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Mathematik und Macht

TECHNISCHE UNIVERSITÄT CHEMNITZ
FAKULTÄT FÜR MATHEMATIK

ADAM RIES KOLLOQUIUM

 

Zum 20. Adam-Ries-Kolloquium der Fakultät für Mathematik der Technischen Universität Chemnitz sprach für alle Interessenten und Freunde der Mathematik und ihrer Historie

Herr Prof. Dr. W. Kirsch, Bochum

über das Thema

"Mathematik und Macht: Von Wählern, Ministern und Quadratwurzeln"

Zusammenfassung:

 Der Ministerrat ist neben dem Europaparlament das wichtigste gesetzgebende Organ der Europäischen Union. Je nach ihrer Größe haben die Mitgliedsstaaten im Rat unterschiedliches Stimmgewicht. Seit einigen Jahren ringen die Europäischen Staaten über den Abstimmungsmodus und die Stimmgewichte im Rat. Erst kürzlich überraschte die polnische Regierung die Öffentlichkeit mit der Formulierung: "Quadratwurzel oder Tod", mit der sie Stimmgewichte durchsetzen wollte, die der Quadratwurzel aus der Bevölkerungszahl der Mitgliedsstaaten entsprechen. Ähnliche Abstimmungssituationen findet man im Deutschen Bundesrat, im Wählmännergremium der USA und bei internationalen Organisationen, wie dem Internationalen Währungsfonds. Kann die Mathematik helfen, solche komplizierten Abstimmungssysteme, wie das Verfahren im Ministerrat, zu analysieren? Gelingt es mit Hilfe der Mathematik besonders "gerechte" Abstimmungsverfahren zu finden? In diesem Vortrag wollen wir mathematische Modelle für Abstimmungssysteme entwickeln und untersuchen. Daraus ergeben sich einerseits interessante mathematische Fragestellungen, andererseits Denkanstöße für die politische Praxis. Der Vortrag richtet sich nicht nur an ein mathematisches Fachpublikum, er kann in weiten Teilen auch ohne besondere Mathematikkenntnisse verstanden werden.

Der Vortrag fand am Donnerstag, dem 17. Januar 2008, um 18.00 Uhr, im Raum 2/N010, Neues Hörsaalgebäude, Universitätsteil Reichenhainer Straße, statt.

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