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Pressemitteilung vom 15.05.2025

Im Fokus der Wissenschaft: Hochschulen in der DDR

Tagung an der TU Chemnitz beleuchtet vom 3. bis 5. Juni 2025 die Rolle der Hochschulen in der Deutschen Demokratischen Republik – Ausstellung von sechs ostdeutschen Universitätsarchiven gibt zudem Einblicke in den studentischen Alltag im letzten Studienjahr der DDR

Unter der Überschrift „Im Dienst der Macht. Hochschulen und Hochschulwesen in der DDR“ steht vom 3. bis 5. Juni 2025 die Rolle von Hochschulen im Herrschaftsgefüge der DDR im Mittelpunkt einer mehrtägigen öffentlichen Tagung an der Technischen Universität Chemnitz. In Fachvorträgen und wissenschaftlichen Diskussionen thematisieren Expertinnen und Experten aus Deutschland Formen politischer Einflussnahme und Mechanismen staatlicher Kontrolle sowie die Funktion des Hochschulwesens bei der Absicherung und Durchsetzung der SED-Herrschaft. „Die kritische Auseinandersetzung mit dem Hochschulwesen der DDR ist ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der Diktaturgeschichte – auch im eigenen Haus. Wir freuen uns, neue Einblicke zu eröffnen“, so Dr. Franziska Bartl vom Organisationsteam über die Intention der Veranstaltung.

Ausstellung „Bewegung und Stillstand. Das letzte Studienjahr in der DDR“

Am 3. Juni 2025 wird um 18 Uhr zudem die Ausstellung „Bewegung und Stillstand. Das letzte Studienjahr in der DDR“ eröffnet, die von den Universitätsarchiven Jena, Halle, Weimar, Chemnitz, Magdeburg und Leipzig gestaltet wurde. Die Ausstellung zeigt auf 35 Tafeln, wie sich der studentische Alltag im Jahr 1988 noch weitgehend unbeeinflusst von den nahenden politischen Umbrüchen zwischen „Roter Woche“, Wehrerziehung und Studentenclub abspielte. Denn dass nur wenig später die „Wende“, die deutsche Einigung und schließlich auch die Transformation der Hochschulen stattfinden würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. „Mit der Ausstellung möchten wir Einblicke in ein fast vergessenes Kapitel studentischer Alltagskultur geben – ein Jahr vor dem Umbruch, das in seiner scheinbaren Normalität besonders viel erzählt über das Ende der DDR“, erklärt Stephan Luther, Leiter des Universitätsarchivs Chemnitz.

Tagebuchpräsentation „Die 329 Tage zur deutschen Einigung“ von Prof. Dr. Horst Teltschik

Die historisch spannende Phase des letzten DDR-Studienjahres wird im Mittelpunkt des Eröffnungsabends der Tagung stehen. Mit Prof. Dr. Horst Teltschik, dem langjährigen außenpolitischen Berater Helmut Kohls, wird ein prominenter Gast Einblicke in die diplomatischen und politischen Prozesse der deutschen Wiedervereinigung geben. Teltschik stellt sein Tagebuch „Die 329 Tage zur deutschen Einigung“ vor. Der Hildesheimer Historiker Prof. Dr. Michael Gehler, der das Buch neu edierte, wird die Ereignisse zudem historisch einordnen.

Veranstaltungsort der Tagung ist das „IdeenReich“ der Universitätsbibliothek der TU Chemnitz, Straße der Nationen 33. Organisiert wird sie vom Team des Forschungsprojekts „Die Chemnitzer Studierendenschaft in der DDR-Zeit“, das an der Professur Geschichte der Antike und der Antikerezeption in der Moderne an der TU Chemnitz angesiedelt ist und von Prof. Dr. Marian Nebelin geleitet wird. Die Teilnahme an der Tagung und der Besuch der Ausstellungseröffnung sind kostenfrei. Um eine Anmeldung wird jedoch bis zum 30. Mai 2025 gebeten unter E-Mail .

Weitere Informationen: https://www.tu-chemnitz.de/phil/iesg/professuren/ag/professur_aktuell.php

Kontakte: Für die Tagung: Dr. Franziska Andrea Bartl, E-Mail / Für die Ausstellung: Stephan Luther, E-Mai

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