1,8 Mio. Euro),
  • die weitere Unterstützung von Ausgründungen, etwa durch die Durchführung des siebten TUClab-Wettbewerbs sowie die Beteiligung (über die „Startup Campus Alliance“) an der im EXIST-Leuchtturmwettbewerb „Startup Factories“ erfolgreichen mitteldeutschen Startup Factory „boOst“.

… im Bereich Internationales u. a.:

  • die Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung von Lehre und Forschung an ukrainischen Universitäten durch das vom DAAD geförderte Projekt „CLiK Bridge“,
  • die weitere internationale Vernetzung, etwa durch die Ausschreibung der 13. und 14. Runde des Visiting Scholar Program sowie die Durchführung zahlreicher Across-Aktivitäten,
  • die Etablierung eines Beratungsbüros der Agentur für Arbeit Chemnitz auf dem Campus „Reichenhainer Straße“, um internationalen Studierenden den Übergang vom Studium in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Auch im nächsten Jahr werden wir leider mit einer äußerst angespannten Haushaltslage konfrontiert sein. Dabei wird es zum einen darauf ankommen, sich weiterhin für eine auskömmliche Finanzierung einzusetzen und mit dem zur Verfügung stehenden Geld sinnvoll hauszuhalten. Dies wird definitiv nicht einfach werden. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir auch diese Herausforderung, wie viele andere davor, gemeinsam meistern werden.

Zum anderen wird es darauf ankommen, trotz notwendiger Sparmaßnahmen die erfolgreiche Entwicklung unserer Universität weiter voranzutreiben, die Studierendenzahlen weiter zu steigern, neue Premiumprojekte einzuwerben und die weitere strategische Ausrichtung unserer Universität im Rahmen der internen Entwicklungsplanung festzuschreiben.

Bevor wir uns aber den Aufgaben und Herausforderungen im neuen Jahr widmen, wünsche ich der gesamten TUC-Familie, auch im Namen aller Rektoratsmitglieder, schöne Feiertage, eine erholsame Zeit sowie alles erdenklich Gute für das Jahr 2026!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Gerd Strohmeier

Diana Schreiterer
23.12.2025

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