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Die Zukunft Europas – in den USA diskutiert

Prof. Dr. Birgit Glorius vom Institut für Europäische Studien spürte während ihrer Vortragsreise eine hohe Leidenschaft des Publikums am internationalen Austausch

Von einer einwöchigen Vortragsreise durch die USA zurückgekehrt ist Jun. Prof. Dr. Birgit Glorius vom Institut für Europäische Studien der Technischen Universität Chemnitz. Auf Einladung des American Council on Germany besuchte sie die Standorte Charlotte/NC, Philadelphia/PA und Minneapolis/MN und absolvierte verschiedene Vortragsveranstaltungen, Seminare und Podiumsdiskussionen zum Thema Migration in die Europäische Union und Auswirkungen auf den europäischen Integrationsprozess.

Das American Council on Germany ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation die den transatlantischen Dialog zwischen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Staat, Wissenschaft und Medien fördert. Die Vereinigung wurde 1952 durch Eric M. Warburg gegründet, um nach den zwei Weltkriegen den Aufbau von Vertrauen zwischen den USA und Deutschland zu fördern. Die Bedeutung dieser Aktivitäten, so Jun. Prof. Dr. Birgit Glorius, ist auch im 21. Jahrhundert nicht geringer geworden. So wurden rund um ihr Vortragsthema zu „Migration, Mobilität und Asyl als Herausforderungen für den Europäischen Integrationsprozess“ verschiedene Entwicklungen thematisiert, die auch für die USA relevant sind, wie etwa die aktuelle politische Entwicklung in Europa mit den flächendeckenden Wahlerfolgen rechtspopulistischer Parteien.

Den Abschluss der Vortragsreise bildete eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in Minneapolis, die unter dem Titel „Die Zukunft Europas“ amerikanische und europäische Europa-Expertinnen und -Experten versammelte, um sich der Diskussion zu stellen. Ausrichter war die zivilgesellschaftliche Vereinigung „Global Minnesota“, deren Ziel die internationale Verständigung und globales Engagement auf zivilgesellschaftlicher Ebene ist. Die Vereinigung richtet Bildungsveranstaltungen mit partizipativen Charakter aus, unter anderem die sogenannte „Great Decisions Conferences“, die sich jeweils unterschiedlichen globalen Schwerpunktthemen oder Weltregionen widmen.

„Das Informationsniveau und die Leidenschaft des Publikums am internationalen Austausch war beeindruckend“, so Glorius. Es wurde eine Vielzahl von Fragen gestellt, die von der Diskussion der jüngsten Wahlen in Europa über die Themen Flucht und Asyl bis hin zur deutschen Position im internationalen Klimaschutz und zu nachhaltiger Wirtschaftsförderung reichte.

Das Format der „Great Decisions Conference“ ist ein gutes Vorbild für die aktuellen Bestrebungen des Instituts für Europäische Studien, einen Bürgerdialog zur Zukunft Europas zu initiieren, der im Mai 2018 zur Verabschiedung eines Bürgermanifests zur Zukunft Europas führen soll.

Mario Steinebach
13.11.2017

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