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Für mehr Chancengleichheit in der schulischen Bildung

Professur Fachdidaktik Deutsch am Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz begleitet wissenschaftlich das größte und langfristigste Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Nationale und internationale Bildungsstudien zu Leistungen von Lernenden der Primar- und Sekundarschulen zeigen: In Deutschland hängt der Bildungserfolg immer noch von der sozialen Herkunft ab. Ein hoher Teil junger Menschen verlässt die Schule ohne die nötigen Kompetenzen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte eine Trendwende herbeiführen, um das Potenzial der jungen Generation nicht zu verschenken. Vor diesem Hintergrund startete das bundesweite „Startchancen-Programm“, das gezielt Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler unterstützt. Dafür investieren Bund und Länder von 2024 bis 2034 rund 20 Milliarden Euro. Es ist damit das größte und langfristigste Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Wissenschaftlich begleitet wird es ab 1. Oktober 2024 u. a. von der Professur Fachdidaktik Deutsch (Leitung: Prof. Dr. Michael Krelle) am Zentrum für Lehrerbildung der Technischen Universität Chemnitz. Das Team um Prof. Krelle ist Teil des „Fachbezogenen Kompetenzzentrums Sprachbildung“, das auf die Sicherung und Stärkung der Basiskompetenzen im Lesen, Schreiben und Zuhören abzielt. Die Chemnitzer Didaktikexpertinnen und -experten sind insbesondere für den Bereich „Zuhören“ zuständig. Die Bereiche Schreiben und Lesen werden vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache in Köln übernommen.

Gemeinsames Ziel der wissenschaftlichen Begleitung des Startchancen-Programms ist es, innovative und wirkungsorientierte Strukturen und Prozesse auf Ebene der Lernenden, der Schulen und Lehrkräfte sowie bezogen auf das Bildungssystem in seiner Gesamtheit zu unterstützen. Alle beteiligten 20 Institutionen wollen dazu beizutragen, dass mit dem Startchancen-Programm eine möglichst große und nachhaltige Wirkung erzielt werden kann. „Die wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung des Startchancen-Programms richtet ihren Fokus auf rund 4.000 Schulen in Lagen struktureller Benachteiligung unter Berücksichtigung landesspezifischer Rahmenbedingungen“, beschreibt Krelle die Größenordnung des Projektes.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Michael Krelle, Telefon 0371 531-31110, E-Mail michael.krelle@zlb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
26.09.2024

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