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Ein Agrarwissenschaftler aus Leidenschaft

Vor 200 Jahren wurde Ernst Theodor Stöckhardt geboren, der an der Königlichen Gewerbschule in Chemnitz elf Jahre die landwirtschaftliche Abteilung leitete

Ernst Theodor Stöckhardt, der 1850 an der Königlichen Gewerbschule in Chemnitz die Leitung der landwirtschaftlichen Abteilung übernahm, erblickte am 4. Januar 1816 in Budissin – dem heutigen Bautzen – das Licht der Welt. Der Sohn des Pastors Gerhard Heinrich Jacobjan Stöckhard und dessen Frau Erdmuthe Wilhelmine besuchte in seiner Heimatstadt das Gymnasium, das er jedoch auf Grund eines Lungenleidens eher verlassen musste. Danach zog es ihn in die Landwirtschaft. Nach Lehrjahren und der Arbeit auf mehreren Rittergütern eröffnete er 1847 ein privates landwirtschaftliches Institut. Am 1. September 1850 wurde er an der Königlichen Gewerbschule in Chemnitz als Lehrer für die verschiedene Zweige der Landwirtschaft angestellt, hier wurde er auch zum Professor ernannt. Landwirtschaftliche Versuche finden auf einem Feld an der Leipziger Straße, später an der Dresdner Straße statt. 1860 besuchten 28,9 Prozent der Gewerbschüler die landwirtschaftliche Abteilung. Nachdem Stöckhardt 1861 dem Ruf an die Universität Jena folgte, war die landwirtschaftliche Abteilung in Chemnitz mehr theoretisch geprägt und zunehmend weniger besucht. In seiner Chemnitzer Zeit war Stöckhardt bereits literarisch tätig: So veröffentlichte er 1852 ein Lehrbuch über „Die Drainage oder die Entwässerung des Bodens durch Thonröhren“ und schrieb Beiträge für verschiedene Fachzeitschriften. Von 1855 bis 1866 gab er die „Zeitschrift für deutsche Landwirthe“ heraus. Er reiste – oft auch im Auftrag der Königlichen Sächsischen Regierung - nach Belgien, England, Schottland, Frankreich und in die Schweiz, um Erfahrungen zu Gunsten der Landwirtschaft zu sammeln. Im Jahr 1888 kehrte Stöckhardt von Thüringen zurück in seinen Geburtsort, wo er am 27. März 1898 starb.

Mario Steinebach
04.01.2016

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