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Gutachter und Strategen der Forschung

Drei Professoren der TU Chemnitz arbeiten derzeit ehrenamtlich in einem der 48 Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft

  • Prof. Dr. Michael Gehde, Prof. Dr. Birgit Awiszus und Prof. Dr. Andreas Schubert sind Mitglieder des Fachkollegiums 401 "Produktionstechnik". Foto: Stefanie Richter

Die 48 Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) haben sich nach einer der größten Online-Wahlen, die Ende 2011 stattfand, mittlerweile konstituiert. Unter den Mitgliedern dieser Fachkollegien befinden sich auch drei Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz, die in der Amtsperiode von 2012 bis 2015 in verschiedenen Fächergruppen des Fachkollegiums 401 "Produktionstechnik" arbeiten. Konkret sind es Prof. Dr. Birgit Awiszus (Fächer Ur- und Umformtechnik), Prof. Dr. Andreas Schubert (Fächer Mikro- und Feinwerktechnik, Montage-, Füge- und Trenntechnik) sowie Prof. Dr. Michael Gehde (Fach Kunststofftechnik), der wiedergewählt wurde und nun seine zweite Amtsperiode vor sich hat. "Für mich war bereits die Nominierung eine Ehre, deshalb habe ich mich natürlich sehr über die Wahl gefreut. Das ist auch eine Wertschätzung der eigenen bisherigen wissenschaftlichen Arbeit", sagt Awiszus. Ähnlich sehen dies auch ihre männlichen Mitstreiter im Fachkollegium.

Die Aufgabe der Fachkollegien ist an erster Stelle die wissenschaftliche Bewertung der eingehenden Projektanträge. "Das sind für unser Fachkollegium Produktionstechnik mit 15 Mitgliedern von zehn verschiedenen Universitäten immerhin 250 bis 300 Anträge pro Jahr", erläutert Awiszus. Zusätzlich seien die Fachkollegiaten auch in die anderen Begutachtungsverfahren eingebunden, etwa bei der Beantragung von Sonderforschungsbereichen oder Forschergruppen der DFG. "Dabei steht die fachliche Qualitätssicherung der Begutachtung an erster Stelle, damit in allen Disziplinen und über alle Programme der DFG hinweg nach vergleichbaren Kriterien bewertet wird", versichert Schubert und erläutert weiter: "Die Fachkollegien bewerten die Förderanträge an die DFG wissenschaftlich und formulieren auf dieser Basis eine abschließende Empfehlung für die Entscheidungsgremien der DFG."

"Daneben ist es für die DFG wichtig, dass die mehr als 600 Fachkollegiaten auch in den Strategieprozess zur Entwicklung von neuen bzw. zur Weiterentwicklung von bestehenden Forschungsfeldern und -strukturen eingebunden sind", sagt Gehde und fügt hinzu: "Wir können so als Vertreter unserer Fachdisziplinen die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kollegen in Bezug auf Änderungen oder Neuerungen im Fördersystem direkt an die DFG herantragen." Alle drei Chemnitzer Professoren freuen sich nun auf ihre spannende und vielseitige Aufgabe innerhalb der kommenden drei Jahre.

Weitere Informationen zu den Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft: http://www.dfg.de

Mario Steinebach
13.06.2012

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