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Deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
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Lehr-Lern-Verbundprojekt: "Der Freiberger Dom – Architektur als Sprache"
gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Bürger (Institut für Kunst- und Musikwissenschaft, TU Dresden) und Prof. Dr. Thomas Köhler (Medienzentrum, TU Dresden)
gefördert durch das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen
Ansprechpartnerin: Gesine Mierke
 
 
Welcher Sprache sich Architektur bedient oder ob Architektur selbst eine Sprache ist, war eine zentrale Fragen einer hochschulübergreifenden Lehrkooperation zwischen dem Institut für Germanistik und Kommunikation der TU Chemnitz, dem Institut für Kunst- und Musikwissenschaft und dem Medienzentrum der TU Dresden. Das Projekt fokussierte das praxisnahe Arbeiten, wobei den Studierenden mögliche Berufsperspektiven eröffnet werden sollten. Über intensiviertes Sehen und präzises Sprechen erfolgten forschungsrelevante Annäherungen an die Objekte, so dass Grundzüge des Projektmanagements und des interdisziplinären Arbeitens erlernt wurden.
Im Rahmen des Projekts wurden drei Seminare und mehrere Exkursionen nach Freiberg angeboten, die von die Arbeitsgruppen je nach Gegenstand besucht werden konnten.
Für den Bereich der Kunstgeschichte fanden an der TU Dresden zwei Seminare statt, die sich jeweils der Architektur (Master-Seminar: Prof. Dr. Stefan Bürger/Katarzyna Wieczorek) und den Bildwerken (Bachelor-Seminar: Nadine Schmidt) des Freiberger Doms widmeten. Beide Seminare knüpften an die Prämissen der jüngsten Forschung an, die davon ausgeht, dass sich die mittelalterliche Kirche nur im Gebrauch und das Bild nur im Vorgang des Betrachtens erschließen. Da der Vollzug der Liturgie, sakramentaler Handlungen sowie die Andacht zentrale Aufgaben der Sakralräume und ihrer Ausstattungen waren, bot es sich an, den Kirchenraum samt baugebundener Bildwerke als eine Art "visuellen Text" zu befragen, der Inhalte und Intentionen auf spezifische Weise in Formen übersetzt.
Von den Studenten wurde untersucht, inwieweit der Kirchenraum Rahmen und Wirkungsraum für die Ausstattungsgegenstände, aber auch für die Handlungen, möglicherweise sogar für Personen war. Über den Rahmen üblicher Analysen hinaus wurde der Raum nicht nur als "Behälter" seiner Funktionen gesehen, sondern es wurde untersucht, welche Formaspekte die Wahrnehmungen und Bewegungen der Betrachter beeinflussen und so im Sinne einer Sprache bestimmte Narrative und Bedeutungen selbst erzeugen.
Das germanistische Seminar fand an der TU Chemnitz statt (PD Dr. Gesine Schochow-Mierke/Sebastian Schwarz) und widmete sich vor allem dem Zusammenhang zwischen architektonischen Formen und sprachlichem Ausdruck sowie der erzählenden Dimension von Architektur allgemein. Grundsätzlich wurde nach der Übertragbarkeit von Sprachformen (Figuren und Tropen), Erzählmustern und -strukturen auf architektonische Zusammenhänge gefragt. Darüber hinaus ließen sich liturgische (Predigten) und paraliturgischen Texte (Geistliche Spiele), die im Kirchenraum zu verorten sind, als Gegenstände des Seminars auf ihre Performativität und Wirkabsicht hin befragen. Zudem wurden Grundlagen der Erzähl- und Literaturtheorie fokussiert, um auf dieser Basis, die Formensprache der Architektur des Freiberger Doms zu beschreiben und die "Erzählungen" der Bildwerke in den Blick zu nehmen.
Ein Ziel und Ergebnis des Projekts war eine 3D-Visualisierung der Forschungsergebnisse.

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