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Internationales Online-Symposium von TU Chemnitz und Fraunhofer IWU machte Innovationen der elektrochemischen Bearbeitung sichtbar

Über 50 Teilnehmende aus elf Ländern informierten sich am 24. und 25. November 2020 beim Symposium „INSECT“ über Entwicklungen der elektrochemischen Bearbeitung

Neue Entwicklungen im Bereich des elektrochemischen Abtragens standen am 24. und 25. November 2020 auf dem „International Symposium on Electrochemical Machining Technology – INSECT“ im Fokus. Aufgrund der corona-bedingten Herausforderungen in diesem Jahr fand das mittlerweile 16. Symposium zum ersten Mal als rein digitale Veranstaltung statt. Die Organisation des zweitägigen, virtuellen Events erfolgte durch die Professur Mikrofertigungstechnik (Prof. Dr. Andreas Schubert) der Technischen Universität Chemnitz gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU. Insgesamt trafen sich über 50 Teilnehmende aus elf Ländern, unter anderem aus den USA, Russland, Großbritannien, Japan, China, Belgien und Polen.

Elektrochemische Bearbeitung gewinnt deutlich an Relevanz

Themenschwerpunkte der insgesamt 22 Präsentationen waren Untersuchungen zu den Grundlagen der elektrochemischen Bearbeitung, zur Prozessentwicklung auch hinsichtlich bearbeitbarer Materialien, die simulative Beschreibung elektrochemischer Prozesse, die Darstellung von Applikationen und die Betrachtung hybrider elektrochemischer Prozesse.

„Das diesjährige Symposium hat gezeigt, dass die elektrochemische Bearbeitung mit den in den letzten Jahren zunehmend gestiegenen Anforderungen an Materialeigenschaften, an Flexibilität und Qualität immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Zum Beispiel konnten die Potenziale zur Bearbeitung hochfester Werkstoffe wie Molybdän oder zur Nachbearbeitung additiv gefertigter Werkstücke eindrucksvoll nachgewiesen werden“, sagt der Gastgeber des Symposiums, Prof. Dr. Andreas Schubert. Schubert ist Inhaber der Professur Mikrofertigungstechnik an der TU Chemnitz und Leiter des Kompetenzzentrums Mikrofertigungs- und Oberflächentechnologien am Fraunhofer IWU.

Dr. Mike Zinecker, Oberingenieur Forschung an der Professur Mikrofertigungstechnik, ergänzt: „Mich haben im Rahmen des Symposiums vor allem die Möglichkeiten zur gezielten Einstellung von topografischen und chemisch-physikalischen Eigenschaften technischer Oberflächen beeindruckt. Die dargestellten Entwicklungen im Bereich der elektrochemischen Bearbeitung eröffnen ein breites Anwendungsspektrum, beispielsweise in der Medizintechnik, in der Automobilindustrie oder im Werkzeugbau.“

Virtueller Laborrundgang – Beiträge in Tagungsband veröffentlicht

Zum Rahmenprogramm gehörte auch ein virtueller Laborrundgang durch das Fraunhofer IWU. „Der virtuelle Laborrundgang und die anschließenden Diskussionen haben einen ergänzenden Eindruck zu den Vorträgen hinsichtlich der Forschungsstärke am Standort Chemnitz vermittelt“, berichtet Dr. Jan Edelmann, Leiter der Abteilung Funktionsoberflächen und Mikrofertigung am Fraunhofer IWU.

Die insgesamt 23 Beiträge des Symposiums wurden in einem Tagungsband veröffentlicht.

Hintergrund: Elektrochemisches Abtragen

Das elektrochemische Abtragen ist ein Verfahren zur Bearbeitung von elektrisch leitfähigen Werkstoffen in einer Elektrolytlösung unter Anlegen von Strom. Die Technologie beruht auf der kontrollierten anodischen Auflösung des Werkstücks ohne mechanischen und ohne signifikanten thermischen Einfluss. Die Bearbeitung hochfester Materialien aber auch mechanisch oder thermisch empfindlicher Werkstoffe wie Formgedächtnislegierungen ist möglich.

Weitere Informationen zum Symposium erteilt Dr. Mike Zinecker, Telefon 0371 531-37796, E-Mail mike.zinecker@mb.tu-chemnitz.de.

Matthias Fejes
26.11.2020

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