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Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses stand im Zeichen von KI, Karrierewegen und Vernetzung

Vielfältiges Programm mit moderierten Gesprächen, Austauschformaten und interdisziplinären Perspektiven bot wichtige Impulse für die Qualifizierung junger Forschender

75 Teilnehmende nutzten am 11. November 2025 an der Technischen Universität Chemnitz den diesjährigen Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses, um sich über Karrierewege, Qualifizierungsprozesse und aktuelle Entwicklungen im Wissenschaftssystem auszutauschen. Das Zentrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs (ZfwN) hatte erneut ein vielseitiges Programm zusammengestellt, das sowohl Orientierung bot als auch Raum für Vernetzung, Reflexion und neue Impulse.

Informativer Austausch am Vormittag

Mit einer Begrüßung durch Prof. Dr. Anja Strobel, Direktorin des ZfwN und Prorektorin für Forschung und Universitätsentwicklung der TU Chemnitz, startete der diesjährige Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses. Schon die erste Programmrunde machte deutlich, wie vielfältig die Erfahrungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der TU Chemnitz sind: Im moderierten Gespräch, das Dr. Kristina Roder (Fakultät für Maschinenbau) leitete, berichteten Dr. Salman Ahmad (Gründungsnetzwerk SAXEED), Dr. Maik Benndorf (Fakultät für Informatik), Dr. Marvin Friedemann (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) und Dr. Laura Weidensager (Fakultät für Mathematik) aus ihren Promotionsphasen. Eingangs wurde der leitende Gedanke „just start and go on“ als motivierendes Motto für Promotionsinteressierte hervorgehoben – ein Hinweis darauf, wie entscheidend ein mutiger Beginn und kontinuierliches Dranbleiben im Promotionsprozess sind. Die Gäste sprachen über strategische Entscheidungen auf dem Karriereweg, Betreuungssituationen, Arbeitsbedingungen sowie die Bedeutung von Netzwerken. Prof. Dr. Frank Asbrock, Ombudsperson der TU Chemnitz, ergänzte den Austausch um zentrale Aspekte der guten wissenschaftlichen Praxis.

Diskussionsrunde zum KI-Zeitalter beleuchtete Zukunft der Qualifizierung

Wie sich wissenschaftliche Qualifikation durch Digitalisierung und KI verändern, stand am Nachmittag im Fokus. Die Session „Wissenschaftliche Qualifikation im KI-Zeitalter – Chancen, Herausforderungen und Perspektiven“, moderiert von Prof. Dr. Anja Strobel, brachte unterschiedliche Expertisen zusammen. Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof (Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften), Davide Del Duca (Universitätsbibliothek), Prof. Dr. Michael Martin (Dekan der Fakultät für Informatik) und Ulrike Rada (Hochschuldidaktik Sachsen) diskutierten, wie KI-basierte Werkzeuge Arbeitsprozesse in Forschung und Lehre verändern – und welche Kompetenzen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler künftig verstärkt benötigen. Die Beiträge machten deutlich: KI eröffnet neue Möglichkeiten zur Unterstützung wissenschaftlicher Arbeit, verlangt aber zugleich hohe Reflexionsfähigkeit, Transparenz und eventuell neue Formen der Bewertung wissenschaftlicher Leistungen und von Qualfikationsprozessen.

Parallelsessions gaben Orientierung für Promotions- und Postdoc-Phase

Der späte Nachmittag bot Raum für vertiefende Diskussionen. In der Session „The PhD Journey from different perspectives“ gaben Prof. Dr. Anja Strobel (Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften) und Prof. Dr. Martin Wagner (Fakultät für Maschinenbau) Einblicke in Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Promotionskulturen. Parallel dazu bot der „Postdoc Roundtable: Sharing Experiences“, moderiert von Prof. Dr. Philipp Reiter (Fakultät für Mathematik), eine offene Plattform für Austausch und Orientierung. Dr. Albrecht Kurze (Fakultät für Informatik), Dr. Bianka Mey (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften), PD Dr. Freddy Sichting (Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften) und Dr. Daniel Zipplies (Fakultät für Maschinenbau) teilten ihre Karriereerfahrungen – von der Drittmitteleinwerbung über den Aufbau wissenschaftlicher Profile bis hin zu persönlichen Strategien für die Vereinbarkeit von Forschung, Lehre und Projektarbeit.

Vernetzung stand im Mittelpunkt

Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Vernetzungspause mit Mittagsimbiss. Sie bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, direkt mit Vertreterinnen und Vertretern der Fakultäten und weiteren Zentralen Einrichtungen ins Gespräch zu kommen. Die informellen Gespräche ermöglichten nicht nur Wissens- und Erfahrungsaustausch, sondern auch den Aufbau wertvoller Kontakte – von ersten Kooperationen bis hin zu konkreten Karriereimpulsen.

Dank an Unterstützende und Sponsoren

Das ZfwN dankt herzlich allen Beteiligten, insbesondere der Gesellschaft der Freunde der Technischen Universität Chemnitz e. V., der thyssenkrupp Dynamic Components Chemnitz GmbH sowie allen Mitwirkenden der TU Chemnitz, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

Weitere Informationen und Angebote des ZfwN sind online verfügbar. Über Veranstaltungen, Ausschreibungen und Neuigkeiten aus dem Wissenschaftsbereich informiert der regelmäßig erscheinende Newsletter des ZfwN.

(Autorin: Dr. Nadia Lois)

Mario Steinebach
13.11.2025

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