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Chemnitzer NMUN-Delegation gehört zu den besten Teams der Welt

Bei der weltweit größten und professionellsten Simulation der Vereinten Nationen in New York erhielt das Team der TU Chemnitz sieben Auszeichnungen

Die studentische Delegation der Technischen Universität Chemnitz zählt mit sieben Preisen zu den besten Teams, die vom 18. bis 22. März 2018 an der National Model United Nations (NMUN)-Konferenz in New York teilgenommen haben. In diesem Wettstreit mit unzähligen, darunter sehr namhaften Universitäten aus der ganzen Welt glänzte das Team – wie auch in den Jahren zuvor – mit einem hohen Niveau. An der realitätsgetreuen UN-Simulation nehmen jedes Jahr nahezu 5.500 Studierende von mehr als 400 Hochschulen teil.

Während der viertägigen Konferenz haben die Chemnitzer Delegierten in diesem Jahr die Position der Demokratische Republik Kongo vertreten, Reden in der Konferenzsprache Englisch gehalten, Kompromisse ausgehandelt und Resolutionen sowohl verfasst als auch verabschiedet. NMUN vergibt zwei verschiedene Arten von bedeutenden Awards: zum einen die Auszeichnung für die gesamte Leistung der Delegation während der Simulation in allen Komitees und zum anderen für jedes Komitee einen Award für die Vorbereitung. Dieses Jahr wurde die TU Chemnitz erstmals mit sieben Preisen ausgezeichnet  und gehört damit zu besten NMUN-Teams der Welt.
 
Die Delegation wurde in sechs Komitees mit einem „Position Paper“ Award geehrt, der für die exzellente Vorbereitung der Delegierten der im Komitee behandelten Themen vergeben wird. In der Generalversammlung wurde der Wirtschafts- und Finanzausschuss (GA2), der Ausschuss für soziale, humanitäre und kulturelle Fragen (GA3) und der Verwaltungs- und Haushaltsausschuss (GA5) jeweils ausgezeichnet. Darüber haben die Chemnitzer Delegierten je einen Award für die Vorbereitung in der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), der UN-Umweltversammlung (UNEA) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) erhalten. Für die Leistung als gesamte Delegation während der Konferenz wurde die TU Chemnitz  mit einem weiteren Award geehrt.

„Damit hat die TU Chemnitz die bisher beste Leistung bei der National Model United Nations-Simulation erzielt, mehr geht nicht“, freut sich Jakob Landwehr, Mitarbeiter der Professur für Internationale Politik der TU und Faculty Advisor der Chemnitzer Delegation. Die TU Chemnitz sei die einzige sächsische Universität, die an der NMUN-Konferenz teilnahm – und das bereits zum 15. Mal in Folge.

Um in New York gebührend bestehen zu können, bereitete sich die gesamte Chemnitzer Gruppe seit Anfang November 2017 in wöchentlich stattfindenden, mehrstündigen Sitzungen auf die UN-Konferenz vor. Schwerpunkte dabei waren der Sitzungsablauf und das UN-Regelwerk sowie die Positionen der Demokratischen Republik Kongo zu den in den Komitees zu behandelnden Themen. Doch bevor es auf das politische Parkett nach New York ging, wurde das Erlernte noch bei Probesimulationen in Deutschland unter Beweis gestellt.

Im Vorfeld ihrer Reise zum Sitz der UN flog die Delegation in die Hauptstadt der USA, wo sie ihren Vorbereitungen den letzten Feinschliff verpasste. In Washington besuchte das Team unter anderem die Deutsche Botschaft, den Internationalen Währungsfonds, das Kapitol und verschiedene Think Tanks. In New York besuchte die Delegation die Ständige Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen, das Department of Public Information (DPI) of the United Nations, die Konrad-Adenauer-Stiftung und besichtige den UN-Sicherheitsrat und den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen.
 

Stichwort: UN-Simulation „National Model United Nations“

Die National Model United Nations-Simulation (NMUN) ist ein Planspiel und dabei älter als die UN selbst. Die Vorgänger der heutigen Konferenz haben bereits 1927 die League of Nations simuliert. In über 40 Ländern der Welt werden mittlerweile in Schulen und Universitäten sogenannte „Model United Nations“ (MUNs) veranstaltet. Unter diesen zahlreichen UN-Konferenzen ist NMUN in New York die größte und professionellste Veranstaltung überhaupt. Darüber hinaus dürfen die Teilnehmer der NMUN-Konferenz im traditionsreichen Saal der Generalversammlung im UN-Hauptgebäude in New York tagen und dort ihre Abschlussveranstaltung abhalten. Das Hauptziel dieser Simulationskonferenzen ist es, sich offen und unvoreingenommen mit den Positionen anderer Länder und Kulturen auseinanderzusetzen, die komplexen Zusammenhänge internationaler Sachverhalte und Verhandlungen zu erleben, aber auch Verhandlungsgeschick und diplomatisches Feingefühl unter Beweis zu stellen.

Seit 2004 nehmen Delegationen der TU Chemnitz an der NMUN teil und wurden dafür bereits mehrfach mit Awards ausgezeichnet. Die TU Chemnitz ist die einzige sächsische Universität, die sich Jahr für Jahr dieser Herausforderung stellt. In der Vergangenheit präsentierten die Delegationen der TU Chemnitz folgende Länder: Mazedonien, Georgien, Estland, Vietnam, Vereinigte Arabische Emirate, Israel, Namibia, Ukraine, Türkei, Kasachstan, Libyen, Mali, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik und zuletzt die Demokratische Republik Kongo.

Die Chemnitzer Studierenden berichteten in einem Reisetagebuch von ihren Erlebnissen in Washington DC und New York: https://www.tu-chemnitz.de/nmun/tagebuch2018.php

Eine Instastory ist als Favorit im Instagram-Kanal der TU Chemnitz (@tuchemnitz) in der Instagram-App verfügbar.

Homepage des Chemnitzer NMUN-Teams: http://www.tu-chemnitz.de/nmun

Weitere Informationen erteilt Jakob Landwehr, E-Mail jakob.landwehr@phil.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
24.03.2018

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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