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Spielerisch kommunizieren lernen

Chemnitzer Sprechwissenschaft erhält Förderung für Lehr-Lernprojekt in der Lehrerbildung

  • Praktische Erfahrungen rund um das Werkzeug Stimme erlangen die Studierenden bereits jetzt in der Sprechwerkstatt. Das neue Lehr-Lernprojekt ermöglicht die Entwicklung eines Universitätsseminares, in dem Lehramtsstudierende an ihrer berufsspezifischen Kommunikationskompetenz arbeiten. Foto: Ronald Herzog

Auf dem HDS.Forum Lehre des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen wurden am 4. November 2015 in Zwickau die geförderten Anträge für die fünfte Projektkohorte (April bis September 2016) im Verbundvorhaben Lehrpraxis im Transfer bekannt gegeben. Zu den ausgewählten Konzepten zählt das Projekt „Professionelle Kommunikation in der Schule: Ein fächerübergreifendes Konzept zur spielbasierten Kompetenzentwicklung Lehramtsstudierender in Sachsen“. Beteiligt sind neben dem Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig, das Zentrum für Lehrerbildung sowie das Institut für Germanistik und Kommunikation der Technischen Universität Chemnitz.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Universitätsseminares, in dem Lehramtsstudierende an ihrer berufsspezifischen Kommunikationskompetenz arbeiten. „Lehrer sollten in der Lage sein, in unterschiedlichen Situationen und mit diversen Zielgruppen professionell, das heißt methodisch bewusst, zu interagieren. Davon hängt ihr Erfolg ab, sei es im Unterricht oder im Elterngespräch“, weiß Jun.-Prof. Dr. Meike Breuer, Vorstandsmitglied des Zentrums für Lehrerbildung der TU Chemnitz. „In diesem Zusammenhang sind die professionspraktischen Angebote der Sprechwissenschaft ein wichtiger Bestandteil der Chemnitzer Lehramtsausbildung. Wir freuen uns über die Bewilligung des Projektes und über die Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig“, so Dr. Breuer.

Das Seminar wird im Sommersemester 2016 parallel an beiden beteiligten Universitäten durchgeführt. Dabei sind auch gemeinsame Workshops der Seminargruppen sowie eine öffentliche Abschlusspräsentation geplant. An der TU Chemnitz wird die Veranstaltung von Diplom-Sprechwissenschaftler Ronald Herzog geleitet, der das Konzept gemeinsam mit seiner Leipziger Kollegin Susanne Krämer entwickelte. Den methodischen Kern des Seminars bilden spielbasierte Übungen unter anderem aus der Sprecherziehung und Schauspielpädagogik. „Kommunizieren lernen wir alle spielend. Bereits in den ersten Lebensmonaten ahmen wir die Sprechmelodie unserer Eltern nach. Später im kindlichen Rollenspiel werden unterschiedliche Sprech- und Verhaltensmuster ausprobiert und abgespeichert. Dieses Prinzip des Probehandelns nutzen wir in unserem Seminar, um in geschützter Atmosphäre das kommunikative Repertoire Lehramtsstudierender zu erweitern. Der Ansatz ist an sich nicht neu. Mit dem Projekt können wir allerdings unsere erprobten Methoden verbinden, weiterentwickeln und deren Wirksamkeit evaluieren lassen“, sagt Ronald Herzog.

Wissenschaftlich betreut wird die Sprechwissenschaft an der TU Chemnitz von Prof. Dr. Ellen Fricke, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Germanistik und Kommunikation. Sie leitet den Aufbau des „Center for Rhetorics, Semiotics and Multimodal Communication“, in dem künftig Forschung und Weiterbildung in den Bereichen Sprechwissenschaft und Gestenforschung der TU Chemnitz gebündelt werden sollen. „Die Förderung dieses Lehr-Lernprojektes ist für uns aus mehreren Gründen ein wichtiger Schritt. Zum einen unterstreicht sie die gute Zusammenarbeit der Philosophischen Fakultät mit dem Zentrum für Lehrerbildung, die wir zukünftig noch intensivieren wollen. Darüber hinaus zeigt sie die Bedeutung fächer- und hochschulübergreifender Kooperation in Lehre und Forschung. Insbesondere freue ich mich, dass die Sprechwissenschaft an der TU Chemnitz stärker als bisher sichtbar wird – nicht nur durch das vorliegende Projekt, sondern auch durch weitere Aktivitäten wie die SprechWerkstatt und zukünftige Angebote im Bereich E-Learning“, sagt Prof. Fricke.

Das Projekt wird gefördert im Verbund „Lehrpraxis im Transfer“ der sächsischen Universitäten. „Lehrpraxis im Transfer“ wird durch das „Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen“ koordiniert und im „Qualitätspakt Lehre“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung“ finanziert.

Weitere Informationen erteilt Ronald Herzog, Telefon 0371 531-38447, E-Mail ronald.herzog@phil.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos
06.11.2015

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