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Den Sieg erkämpft

Das Brazilian Jiu-Jitsu Team der TU Chemnitz um Trainer Renato Germano brachte auch dieses Jahr wieder einen Europameistertitel nach Hause – und ist hochmotiviert für 2016

  • Konrad Vanselow, Mitarbeiter an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz, sicherte sich bei der diesjährigen Brazilian Jiu-Jitsu Europameisterschaft in Lissabon den zweiten Platz in der Kategorie „Open Class“. Foto: privat

Die IBJJF Europameisterschaft – das größte brasilianische Jiu-Jitsu Turnier des Jahres – ging dieses Jahr vom 20. bis 24. Januar in Lissabon in eine neue Runde. Dabei sprengte die Teilnehmeranzahl neue Rekorde: Mehr als 3.500 Athleten kämpften um die Europameistertitel im Brazilian Jiu-Jitsu, eine südamerikanische Abwandlung der waffenlosen Kampfsportart Jiu-Jitsu, die den Schwerpunkt auf den Bodenkampf legt. Unter den Teilnehmern befand sich auch dieses Jahr wieder ein Team vom Universitätssport der TU Chemnitz, das mit acht Kämpfern verschiedener Gewichts- und Gurtklassen vor Ort war. Bereits 2015 konnte das Team vier Europameistertitel mit nach Hause bringen. Drei der amtierenden Europameister, Denny Teubel, Christopher Alt und Mario Wolf, waren 2016 wieder mit von der Partie, um ihre Titel zu verteidigen. Zwar konnten sie nicht an ihre Erfolge im vergangenen Jahr anknüpfen, das bedeutete aber keinesfalls, dass das Team dieses Jahr leer ausging: Konrad Vanselow, Mitarbeiter an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, konnte das Finale für sich entscheiden und gewann den Europatitel in seiner Gewichtsklasse +110 Kilogramm – „Ultra Heavy Weights“. Doch ein Titel war ihm nicht genug: Weiterhin wurde er Vize-Europameister in der Kategorie Open Class, die für alle Gewichtsklassen zugänglich ist. Denn beim Jiu-Jitsu, übersetzt „sanfte Kunst“, gilt nicht das Prinzip „der Stärkere gewinnt“ - stattdessen werden das Gewicht und die Stärke des Gegners gegen ihn selbst verwendet.

Auch Trainer Renato Germano gab sich bei der diesjährigen Europameisterschaft die Ehre und trat zum ersten Mal bei den Schwarzgurten – eine Gurtklasse, die unter die Meistergrade fällt - an, konnte aber den Kampf nach Punkten nicht für sich entscheiden. Germano, der seit knapp sechs Jahren in Chemnitz lebt und gerade an der TU im Bereich Bewegungswissenschaften promoviert, ist trotzdem sehr zufrieden mit den Erfolgen seines Teams – und das gilt nicht nur für die Leistungen während der diesjährigen Europameisterschaften. „Letztes Jahr haben wir uns vier Europameistertitel, ein Deutschmeistertitel und fünf Ostdeutschmeistertitel erkämpft, das ist eine große Leistung“, betont der 37-Jährige, der bereits einen Weltmeistertitel im Kickboxen gewonnen hat.

Ursprünglich war Germanos Grundgedanke bei der Gründung des Brazilian Jiu-Jitsu Teams in Chemnitz, den Kampfsport freizeitsportlich zu betreiben. Doch mittlerweile spielt auch der Leistungsgedanke eine zentrale Rolle. Dafür ist ein hartes und zeitintensives Training nötig, erklärt Germano: „Wir trainieren fünf bis sechs Mal die Woche die Technik – dazu zählen die Fallschule sowie Hebel-, Würge- und Wurftechniken. Hinzu kommt das funktionelle Training, das zwei Mal die Woche trainiert wird und bei dem die generelle Fitness und das Muskeltraining im Vordergrund stehen.“ Das intensive Training ist in Anbetracht der Pläne des Teams für 2016 durchaus nachzuvollziehen. „Dieses Jahr hat mit der Europameisterschaft in Lissabon gerade erst angefangen“, berichtet Germano und ergänzt: „Neben vielen anderen Turnieren werden wir im April beim Abu Dhabi PRO, einer professionellen brasilianischen Jiu-Jitsu Meisterschaft, mit drei Kämpfern vor Ort sein.“ Hier treten neben Renato Germano auch Andresa Germano und Konrad Vanselo an. „Weiterhin findet im August die Weltmeisterschaft in Las Vegas statt, die wir uns nicht entgehen lassen werden“, so der Promovend.

(Autorin: Sabrina Schäfer)

Katharina Thehos
05.02.2016

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