Innovationsnetzwerk META als „ZIM-Netzwerk des Jahres 2026“ ausgezeichnet
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie würdigt auf dem Innovationstag Mittelstand in Berlin das von der TU Chemnitz koordinierte deutsch-polnische Innovationsnetzwerk
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Dr. Matthias Rehm, META-Netzwerkmanager an der TU Chemnitz, und Prof. Dr. Justyna Patalas-Maliszewska (Mitte), internationale META-Netzwerkkoordinatorin der Universität Zielona Góra, erhielten die Urkunde für das „ZIM-Netzwerk des Jahres 2026“ aus den Händen von Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Foto: AiF Projekt GmbH
Das internationale ZIM-Innovationsnetzwerk META („Manufacturing 4.0 durch Entwicklung und Transfer progressiver Automatisierungslösungen“) der Technischen Universität Chemnitz wurde am 11. Juni 2026 auf dem Innovationstag Mittelstand in Berlin als „ZIM-Netzwerk des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und würdigt die herausragenden Leistungen des Netzwerks im Technologie- und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und mittelständischer Wirtschaft. Die Urkunde nahmen die internationale Koordinatorin Prof. Dr. Justyna Patalas-Maliszewska von der polnischen Universität Zielona Góra sowie Dr. Matthias Rehm, einer der beiden Netzwerkmanager von der Professur Produktionssysteme und -prozesse (Leitung: Prof. Dr. Martin Dix) der TU Chemnitz, entgegen.
„Die Auszeichnung ist eine besondere Anerkennung für die engagierte Zusammenarbeit aller Partnerinnen und Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland und Polen. Wir möchten daher auch diese Gelegenheit nutzen, um unseren Förderern und Mitstreitern zu danken, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre“, sagt Rehm.
META ist eines der ersten deutsch-polnischen Innovationsnetzwerke, das im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert wurde, und zugleich das erste ZIM-Netzwerk, das an der TU Chemnitz initiiert und aufgebaut wurde. Es entwickelte sich zwischen 2019 und 2023 von ursprünglich sieben deutschen Industriepartnern zu einer internationalen Gemeinschaft mit 29 Partnerinnen und Partnern aus Industrie und Forschung in Deutschland und Polen.
Ziel des Netzwerks war es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung von Industrie-4.0-Konzepten zu unterstützen. Im Mittelpunkt standen intelligente Automatisierungs- und Überwachungslösungen für Produktionsprozesse. Dafür wurden moderne Methoden der Digitalisierung, des Maschinellen Lernens, der Prozessdatenanalyse und datengetriebene Verfahren mit praxisnahen Anwendungen in der Fertigungstechnik verknüpft.
Aus META gingen insgesamt 14 ZIM-Forschungsprojekte mit 37 Teilvorhaben hervor. Das Fördervolumen betrug rund 6,3 Millionen Euro. Die Projekte führten zu zahlreichen technologischen Innovationen in den Bereichen Produktions- und Automatisierungstechnik, Robotik, Sensorik und Digitalisierung. Daraus entstanden neue Produkte und Lösungen für industrielle Anwendungen – von intelligenten Zustandsüberwachungssystemen über digitale Zwillinge für Produktionsanlagen bis hin zu ressourceneffizienten Fertigungsverfahren und modularen Robotiklösungen. „Auch wirtschaftlich erzielte das Netzwerk erhebliche Wirkungen“, so Dr. Rehm. „Bereits mit Abschluss der Förderphase wurden durch die beteiligten Unternehmen 26 neue Arbeitsplätze geschaffen sowie zusätzliche Umsätze von über sechs Millionen Euro generiert.“
Neben den wirtschaftlichen Erfolgen leistete META wichtige Beiträge zu Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Fachkräftesicherung. Zahlreiche Projekte zielten auf die Verringerung von Umweltbelastungen, die Optimierung des Energie- und Materialeinsatzes sowie die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der industriellen Produktion ab. Gleichzeitig förderte das Netzwerk den internationalen Wissens- und Technologietransfer zwischen Deutschland und Polen.
Ein besonderes Ergebnis der Zusammenarbeit ist der internationale Erasmus-Mundus-Masterstudiengang „meta4.0 – Manufacturing 4.0 by intElligent and susTAinable technologies“, der gemeinsam mit europäischen Hochschulpartnerinnen und -partnern entwickelt wurde. Seit 2023 werden darin jährlich hochqualifizierte internationale Studierende für die digitale und nachhaltige Produktion der Zukunft ausgebildet.
Die Netzwerkpartnerinnen und -partner führen ihre Zusammenarbeit auch nach dem offiziellen Ende der Förderphase erfolgreich fort. Gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden weiterhin über nationale und internationale Förderprogramme sowie direkte Kooperationen umgesetzt. Aktuell werden unter anderem neue europäische Vorhaben zu nachhaltiger und resilienter Produktion vorbereitet.
Video zum Netzwerk META, dem „ZIM-Netzwerk des Jahres 2026“: https://innovationstag-mittelstand-bmwe.de/projekte-des-jahres
Weitere Informationen erteilen die beiden META-Netzwerkmanager Dr. Matthias Rehm, Telefon +49 (0)371 531-37447, und Armin Schleinitz, Telefon +49 (0)371 531-30122, E-Mail meta@tu-chemnitz.de.
(Autorin: Katja Klöden)
Mario Steinebach
12.06.2026