„Summer School” der European Educational Research Association zum zweiten Mal in Chemnitz
45 Doktorandinnen und Doktoranden aus mehr als 20 Ländern arbeiten vom 15. bis 19. Juni 2026 gemeinsam und mit Chemnitzer sowie internationalen Tutorinnen und Tutoren an ihren wissenschaftlichen Vorhaben
-
Wie 2025 werden auch in diesem Jahr an der TU Chemnitz wieder zahlreiche Gäste erwartet, die an der „Summer School” der European Educational Research Association teilnehmen. Archivfoto: Professur Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Zum zweiten Mal in Folge lässt die European Educational Research Association (EERA) ihre Summer School von der Technischen Universität Chemnitz ausrichten. Die diesjährige Veranstaltung findet vom 15. bis 19. Juni 2026 statt und wird von der Professur Berufs- und Wirtschaftspädagogik (Leitung: Prof. Dr. Volker Bank) organisiert. 45 Doktorandinnen und Doktoranden der Erziehungswissenschaften aus mehr als 20 Ländern werden in Chemnitz erwartet, um ihre wissenschaftlichen Vorhaben untereinander zu diskutieren und um Anregungen von vierzehn Tutorinnen und Tutoren mitzunehmen. Während das Gros der Tutorinnen und Tutoren aus der TU Chemnitz stammt, sind pro Tutandengruppe auch internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingebunden. Die Tagungsgäste kommen aus wissenschaftlichen Fachgesellschaften aus ganz Europa bis hin zu den jungen EERA-Mitgliedsländern. Während 2025 das Thema „Kultur“ in Anlehnung an die Chemnitzer Kulturhauptstadtjahr gewählt wurde, so ist es in diesem Jahr mit „Vergleichen“ ein ebenfalls breites Querschnittsthema.
Dazu konnten prominente Gäste nicht nur als Tutorinnen und Tutoren für die fortgeschrittenen Lernenden, sondern auch die Keynotes gewonnen werden. Die Hauptvorträge sollen die Impulse zum Leitthema einbringen, die dann in den folgenden Tutandengruppensitzungen den Blickwinkel auf die je eigene Forschungsarbeit fokussiert halten. Dafür konnte mit Prof. Dr. Ralph Weber von der Universität Basel der aktuell führende Theoretiker des Vergleichens nach Chemnitz geholt werden. Er wird gleich nach der Eröffnung und dem ersten Kennenlernen die ersten Impulse setzen, während am Ende der Veranstaltung PD Dr. Joachim Wuttke vom Forschungszentrum Jülich in Garching kritisch anmerken wird: „PISA - or, on how NOT to compare“. Es ist mit einem fruchtbaren Lernen aus Fehlern zu rechnen. Ganz besonders fühlen sich die Organisatoren von der Zusage von Prof. Dr. Ingrid Gogolin geehrt. Sie war nicht nur eine Präsidentin der EERA, die vor 20 Jahren mit prägender Kraft die Vereinigung europäische Forscherinnen und Forscher geleitet hat. Sie ist als heutige Seniorprofessorin der Universität Hamburg noch immer im Thema des Vergleichens innerhalb der Erziehungswissenschaften mit die führende Wissenschaftlerin schlechthin.
Der Organisator der Summer School, Prof Bank, kann noch einen weiteren Erfolg vermelden: Hatte die Präsidentin der EERA, Prof. Marit Honerød Hoveid von der Universität Trondheim (Norwegen) der TU Chemnitz die Ehre ihrer persönlichen Anwesenheit über die gesamte Veranstaltung zu gewähren, so kehrt sie in diesem Jahr gleich mit dem ganzen Exekutivkommitte der EERA nach Chemnitz zurück. „Es kann nicht anders sein: Sie muss im vergangenen Jahr von der Stadt Chemnitz und der Organisation der Summer School durch die TU Chemnitz angetan gewesen sein“, freut sich Bank, „und nur bringt sie gleich eine Reihe von Topwissenschaftlerinnen und Topwissenschaftlern aus ganz Europa mit“. Unter diesen ist übrigens auch Prof. Dr. Andreas Hadjar, der 2003 an der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz promoviert wurde.
Neben der intensiven wissenschaftlichen Arbeit wird während der Summer School fleißig für Stadt und Region geworben. Ralph Burghart, Vorsitzender des Hochschulrats der TU Chemnitz und Bürgermeister für Personal, Finanzen und Bildung der Stadt Chemnitz, wird dafür erneut den Ratssaal öffnen und ein Grußwort an die Tagungsgäste richten. Und erneut gibt auch das Welterbe Erzgebirge den Rahmen für eine Exkursion nach Freiberg. An der Nachbaruniversität wird ein kurzweiliger Besuch der Ausstellung „Vom Salz des Lebens“ abgestattet. Stadtführungen in Freiberg und Chemnitz sowie Ausstellungsbesuche im Gunzenhauser und in den Kunstsammlungen runden das Rahmenprogramm ab.
Im kommenden Jahr wird der Staffelstab weitergereicht: Die EERSS 2027 wird an der Philosophischen Fakultät der Universität Vilnius ausgerichtet.
Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Volker Bank, E-Mail volker.bank@phil.tu-chemnitz.de.
(Quelle: Professur Berufs- und Wirtschaftspädagogik)
Mario Steinebach
12.06.2026