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Germanos Team auf Erfolgskurs

Konrad Vanselow, TU-Mitarbeiter und Mitglied in Germanos Team vom Universitätssport, sicherte sich den Weltmeistertitel der Abu Dhabi World Professional Jiu-Jitsu Championship

  • Nach seinen Erfolgen bei der Europameisterschaft in Lissabon Anfang des Jahres darf sich TU-Mitarbeiter und Mitglied in Germanos Team Konrad Vanselow über weitere Medaillen freuen: Bei der Professional Jiu-Jitsu Championship erkämpfte sich er den Weltmeistertitel in der Gewichtsklasse +94 Kilogramm und den dritten Platz in der Open Class. Foto: privat
  • Damit Germanos Team internationale Erfolge erzielt, ist ein intensives, kontinuierliches Training notwendig. Unter der Leitung von Trainer Renato Germano (rechts) wird fünf bis sechs Mal die Woche ein Technik-Training und zusätzlich zwei Mal pro Woche die generelle Fitness trainiert. Foto: privat

Erst kürzlich bei der Europameisterschaft, die im Januar 2016 in Lissabon stattfand, feierte Konrad Vanselow, Mitarbeiter an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, diverse Erfolge: In seiner damaligen Gewichtsklasse +110 Kilogramm erkämpfte er sich den Europatitel; in der Kategorie Open Class, die für alle Gewichtsklassen zugänglich ist, wurde er Vize-Europameister. Doch diese Titel sollten noch nicht das Ende seiner Siegessträhne für 2016 bedeuten: Bei der Professional Jiu-Jitsu Championship, die dieses Jahr im April in Abu Dhabi ausgerichtet wurde, räumte er den Weltmeistertitel in der Gewichtsklasse +94 Kilogramm ab und belegte obendrein den dritten Platz in der Open Class. Ein Ergebnis, über das Trainer Renato Germano, der neben Vanselow und seiner Frau Andresa Germano bei der Championship ebenfalls an den Start ging, deutlich zufrieden ist. Aber bestanden beim Trainer während des Kampfes Zweifel, ob Vanselow den Titel nach Chemnitz bringen würde? Germano verneint: „Obwohl seine Konkurrenz nicht zu unterschätzen war, war ich nicht überrascht über den Sieg von Konrad Vanselow – als Trainer entwickelt man mit der Zeit ein Gespür dafür, wie die Chancen des Schülers innerhalb eines Kampfes stehen. Ich freue mich sehr über den gewonnenen Titel, denn so ein Erfolg bedeutet gleichsam ein Sieg für das ganze Team.“

Doch um sich seiner Sache so sicher sein zu können, bedarf es hartes Training, das Germanos Team auch für die World Professional Jiu-Jitsu Championship nicht schleifen ließ. „Obwohl die Europameisterschaft sehr erfolgreich für uns verlaufen ist, haben wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausgeruht“, verdeutlicht der 37-jährige Germano, der an der Professur Bewegungswissenschaft der TU beschäftigt ist. „Wir absolvierten weiterhin fünf bis sechs Mal die Woche ein Technik-Training, wozu die Fallschule sowie Wurf-, Hebel- und Würgetechniken zählten. Daneben haben wir auch das funktionelle Training nicht vernachlässigt – zwei Mal die Woche widmeten wir uns unserer generellen Fitness und dem Muskeltraining.“

Dass sich das intensive Training auszahlt, ist an den zahlreichen Erfolgen des Teams abzulesen. Alleine im vergangenen Jahr sicherten sich die Kämpfer vier Europameistertitel, ein Deutschmeistertitel und fünf Ostdeutschmeistertitel. Und auch für das Jahr 2016 steht noch einiges auf dem Plan. „Im Mai und im Juni bereiten wir uns auf die Grappling Championship in Limburg und die British National Jiu-Jitsu in London vor“, blickt Germano voraus. „Besonders freuen wir uns außerdem auf die World Master Jiu-Jitsu in Las Vegas im August, bei der wir trotz der harten Konkurrenz auf einige Siege hoffen.“

Auch für Nachwuchs will gesorgt sein, damit Germanos Team noch lange erfolgreich bleibt: Wer sich für das Brazilian Jiu-Jitsu, eine südamerikanische Abwandlung der waffenlosen Kampfsportart Jiu-Jitsu mit Schwerpunkt auf den Bodenkampf, interessiert, kann ein Probetraining bei Germano vereinbaren. „Auch Anfänger sind bei uns willkommen“, betont der Trainer. „Interessenten, die sich vorher noch nie mit dem Jiu-Jitsu beschäftigt haben, werden zunächst mit den Basics vertraut gemacht.“ Und auch bezüglich der mangelnden Stärke und des eher geringen Körpergewichts muss man sich als Neueinsteiger keine Sorgen machen: „Beim Brazilian Jiu-Jitsu verwendet man das Gewicht und die Stärke des Gegners gegen ihn selbst. Dadurch ist nicht allein die Gewichtsklasse ausschlaggebend, es können sich auch scheinbar körperlich schwächere oder leichtere Personen gegen schwerere Gegner behaupten“, erklärt Germano.

Weitere Informationen zum Probetraining bei Germano sind innerhalb des Universitätssports im Sommersemester 2016 http://www.buchsys.de/chemnitz/angebote/aktueller_zeitraum zu finden.

(Autorin: Sabrina Schäfer)

Katharina Thehos
06.05.2016

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