Springe zum Hauptinhalt
Europäische Geschichte studieren in Chemnitz
Aktuelles

Aktuelles

Aktuelle Informationen zu den Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 2022 und die Links zu den OPAL-Kursen finden Sie unter LEHRE.

Ringvorlesung: „Neue Rechte: Themen und Tendenzen der Forschung“
Organisation: Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Jun.-Prof. Dr. Thomas Laux & Jun.-Prof. Dr. Marian Nebelin


Seit einigen Jahren lässt sich ein Erstarken und eine erhöhte Sichtbarkeit der sogenannten „Neuen Rechten“ in der Gesellschaft beobachten. Den Hintergründen und wissenschaftlichen Einordnungen zu diesem Phänomen widmet sich eine Ringvorlesung der Technischen Universität Chemnitz unter dem Titel „Neue Rechte: Themen und Tendenzen der Forschung“.

In der Ringvorlesung untersuchen Expertinnen und Experten von der TU Chemnitz sowie von weiteren Universitäten und Forschungseinrichtungen sowohl die Traditionen, die Vorläufer und die Genese dieser politischen Strömungen. Darüber hinaus geht es um aktuelle Strukturen, Inhalte und Organisationsformen. Besonders im Fokus steht das Verhältnis zur Demokratie, zum Konservatismus und zu Europa. Dabei werden sowohl internationalen Varianten der Neuen Rechten wie auch ihre sächsischen Ausformungen in den Blick genommen.

Eine Teilnahme an Vorträgen ist vor Ort nur nach Voranmeldung per E-Mail an tobias.frank@s2017... möglich.

Aufgrund des Infektionsschutzes besteht eine Teilnehmerinnen- und Teilnehmer-Begrenzung.

Eine digitale Teilnahme ist per Zoom möglich. Der Zugangslink kann ebenfalls per Email erfragt werden. Für Angehörige der TU Chemnitz ist der Zugangslink im OPAL-Kurs eingestellt.

Zeit: Dienstag, 19 Uhr; Form: hybrid oder digital

Nächster Termin: 10.05.2022, 19:00 Uhr, digitale Veranstaltung
Dozentin: Dr. Lotta Mayer (FEST Heidelberg)
Thema: 
Von Chemnitz durch die ganze BRD: Das Unterstützer:innen-Netzwerk des NSU als Bedingung der Möglichkeit einer bundesweiten rechtsterroristischen Anschlagserie

TV-Tipp mit Jun.-Prof. Dr. Marian Nebelin
„Die sieben Mythen der Antike“ am 9. März 2022 auf ZDFinfo


Gab es das Trojanische Pferd wirklich? War Kleopatra eine eiskalte Verführerin? War Alexander der Große ein Superheld der Antike oder eher ein brutaler Eroberer? Aus dem Umfeld des berühmten Makedoniers sind keine Aufzeichnungen mehr vorhanden. Die Frage nach dem Ursprung dieses Mythos führt vor allem zu römischen Quellen. Stimmte der Mythos, dass die antiken griechischen und römischen Bauwerke tatsächlich weiß waren? Und woher rührt das Ritual des olympischen Fackellaufs? Haben die alten Griechen ihn gemeinsam mit den Spielen erfunden? Fragen wirft auch der Mythos um den legendären Gladiator Spartacus auf. Im Jahr 73 vor Christus führte er einen Sklavenaufstand an und wird bis heute als beispielhafter Kämpfer für die Rechte der Unterdrückten gefeiert. Aber war Spartacus tatsächlich ein antiker Revolutionär?

Die Dokumentation "Die sieben Mythen der Antike" in ZDFinfo begibt sich am 9. März 2022 um 18:45 Uhr auf Spurensuche. Forscherinnen und Forscher versuchen, die Wahrheit hinter diesen Erzählungen der Antike zu finden. Auch Jun.-Prof. Dr. Marian Nebelin, Inhaber der Juniorprofessur Antike und Europa mit besonderer Berücksichtigung der Antikerezeption der Technischen Universität Chemnitz, bringt seine Expertise dabei ein. Wer nicht bis zur TV-Ausstrahlung warten möchte, findet den Film schon jetzt in der ZDFmediathek. (Quelle: ZDF)

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der TU Chemnitz.

Neue Publikation von Dr. Manuel Schramm
'Gemeinschädlich' und 'nervtötend' oder 'treuer Hund' und 'bester Broterwerber'? Arbeiter/innen und Maschinen in der westsächsischen Textilindustrie, 1790-1914

Es gilt, das Verständnis der Industrialisierung im Allgemeinen einer Überprüfung zu unterziehen. Wie reagierten die Betroffenen auf die unbestreitbare Technisierung ihrer Arbeitsprozesse? Führte der Einsatz von Maschinen tatsächlich zu einer Abwertung ihrer Qualifikationen, zu einer nervtötenden fremdbestimmten Routinearbeit anstelle der weitgehend selbstbestimmten handwerklichen und Heimarbeit, die vorher dominiert hatte? Oder konnten die Arbeiter/innen ihre Autonomie behaupten, indem sie neue Fertigkeiten im Umgang mit Maschinen entwickelten, und vermochten sie daraus eventuell sogar ein neues Selbstbewusstsein abzuleiten? In theoretischer Perspektive zeigt sich, dass in der Tat viele soziale Beziehungen ohne die Berücksichtigung der Maschinen nicht adäquat verstanden werden können. So lassen sich die Streikbewegungen um 1900 ohne die technische Entwicklung der Zeit nicht hinreichend erklären, und die Maschinenproteste der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts werfen ein Schlaglicht auf die von der Mechanisierung bewirkten sozialen Veränderungen. Entscheidend waren letztlich die Verwendung der Maschinen, die Art und Weise ihrer Integration in bestehende Produktionsabläufe und das gesamtgesellschaftliche Umfeld (Arbeitsmarkt, soziale Absicherung, Bildungswesen etc.).

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der TU Chemnitz.

Manuel Schramm
„Gemeinschädlich“ und „nervtötend“ oder „treuer Hund“ und „bester Broterwerber“? Arbeiter/innen und Maschinen in der westsächsischen Textilindustrie, 1790-1914.
Universitätsverlag Chemnitz
ISBN 9783961001408

Presseartikel