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Mit unverwechselbarem "Chemnitzer Profil" zu mehr Ansehen

Bei der feierlichen Amtseinführung des Rektors wurde deutlich, dass der Freistaat Sachsen, die Stadt Chemnitz und die Universität in vielen Punkten an einem Strang ziehen

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Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (l.), TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes und Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange wollen künftig Schulter an Schulter für ein Studium in Sachsen bzw. in Chemnitz werben. Foto: Christine Kornack

Zum Festakt der Investitur des wiedergewählten Rektors der TU Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, und der Inauguration der Prorektoren waren am 4. Oktober 2006 zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gekommen. Allen voran die neue Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange. Für die Ministerin war es zugleich das erste Mal, dass sie einem Rektor zur Amtseinführung gratulieren konnte. In ihrer Rede machte sie deutlich, dass angesichts des Fachkräftemangels im Freistaat und der sozialen Verantwortung der Staatsregierung auch in Zukunft in Sachsen keine Studiengebühren erhoben werden. Zudem sollen aus Sachsens Hochschulen künftig keine reinen Wirtschaftsunternehmen werden. Das zum 1. Januar 2008 geplante neue Sächsische Hochschulgesetz müsse ihnen Handlungsfreiheit ermöglichen, ohne dabei die gesellschaftliche Verantwortung außer Acht zu lassen, sagte die Ministerin.

Dr. Stange hob das in Chemnitz an der Fakultät für Maschinenbau entwickelte Qualitätsmanagementsystem hervor, das nun auf die ganze Hochschule übertragen werden soll. Die TU sei im Begriff, dabei eine Vorreiterrolle für die sächsischen Hochschulen zu übernehmen. Zudem unterstütze die Wissenschaftsministerin das Bestreben der TU Chemnitz, insbesondere für die Ingenieur- und Naturwissenschaften bereits sehr früh in den Schulen Studienwerbung zu betreiben. Sachsen könne es sich gerade in diesem Bereich nicht leisten, Talente zu verschenken.

Diesen Faden nahm Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz, in seinem Festvortrag wieder auf. "Angesichts der demografischen Entwicklung in Sachsen und dem von der Hochschulrektorenkonferenz prognostizierten Anstieg der Studierendenzahlen in den westlichen Bundesländern will die TU Chemnitz ihre Studienwerbung mehr als bisher auf andere Bundesländer ausweiten. Zahlreiche neue interdisziplinäre Bachelor- und Masterstudiengänge sollen dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen."

Kooperation nach innen, Profilierung nach außen

"Eine gelungene Kooperation nach innen und Profilierung nach außen sollen die TU Chemnitz als eine national und international anerkannte Universität etablieren", so umschrieb der Rektor ein wesentliches Ziel seiner Amtszeit. "Effektive Leitungsstrukturen, eine moderne serviceorientierte Verwaltung, eine konsequente Studienwerbung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung sollen in Verbindung mit einer verbesserten Kommunikation und Transparenz im Innenverhältnis dazu beitragen, dass sich alle Beteiligten mit der TU Chemnitz identifizieren können. Im Außenverhältnis sollte sich unser Profil aus der vernetzten Vielfalt von Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften, die in spezifische Forschungsschwerpunkte münden sollten, ergeben. Dabei sind schon vorhandene Stärken weiter zu fördern und die TU Chemnitz weiterhin als wissenschaftliches und geistig-kulturelles Zentrum der Region voranzubringen wie auch ihr Ansehen national und international zu steigern." Wichtig sei es dabei, das Netzwerk aus Gesellschaft und Politik, Wirtschaft und Verwaltung und nicht zuletzt auch der Medien, in dem die TU Chemnitz eingebunden ist, zu stärken.

Die TU Chemnitz wolle den bereits begonnenen Profilbildungsprozess zügig fortsetzen. "Attraktive und unverwechselbare Ausbildungs- und Forschungsprofile sollen die Position der Universität im Wettbewerb zwischen den Hochschulen stärken", so der Rektor. Prof. Matthes sprach sich für eine engere Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus. In diesem Zusammenhang beklagte er, dass es viel zu wenig derartiger Einrichtungen im Umfeld der TU Chemnitz gibt. "Ich hoffe und wünsche, dass es uns mit dem neuen Technopark gelingt, Voraussetzungen für weitere Ansiedlungen zu schaffen", so der Rektor.

Die TU Chemnitz will den Weg der Internationalisierung konsequent weitergehen. So sollen die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge genutzt werden, sich dem internationalen Studentenmarkt weiter zu öffnen. Prof. Matthes hat dabei insbesondere Mittel- und Osteuropa im Blick. Im Bereich der Forschung sollen Kooperationen mit Schlüsselpartnern im Ausland weiter ausgebaut werden. "Bei all diesen Vorhaben kann sich die Universität der Unterstützung ihres Kuratoriums sicher sein", versprach dessen Vorsitzender Prof. Dr. Günter Pritschow.

Die TU Chemnitz – das intellektuelle Herz der Region

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, die in ihrem Grußwort die TU Chemnitz einmal mehr als das intellektuelle Herz der Region bezeichnete, dankte insbesondere den von hier stammenden Anwesenden der Festveranstaltung für das, was sie in den vergangenen Jahren gemeinsam in Chemnitz geschaffen haben. "Die heutige Entwicklung der Stadt ist ohne die Universität undenkbar", unterstrich Ludwig. Als ein wichtiges gemeinsames Projekt bezeichnete sie den von der TU und der Stadt initiierten Technopark, der künftig vielen TU-Absolventen eine berufliche Perspektive geben soll. Die Oberbürgermeisterin unterstütze zudem das Bestreben der Universität voll und ganz, immer mehr junge Menschen auch aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland für ein Studium in Chemnitz zu begeistern, und hoffe, dass viele von ihnen nach dem Studium auch in der Region bleiben.

Nach der Investitur und dem Festvortrag des Rektors wurden auch die neuen Prorektoren in ihr Amt eingeführt. Zum künftigen Rektorat, das für drei Jahre gewählt wurde, gehören neben dem Rektor und dem Kanzler Eberhard Alles die Prorektoren Prof. Dr. Albrecht Hummel (Lehre, Studium und Weiterbildung), Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn (Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs) sowie Prof. Dr. Cornelia Zanger (Universitätsmarketing und internationale Beziehungen). Für die musikalische Umrahmung des akademischen Festaktes sorgte das Universitätsorchester Collegium musicum.

Mario Steinebach
05.10.2006

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