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Preisgekrönte Anlagentechnik für zukunftsweisende Materialentwicklungen

Baden-Württembergischer Anlagenbauer erhält "Innovation Award" der JEC Group – Entwicklungspartner ist die Stiftungsprofessur Textile Kunststoffverbunde an der TU Chemnitz

Vom 21. bis 23. September 2016 fand zum ersten Mal die EXPERIENCE COMPOSITES powered by JEC Group mit dem Fokus auf High Performance Composites und Leichtbau in der Messe Augsburg statt. Mit einem Netzwerk von 250.000 Fachleuten ist die JEC-Group die größte Faserverbund-Organisation der Welt. Sie repräsentiert, vermarktet und hilft Verbund-Märkte zu entwickeln durch globale und lokale Vernetzung und Informationsdienste. In den letzten 20 Jahren erreichte die JEC ein kontinuierliches Wachstum und erwarb sich einen internationalen Ruf. Im Rahmen des neu konzipierten „Multi-Location-Events“ in Augsburg wurden Unternehmen mit dem "Innovation Award" der JEC Group ausgezeichnet, welche durch ihre Neuentwicklungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automotive und Transport, Windenergie, Medizintechnik, Bau und Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau besondere Aufmerksamkeit erzielten. Die Verleihungszeremonie bot eine Plattform auf internationaler Ebene mit hoher Öffentlichkeitswirksamkeit zur Akquise von nationalen sowie internationalen Projektpartnern und Kunden.

In der Kategorie "Semi-Product Equipment" wurde die Firma M&A Dieterle GmbH mit Sitz in Ottenbach für ihre herausragende Technologie: „Torque-Fibre-Winding: on-demand textile UD prepreg prototyping“, eine Entwicklung, welche in enger Kooperation mit dem Forscherteam der Stiftungsprofessur Textile Kunststoffverbunde der TU Chemnitz umgesetzt wurde, geehrt.
Dietmar Dieterle, Geschäftsführer der M&A Dieterle GmbH fasst die Veranstaltung wie folgt zusammen: "Die Kombination von Wirtschaft und Wissenschaft ist gelungen. Der gewonnene Award bestätigt unseren interdisziplinären Weg des Austausches mit zum Beispiel dem IFB an der Universität Stuttgart und mit der Universität in Chemnitz.“

Resultat der gemeinsamen Arbeiten ist der Prototyp einer Torque-Fibre-Winding (TFW)-Anlagentechnik, welcher für die Herstellung anforderungsgerechter UD-Prepregs zunächst in der Materialkombination CF/PA6 erfolgreich zum Einsatz gebracht werden konnte. Das TFW-Verfahren stellt durch seine ressourcenschonende Prozesskette mit bedarfsgerecht skalierbaren Anlagemodulen, welche eine hohe Variabilität der herstellbaren UD-Prepregs erlauben, eine abfallreduzierende Verfahrenstechnik zur Herstellung textilbasierter Halbzeuge dar. Durch die partielle Fixierung des hoch ausgespreizten CF-Roving auf feinem Vliesstoff entsteht eine dünnschichtige, biegeschlaffe, textile Flächenkonstruktion. Minimale Einzelschichtdicken gestatten dabei die Generierung größtmöglicher Freiheitsgrade bei der lastpfadgerechten Strukturauslegung von CF-verstärkten thermoplastischen Leichtbauprodukten. Der äußerst geringe Produktionsflächenbedarf sowie die Prozesskompatibilität zu diversen, allgemein üblichen Verbundwerkstoffpaarungen prädestinieren die TFW-Anlagentechnik für die Herstellung von UD-Prepregs für die Verarbeitung zur Dünnschichtlaminaten besonders im Bereich der Werkstoff- und Materialentwicklung.

Weitere Informationen erteilt Angelika Kolonko, E-Mail angelika.kolonko@mb.tu-chemnitz.de

(Autorin: Angelika Kolonko)

Mario Steinebach
15.10.2016

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