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Wenn Wirtschaft und Kultur vereint werden

TU-Absolventin Lisa Frenzel wurde für die theoretische Zusammenführung von wirtschaftlichen und kulturellen Aspekten in ihrer Masterarbeit mit dem Marie-Pleißner-Preis ausgezeichnet

„Mein wissenschaftliches Forschungsinteresse gilt der Verbindung von Wirtschaftsinformatik und Big Data mit Kunst und Kultur“, macht TU-Absolventin Lisa Frenzel deutlich. Die 27-Jährige absolvierte nach ihrem Bachelorstudium der Wirtschaftswissenschaften ein Masterstudium des Kundenbeziehungsmanagements an der TU Chemnitz und schloss dieses im Oktober 2014 ab. Der Studienschwerpunkt lag somit auf dem Bereich der Wirtschaftsinformatik sowie des Marketings. „Das Gesamtkonzept meines Studiums war sehr schlüssig und mir wurde fundiert Theorie und wissenschaftliche Methodik vermittelt. So arbeitete ich viel mit Software und erlernte relevante Tools, die als praktisches Handwerkszeug das Verbindungsstück zur Umsetzung wissenschaftlicher Theorie sind“, erklärt Frenzel. In ihrer Masterarbeit mit dem Titel „Der Einfluss von Unternehmenskultur auf die Nutzung von Informationssystemen“ untersuchte sie am Beispiel von kleinen und mittelständischen Unternehmen, inwiefern die Unternehmenskultur mit der Nationalkultur verbunden ist und in welchem Maße sie als Einflussfaktor für unternehmensspezifisches Nutzerverhalten gilt. „Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Organisationskultur von KMU tatsächlich eine starke Bedeutung für Informationssysteme und deren Nutzung hat. Zudem spielt auch die deutsche Nationalkultur eine große Rolle, denn bis heute ist die Zeitspanne der innerdeutschen Teilung länger als die seit der Wiedervereinigung. Diese Tatsache prägt Unternehmen und ihre kulturellen Wertmuster in einem gewissen Maß mit. Um weitere fundierte Ergebnisse in diesem Bereich zu erhalten, wäre jedoch eine weiterführende, komplexe Erhebung mit größerer Stichprobe empfehlenswert“, resümiert die Absolventin.

Für die Anfertigung ihrer Masterarbeit wurde Frenzel mit dem Marie-Pleißner-Preis ausgezeichnet, der an Nachwuchswissenschaftlerinnen mit hervorragenden Abschlussarbeiten verliehen wird. Die Preisträgerin freut sich über ihre erste akademische Auszeichnung: „Ich war sehr überrascht und habe mich zugleich geehrt gefühlt. Es ist eine schöne Art der Belohnung für harte Arbeit.“ Nun arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Wirtschaftsinformatik I – Geschäftsprozess- und Informationsmanagement, betreut selbst Abschlussarbeiten in dem Bereich und bietet jedes Semester eine Übungsveranstaltung für jetzige Studierende der Wirtschaftswissenschaften an. „Momentan bin ich darüber sehr glücklich, wie es ist. Mein Team ist toll und ich habe mich gut eingefunden. Außerdem schätze ich an dem wissenschaftlichen Umfeld die Arbeitsmoral. Wissen wird geteilt und jeder ist da, um voranzukommen“, erklärt Frenzel.

Auch zu Studienzeiten war die gebürtige Karl-Marx-Städterin daran interessiert, neue Ideen zu generieren und interdisziplinär zu arbeiten. So absolvierte sie im Jahr 2010 ein sechsmonatiges Praktikum bei der Leipziger Messe im Rahmen der Ausstellung "modell-hobby-spiel" und erfuhr, wie die Bereiche Kommunikation, IT und Marketing eine Symbiose eingehen können. Den Kontakt zur Messe hielt sie auch nach Beendigung des Praktikums aufrecht und bekam drei Jahre später die Möglichkeit, erneut Teil eines Großprojektes der Leipziger Messe zu werden. „Während meines Masterstudiums legte ich ein Urlaubssemester ein, um in den Bereichen Hospitality Management sowie Veranstaltungsmanagement der Messe weitere Praxiserfahrungen zu sammeln. Es war eine tolle Erfahrung“, erinnert sich Frenzel. Mit dem Praktikum verlegte Frenzel zudem ihren Wohnort nach Leipzig und lebt noch heute dort. Seit 2013 ist sie Ensemblemitglied im Leipziger Bürgerbühnentheater und wirkt bei vier bis fünf Auftritten pro Spielzeit mit. Auch arbeitspraktisch profitierte sie von der Kulturvielfalt Leipzigs und war direkt nach Abgabe der Masterarbeit kurzzeitig bei „HALLE 14 – Zentrum für Zeitgenössische Kunst“ tätig. Mit ihrem wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund konnte sie erfahren, wie Wirtschaft und Kultur vereint werden.

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(Autorin: Katharina Preuß)

Mario Steinebach
21.04.2016

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