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Eine halbe Million Euro für die Forschungsethik

Das an der TU Chemnitz entwickelte „Ethiktool“ wird weiter verbessert und soll künftig kostenfrei interessierten Ethikkommissionen anderer Universitäten zur Verfügung gestellt werden

Prof. Dr. Alexandra Bendixen, Inhaberin der Professur Struktur und Funktion kognitiver Systeme an der Technischen Universität Chemnitz und Vorsitzende der universitätsweiten Ethikkommission, hat gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Einhäuser-Treyer (Inhaber der Professur Physik kognitiver Prozesse an der TU Chemnitz) und Dr. Katarina Blask (Leibniz-Institut für Psychologie in Trier) Drittmittel der VolkswagenStiftung in Höhe von knapp 500.000 Euro für das Projekt „Ethiktool – A software solution to support the ethical assessment of research projects“ eingeworben.

Das Ethiktool wurde von Bendixen, Einhäuser-Treyer und ihrem gemeinsamen Mitarbeiter Thomas Wegner entwickelt und wird seit Juni 2021 eingesetzt für die dialogbasierte Erstellung von Ethikanträgen an die Ethikkommission der TU Chemnitz. Mit der Projektförderung kann das Ethiktool nun entscheidend weiterentwickelt und mittelfristig auch anderen Universitäten kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Mehrere Ethikkommissionen deutschlandweit haben bereits ihr starkes Interesse an einer Mitnutzung signalisiert. Um das Tool flexibel an verschiedenen Standorten verwenden zu können, werden modulare Elemente eingeführt; zugleich werden das User Interface und die Dialogführung grundlegend überarbeitet. Mit dem Ethiktool können sich Antragstellende und Ethikkommissionsmitglieder auf die ethisch-inhaltlichen Aspekte des jeweiligen Forschungsvorhabens konzentrieren, während das Tool die Angaben automatisch auf Konsistenz prüft und neben dem Ethikantrag auch die Aufklärungs- und Einwilligungstexte für die Teilnehmenden erzeugt. Eine begleitende wissenschaftliche Evaluation prüft, wie das Tool die Erstellung und Begutachtung von Ethikanträgen noch weiter erleichtern und eine durchgehend hohe Begutachtungsqualität bei steigendem Antragsvolumen sichern kann. So kommt die Softwareentwicklung nicht nur Forschenden und Ethikkommissionen zugute, sondern auch den Personen, die an der humanwissenschaftlichen Forschung teilnehmen.

Bendixen ist begeistert über die Förderung des Projekts: „Es freut mich außerordentlich, dass wir diese Möglichkeit erhalten, das Ethiktool nicht nur für die lokale Nutzung in Chemnitz nochmals substanziell zu verbessern, sondern es sogar dauerhaft kostenfrei allen interessierten Ethikkommissionen zur Verfügung zu stellen. Wir danken der VolkswagenStiftung, die uns das Projekt ermöglicht, und sind sehr froh, das Leibniz-Institut für Psychologie als idealen Partner für unser Vorhaben gewonnen zu haben.“

Hintergrund: VolkswagenStiftung

Mit der Förderinitiative „Pioniervorhaben: Impulse für das Wissenschaftssystem“ in ihrem Profilbereich „Wissen über Wissen“ unterstützt die VolkswagenStiftung grundsätzliche Neuerungen im deutschen Wissenschaftssystems, die auf strukturelle Verbesserungen abzielen und das System damit innovativer und anpassungsfähiger machen.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Alexandra Bendixen, Telefon +49 371 531-31681, E-Mail alexandra.bendixen@physik.tu-chemnitz.de .

Mario Steinebach
18.01.2023

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