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"14–18 WAR WAS. Mit Licht geschossen"

Chemnitzer Rathaus präsentiert ab 5. Februar Fotografien aus dem Ersten Weltkrieg – Projekt wird von Philosophischer Fakultät unterstützt – Alle Tafeln werden auch zum Chemnitzer Friedenstag gezeigt

Mit „14–18 WAR WAS. Mit Licht geschossen“ findet vom 5. Februar bis zum 5. März 2019 eines der außergewöhnlichsten Chemnitzer Ausstellungsprojekte der letzten Jahre einen weiteren Abschluss. Seit August 2014 wurde bereits jeden Monat eine umfassend kommentierte und das Zeitgeschehen reflektierende Fotografie aus der Zeit zwischen 1914 und 1918 im Tietz präsentiert. Im Chemnitzer Schlossbergmuseum sind derzeit alle 52 Fotografien in einer Schau vereint. Und ab 5. Februar wird auch das Chemnitzer Rathaus diese Fotografien auf Tafeln in fünf Staffeln präsentieren: 5. bis 11. Februar (Kriegsjahr August 1914 bis Juli 1915), 12. bis 18. Februar (Kriegsjahr August 1915 bis Juli 1916), 19. bis 25. Februar (Kriegsjahr August 1916 bis Juli 1917) und 26. bis 04. März (Kriegsjahr August 1917 bis Juli 1918). Am Chemnitzer Friedenstag, dem 5. März 2019, steht der Kriegszeitraum August 1918 bis November 1918 im Fokus. Im Ausstellungsraum des Rathauses werden Fotos aus den letzten Kriegsmonaten gezeigt, zudem werden alle Tafeln auf dem Chemnitzer Neumarkt ausgestellt. Am 12., 19. und 26. Februar sind jeweils um 16:30 Uhr moderierte Themengespräche zu Krieg und Frieden angesetzt.

Zwischen Mobilmachung und Kapitulation

Die Fotos, die Geschehnisse des Ersten Weltkrieges abbilden, nahmen unterschiedliche Bildautoren auf: Offizielle Propaganda- und Pressefotografie findet sich ebenso, wie individuell „geschossene“ Kleinbild-Fotografie in authentischen, teils lebensgefährlichen Alltags- und Notsituationen. Die Auswahl der Bilder aus dem Bestand des Museums erfolgte unter einem ganz bewusst formulierten Kriterium: Die historischen Aufnahmen sollten zeigen, was die Chemnitzer Bevölkerung in den entsprechenden Monaten zwischen Mobilmachung und Kapitulation von den Kriegsereignissen zur Kenntnis nehmen konnte und musste – von scheinbar banalen Alltagserscheinungen in der Stadt bis hin zum Horror an den Fronten.

Ausstellungseröffnung im Chemnitzer Rathaus am 5. Februar

Zur Eröffnung der Exposition am 5. Februar um 16:30 Uhr im Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Rathauses begrüßt Prof. Ulrike Brummert, docteur d'État, und stellt das gemeinsame Projekt der Romanischen Kulturwissenschaft der TU Chemnitz und des Schlossbergmuseums vor. Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Dekan der Philosophischen Fakultät der TU, spricht im Anschluss ein Grußwort. Prof. Dr. Andreas Pehnke von der Universität Greifswald referiert danach zu Wilhelm Lamszus „Das Menschenschlachthaus“ (1912). M. Mert Güney umrahmt die Eröffnung mit Gesang und Akustikgitarre.

Die Ausstellung wird vom 5. Februar bis 5. März 2019 im Rathaus von montags bis donnerstags, 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Jeden Dienstagsnachmittag ist das Team ENT_RÜSTET für alle zusätzlichen Informationen bereit. Und am 5. März, dem Chemnitzer Friedenstag, steht im Rathaus und auf dem Neumarkt  von 11 bis 17:30 Uhr jeweils ein Ansprechpartner der Philosophischen Fakultät für Erläuterungen, Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt: http://www.14-18warwas.de

Mario Steinebach
04.02.2019

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