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Stadtmarketing wieder einmal anders

Chemiker der TU werden erneut zu Botschaftern ihrer Stadt und gestalten das Titelbild einer Fachzeitschrift mit Bezug zu Chemnitz

Was haben chemische Formeln im Stadtbild von Chemnitz verloren? Wissenschaftler der Professur Koordinationschemie der Technischen Universität Chemnitz haben die Titelseite einer renommierten Fachzeitschrift gestaltet und dabei neben Molekülketten erneut auch ihre Universitätsstadt ins Bild gerückt. „Eine derartige Titelblattgestaltung gelang uns in der Vergangenheit bereits bei mehreren Publikationen in verschiedenen Fachzeitschriften. Wir werden so immer mehr zu wissenschaftlichen Botschaftern der Stadt Chemnitz. Wir nutzen die Aufmerksamkeit unserer ausgezeichneten Arbeiten, um anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt Chemnitz als Stadt auf eine besondere Art und Weise zu präsentieren“, sagt Prof. Dr. Michael Mehring, Inhaber der Professur Koordinationschemie.

Der jüngste Fachartikel „Thin Coatings of α‐ and β‐Bi2O3 by Ultrasonic Spray Coating of a Molecular Bismuth Oxido Cluster and their Application for Photocatalytic Water Purification Under Visible Light” und die Titelseite sind im März 2020 im Open Access Journal „ChemistryOpen“ erschienen. Das Coverbild zeigt ein Graffiti, das einen markanten Teil des Zentrums der Stadt – nämlich den Bereich um das Karl-Marx-Monument – beinhaltet. Das Kunstwerk wurde mit dem Kürzel "TUC" (Technische Universität Chemnitz) und mit einem sogenannten Bismutoxidcluster "übersprüht". Wer sich auf die Suche nach der Location des Originalgraffitis in der Stadt machen möchte, wird im Kreuzungsbereich des Südrings mit der Zschopauer Straße fündig.

Die Arbeit ist in Kooperation mit Leonard Rößner und Prof. Dr. Marc Armbrüster, Inhaber der Professur Materialien für innovative Energiekonzepte, entstanden und beschreibt ein Verfahren zur Beschichtung von Oberflächen mit Halbleitern. Diese photokatalytisch aktiven Materialien sind in der Lage, unter Sonnenlichteinstrahlung organische Schadstoffe im Wasser zu zersetzen. Die untersuchten Bismutoxidschichten weisen eine geringere Toxizität als handelsübliches Kochsalz (NaCl) auf und eignen sich deswegen auch für die Trinkwasseraufbereitung. Ihre Wirksamkeit wurde unter anderem beim Abbau von Ethinylestradiol demonstriert, welches mit seiner estrogenen Wirkung als Bestandteil der Antibabypille eingesetzt wird und in sehr geringen Konzentrationen bereits im Abwasser nachgewiesen wurde.

„Ausgehend von einer molekularen Ausgangsverbindung erhalten wir Funktionsmaterialien, welche wir auf verschiedenen Trägermaterialien aufbringen können. Das genutzte ultraschallgestützete Sprühverfahren ermöglicht zudem eine Skalierbarkeit des Prozesses, was für den Schritt vom Labormaßstab hin zur Anwendung eine entscheidende Voraussetzung ist“, erläutert Max Hofmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Koordinationschemie und einer der Autoren des Beitrages.

Das Cover Picture und der Artikel:  https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/open.202000038

Hintergrund: ChemistryOpen

„ChemistryOpen“ ist eine wissenschaftliche Fachzeitschrift, die vom Wiley-VCH-Verlag im Auftrag der Vereinigung ChemPubSoc Europe publiziert wird und mit sechs Ausgaben im Jahr erscheint. Veröffentlicht werden wissenschaftliche Artikel aus allen Bereichen der Chemie. Die Zeitschrift wurde 2012 gegründet.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Michael Mehring, Inhaber der Professur Koordinationschemie, Telefon 0371 531-21250, E-Mail michael.mehring@chemie.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
03.03.2020

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