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Neues Netzwerk der Diskurslinguistik

Dr. Christian Pentzold, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienforschung der TU, bringt seine Expertise ein

Die Diskurslinguistik als relativ neue Teildisziplin der germanistischen Linguistik beschäftigt sich mit der Frage, wie soziale Wirklichkeiten in transtextuell organisierten Einheiten konstruiert werden. Bis-her finden dabei noch kaum Texte aus digitalen Medien wie Facebook, Twitter und Wikipedia Berücksichtigung. Ein neues Netzwerk vereint nun Wissenschaftler aus Deutschland, Slowenien und der Schweiz, die in ihren Projekten an der Analyse digitaler Diskurse arbeiten und dabei digitale Methoden der Korpuslinguistik bzw. „Digital Methods“ nutzen. Zu den 15 Akteuren gehört Dr. Christian Pentzold, der seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienforschung der Technischen Universität Chemnitz ist. Davor hat er an der TU Chemnitz, der University of Stirling und der University of Oxford studiert bzw. geforscht. Zugleich ist er assoziierter Forscher am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, Berlin. Schwerpunkte seiner Forschung liegen in den Bereichen Online-Kommunikation, Gemeingüterproduktion, Aneignung neuer Medien und Internetgovernance.

Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützten Netzwerks ist es, das Programm und das Methodeninventar der Diskurslinguistik in zwei Richtungen zu erweitern: Zum einen sollen die spezifischen Beschreibungskategorien und Analysewerkzeuge für Diskurse in digitalen Medien wie Links und Hashtags systematisiert werden. Zum anderen sollen Methoden und Instrumente der Korpuslinguistik und Digital Methods im Hinblick auf die Anforderungen der Diskurslinguistik evaluiert und ausgebaut werden. „Dies sollen durch Fallstudien, die aus laufenden Projekten aller Mitglieder unseres Netzwerks gespeist werden und die durch den Bezug auf gemeinsame Fragestellungen und Schwerpunkte der Arbeitstreffen aufeinander bezogen sind, geleistet werden.“, erläutert Pentzold. Die Ergebnisse werden mit einschlägigen Experten und Kooperationspartnern diskutiert, um digitale Sprachressourcen mit Blick auf die Analyse von digitalen Diskursen bzw. digitalen Analysen von Diskursen auszubauen. Um die Ziele des Netzwerks zu verfolgen, sind in den kommenden drei Jahren mehrere Arbeitstreffen vorgesehen.

Weitere Informationen erteilt Christian Pentzold, Telefon 0371 531-38798, E-Mail christian.pentzold@phil.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
12.04.2016

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