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Studium und sportliche Leidenschaft verbinden

Basketballer und TU-Student Hendrik Bellscheidt meistert den Alltag zwischen Profiliga und Hörsaal

  • Hendrik Bellscheidt steht seit zwei Jahren bei den Niners Chemnitz unter Vertrag und studiert Wirtschaftswissenschaften an der TU Chemnitz. Foto: Sabrina Schäfer

Um fünf Uhr morgens von einem Auswärtsspiel heimzukehren und drei Stunden später eine Klausur zu schreiben, ist für den Profi-Basketballer Hendrik Bellscheidt keine Seltenheit: Der Shootingguard steht seit zwei Jahren bei den Niners Chemnitz unter Vertrag und studiert parallel Wirtschaftswissenschaften an der TU Chemnitz. Das ist eine Doppelbelastung – und zwar nicht nur während der Saison.

Denn obwohl momentan Sommerpause ist, muss sich der gebürtige Essener natürlich trotzdem für die nächste Saison fit halten. Trainiert wird jeden Tag, zusätzlich stehen drei Mal die Woche Lauf- und Krafttraining auf dem Plan. Auch die kommende Prüfungsphase rückt immer näher: Neun Prüfungen hat Bellscheidt dieses Semester vor sich. „Viele sagen, das Studentenleben sei ein Traum. Dem kann ich nur zustimmen. Allerdings ist es nicht ganz einfach, das Studieren mit dem Profisport unter einen Hut zu bekommen“, erzählt Bellscheidt, der mit sieben Jahren über seinen damaligen besten Freund zum Basketball gefunden hat.

Wie schafft man es also, dieser Doppelbelastung standzuhalten? „Man muss sowohl beim Sport als auch beim Studium Abstriche machen. Meistens ist es aber das Studium, das kürzer treten muss“, gesteht der 25-Jährige. „An der TU Chemnitz ist das allerdings machbar. Sie ist `Partnerhochschule des Spitzensports´, was eine große Stütze ist.“ Dieses Programm greift Spitzensportlern unter die Arme, die neben dem Profi-Sport erfolgreich studieren wollen. „Man bekommt einen Tutor zur Seite gestellt. Wenn ich zu einer Vorlesung oder einer Übung trainings- oder spielbedingt nicht erscheinen kann, vertritt mich dieser und schreibt für mich mit“, erklärt Bellscheidt. Zudem ist es möglich, mit den Dozenten abzuklären, ob eine oder mehrere Prüfungen verschoben werden können, um diese besser mit dem Sport zu koordinieren. Gerade im Wintersemester, zur Saisonzeit, sei dies sehr hilfreich. Seit zwei Jahren ist Bellscheidt nun schon im Programm und würde es jedem Leistungssportler uneingeschränkt weiterempfehlen: „Es ist wirklich eine enorme Entlastung.“

Das Programm ist einer der Gründe, weshalb sich Bellscheidt für die TU Chemnitz entschieden hat. „An meiner alten Universität gab es nichts dergleichen.“ Zudem hat sich der 25-Jährige vor dem Wechsel ausführlich über die TU informiert und war gleich angetan: „Die TU Chemnitz genießt einen fantastischen Ruf. Außerdem sagt mir der Campus sehr zu.“ Auch bei den Niners, die momentan in der 2. Bundesliga mitmischen, fühlt sich Bellscheidt rundum wohl.

Und wie sieht es mit dem Studium aus? „Es gibt immer langweilige Fächer. Buchführung beispielsweise ist mir zu trocken.“ Der Bereich Personal hingegen hat Bellscheidts Interesse geweckt. Sein Plan ist es, das Studium später mit seiner Leidenschaft Basketball zu verknüpfen. „Es ist mein Traum, irgendwann im Sportmanagement eines Basketball Vereins zu arbeiten.“ Nachdem er das Studium abgeschlossen hat, möchte sich Bellscheidt jedoch erst einmal voll und ganz dem Basketball widmen. Am liebsten natürlich in der 1. Bundesliga. „Mich würde interessieren, ob es möglich ist, da mitzuhalten – und zwar mitten auf dem Spielfeld, anstatt nur auf der Bank.“

(Autorin: Sabrina Schäfer)

Katharina Thehos
21.08.2015

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