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875 Jahre Chemnitz – zwischen Spiegelschau und Zukunftsblick

Zur Vorbereitung und Durchführung des Stadtjubiläums im Jahr 2018 sind auch die Ideen der Mitglieder und Angehörigen der TU Chemnitz gefragt

2018 begeht Chemnitz den 875. Geburtstag der ersturkundlichen Erwähnung. Da es - wie in vielen anderen Städten auch - in Chemnitz keine Gründungsurkunde gibt, gilt die erste nachweisliche Erwähnung der Stadt im Jahr 1143 als Ausgangspunkt der Stadtgeschichte. Die Chemnitzerinnen und Chemnitzer sind nun eingeladen, das 875-jährige Jubiläum ihrer Stadt mitzugestalten und die Historie der Stadt erlebbar zu machen. Auch die Ideen der Mitglieder und Angehörigen der Technischen Universität Chemnitz sind dabei willkommen.

Erste Überlegungen finden sich in einem Konzept, das die fünf Themenräume HERAUSFORDERUNG, FORTSCHRITT, LIEBE, HÖCHSTLEISTUNG und FORM jeweils einem Quartier über mehrere Stadtteile hinweg zuordnet und beschreibt. In jedem der fünf Quartiere soll ein zentraler Projektraum eingerichtet werden, in dem sich die Akteure treffen, austauschen und vernetzen können. Insgesamt sollen so zahlreiche Veranstaltungen entstehen, wobei jedes Quartier auch einen Beitrag zur zentralen Festveranstaltung in der Innenstadt im Sommer des Jubiläumsjahres 2018 leisten soll. Zentraler Projektraum des Themenraumes HÖCHSTLEISTUNG ist zum Beispiel das Startup-Gebäude auf dem Technologie Campus der TU Chemnitz. Gerade hier ergeben sich viele Anknüpfungspunkte für Ideen aus der Universität.

Jeder, der sich beim oder für das Stadtjubiläum einbringen möchte, kann per Formblatt seine Idee(n) an 875@cwe-chemnitz.de mailen oder sich per Telefon an Lucia Schaub von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE), Telefon 0371 3660201, wenden. Bei ihr laufen die Organisationsfäden zusammen.

Übrigens: Am 9. Februar 2017 öffnet um 17 Uhr der zweite Projektraum für das Stadtjubiläum Im kleinen Renaissancesaal des Schloßbergmuseums, Schloßberg 12, begegnen sich die Akteure für den Themenraum FORM zum ersten Mal. Es sollen Ideen ausgetauscht und erste Projekte vorgestellt werden, wobei die FORM des Flusses genauso ein Thema sein kann, wie etwa verschiedene FORMEN von Begegnungen oder Darstellungen. Grundsätzlich gilt es, sich der Idee zu öffnen, ein Stadtjubiläum als breites und offenes Konzept zur Vorbereitung eines Rahmenprogramms für 2018 anzugehen, das sich dann das ganze Festjahr quer über alle Stadtteile entfalten soll. Der Themenraum FORM umfasst die Stadtteile Schloßchemnitz, Kaßberg, Altendorf, Rottluff, Furth, Borna-Heinersdorf, Röhrsdorf und Wittgensdorf. Grundsätzlich stehen laut Aussage der CWE alle Themenräume der gesamten Stadtgesellschaft für den Austausch, die Vernetzung und für die gemeinsame Projektumsetzung offen.

Stichwort: 875 Jahre Chemnitz

Die erste nachweisliche Erwähnung von Chemnitz im Jahre 1143 war die Verleihung des Marktprivilegs, wenngleich erste schriftliche und archäologische Hinweise auf die Besiedelung des späteren Stadtgebietes existieren, so z.B. die Kirche und das Kloster auf dem Schloßberg. Kaiser Lothar gründete vermutlich 1136 das Kloster und stattete es mit Grundbesitz aus. Das war der Ausgangspunkt für die weitere Besiedlung des Umlandes.

Der Nachfolger Kaiser Lothars, König Konrad III., bestätigte im Jahr 1143 die Gründung des Klosters, wodurch der „Raum“ Chemnitz erstmalig urkundlich genannt wird. Dem Kloster wurde ein Gebiet zur wirtschaftlichen Versorgung zugewiesen und vom König ein Marktprivileg verliehen. Dieses Marktprivileg lässt auf den königlichen Stadtgründungswillen schließen, gilt aber nicht als Gründungsdokument für die mittelalterliche Stadt, sondern lediglich als Vorstufe.

Mario Steinebach
02.02.2017

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