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Erstmalige Verleihung des Deutschen Forschungspreises für Live Communication 2015

Förderung von Nachwuchsforschern in Chemnitz: Lena Striegel, Nina Dilly und Lena Geilenbrügge wurden für ihre Abschlussarbeiten im Themenfeld Live Communication geehrt

  • Von links: Silke Schulte (Stv. Geschäftsführung FAMAB), Prof. Dr. Ulrich Wünsch (Hochschule der populären Künste Berlin), Preisträgerin Nina Dilly, Prof. Dr. Cornelia Zanger (TU Chemnitz) bei der Ehrung der ersten Gewinnerin der Kategorie Masterarbeiten. Foto: Thomas am Ende
  • Von links: Silke Schulte (Stv. Geschäftsführung FAMAB), Prof. Dr. Ulrich Wünsch (Hochschule der populären Künste Berlin), Preisträgerin Lena Geilenbrügge, Prof. Dr. Cornelia Zanger (TU Chemnitz) bei der Ehrung der zweiten Gewinnerin der Kategorie Masterarbeiten. Foto: Thomas am Ende
  • Michael Hosang (Geschäftsführer des Studieninstitutes für Kommunikation Düsseldorf) bei seiner Laudatio für die Gewinnerin in der Kategorie Bachelorarbeiten Lena Striegel. Foto: Thomas am Ende

Anlässlich der 7. Wissenschaftlichen Konferenz Eventforschung, die am 30. Oktober 2015 an der Technischen Universität Chemnitz stattfand, wurde durch die Professur für Marketing und Handelsbetriebslehre der TU Chemnitz und den FAMAB Verband Direkte Wirtschaftskommunikation e. V. erstmals der Deutsche Forschungspreis für Live Communication 2015 (kurz: LiveComPreis) verliehen. Der LiveComPreis zeichnet talentierte Nachwuchsforscher aus, die mit ihrer Bachelor- oder Masterarbeit eine sowohl wissenschaftlich interessante als auch praktisch relevante Aufgabenstellung aus dem Bereich der Live Communication (Events, Messen, Kongresse, Brandlands und ähnliches) herausragend bearbeitet haben.

Drei Bewerberinnen konnten die Fachjury überzeugen und punkteten in den Bewertungskategorien „Neuartigkeit der Fragestellung und der Ergebnisse“, „Theoretische Begründung der Arbeit“, „Qualität der (empirischen) Untersuchung“ sowie der „Praxisrelevanz der Handlungsempfehlungen“. Als Anerkennung erhielten die drei Gewinnerinnen Tickets zur Teilnahme an der FAMAB Award Verleihung 2015 oder 2016 inklusive Anreise und Übernachtung für sich und eine Begleitperson. Der Jury gehörten Wissenschaftler verschiedener Hochschulen an: Prof. Dr. Cornelia Zanger (TU Chemnitz), Prof. Dr. Ulrich Wünsch (Hochschule der populären Künste Berlin), Prof. Dr. Hans Rück (Hochschule Worms). Hinzu kamen Praxisexperten des FAMAB: Axel von Hagen (Vorsitzender des FAMAB Vorstandes), Jan Kalbfleisch (Geschäftsführer des FAMAB), Michael Hosang (Geschäftsführer des Studieninstitutes für Kommunikation Düsseldorf).

In der Kategorie „Bachelorarbeit“ setzte sich Lena Striegel von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg (Studiengang: Betriebswirtschaftslehre, Fachrichtung Messe-, Kongress-, Eventmanagement) mit ihrer Arbeit zum Thema „Entwicklung eines dynamischen Ansatzes für ein Erfolgsmodell bei Pitches – am Beispiel der marbet Schweiz“ durch, das die Jury als ein für die Praxis hochaktuelles und in der Wissenschaft bislang kaum beachtetes Thema lobte. Durch eine fundierte theoretische Bearbeitung und den Einsatz von qualitativen und quantitativen Befragungen erarbeitete die Studentin im Rahmen der Bachelorarbeit ein Scoring-Modell, das dazu dient, eingehende Ausschreibungen zu bewerten und Agenturen somit eine objektive Entscheidungsgrundlage für die Teilnahme an einem Pitch zu geben.

Die Absicht jeweils einen Gewinner pro Kategorie zu küren, stellte die Fachjury bei den Einreichungen der Masterarbeiten vor eine große Herausforderung, da zwei Anwärterinnen nach der Beurteilung der Jury gleichauf waren und keine eindeutige Entscheidung gefunden werden konnte. Kurzentschlossen stellte der FAMAB Verband Direkte Wirtschaftskommunikation e. V. einen weiteren Preis zur Verfügung, sodass beide Erstplatzierte glücklich ihre Auszeichnung entgegen nehmen konnten. Dies war zum einen Nina Dilly von der Hochschule Worms (FH) (Studiengang: International Tourism Management). Sie hat mit ihrer Arbeit "Entwicklung einer Balanced Scorecard für das Wormser Tagungszentrum" ein langbewährtes Controllinginstrument erstmals auf den vielschichtigen Kontext der Tagungszentren angepasst. Durch die tiefgründige Analyse der Charakteristika und Strukturen des Wormser Tagungszentrums sowie deren externer Einflussfaktoren konnte eine maßgeschneiderte Balanced Scorecard entwickelt werden, die eine ganzheitliche strategie- und zielgerichtete Steuerung des Veranstaltungszentrum unterstützt. Zum anderen wurde die Masterarbeit von Lena Geilenbrügge zum Thema "Der Einfluss einer Eventlocation auf die Wirkung des Events" prämiert, wodurch die noch in ihren Anfängen stehende Wirkungsforschung zur Location aufgegriffen wurde. Die Autorin, die an der TU Chemnitz den Weiterbildungsstudiengang Eventmarketing und Live-Kommunikation (MBA) absolviert hat, betrachtet umfassend die Merkmale und Kennzeichen einer „Eventlocation“ und analysiert ihre Wirkung unter Berücksichtigung der Theorien der Werbewirkungsforschung. Eine umfangreiche, qualitative Studie mit Locationbetreibern baute auf der Theoriebasis auf und untersuchte das Bewusstsein der Locationbetreiber hinsichtlich der Wirkung der Gestaltungselemente der Location und diente somit als Grundlage zur Ableitung allgemeingültiger Handlungsempfehlungen.

Der Deutsche Forschungspreis für Live Communication ist ein Format, das gezielt Nachwuchsforscher fördert und Aufmerksamkeit für die vielen hervorragenden Abschlussarbeiten schaffen soll, die häufig keinem größeren Publikum vorgestellt werden. An den beträchtlichen Zuspruch im ersten Jahr sowie die feierlichen Preisverleihung im Rahmen der Wissenschaftlichen Konferenz Eventforschung durch Prof. Dr. Cornelia Zanger als Vertreterin der Technischen Universität Chemnitz und Silke Schulte als Vertreterin des FAMAB Verband Direkte Wirtschaftskommunikation e. V. sowie die Laudatoren Michael Hosang und Prof. Dr. Ulrich Wünsch als Vertreter der Fachjury soll in den nächsten Jahren angeknüpft werden.

(Autorin: Katja Lohmann)

Katharina Thehos
06.11.2015

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