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Der Liebe wegen

Soziologie trifft Produktionstechnik: Mariana Mondragon Contreras, Studentin im Masterstudiengang Management and Organisation Studies, kam aus Mexiko über München nach Chemnitz

Mariana Mondragon Contreras, Studentin im Masterstudiengang Management and Organisation Studies an der Technischen Universität Chemnitz, ist verliebt - in die deutsche Sprache, die sie als sehr melodisch empfindet. Die gebürtige Mexikanerin, deren Name einem auch ohne südländisches Temperament über die Zunge tanzt, überrascht viele mit dieser Ansicht.

Als die junge Frau 2007 in München zum ersten Mal deutschen Boden betrat, um Deutsch als zweite Fremdsprache zu lernen, konnte sie nur ein Wort: „Hallo!“ Nach einem einjährigen Sprachkurs am dortigen Goethe-Institut reifte die Liebe zur Sprache und der Entschluss, das in Mexiko begonnene Soziologie-Studium in Deutschland fortzuführen. „In meinem Studienfach sind sehr viele bekannte Wissenschaftler Deutsche, so dass es sich lohnt, die Sprache zu lernen“, begründet Mondragon.

Sie wechselte von München nach Chemnitz, weil sie hier die Möglichkeit bekam, parallel zu weiteren Sprachkursen ihr Soziologie-Studium aufzunehmen. Die Umstellung von Bayrisch auf Sächsisch fiel ihr nicht leicht. Dafür war sie begeistert vom günstigen Wohnungsangebot in Chemnitz: „In München war nur ein WG-Zimmer möglich, aber hier konnte ich mir gleich eine eigene Wohnung leisten“, lacht sie.

Seit 2009 arbeitet sie an der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der TU als studentische Hilfskraft und sammelt so erste Berufserfahrungen. Sie unterstützt bei vielfältigen Aufgaben, hilft bei der Vorbereitung von Veranstaltungen oder unterstützt als Proband mehrere Studien. Den Bachelor hat sie inzwischen längst in der Tasche. Wenn alles nach Plan läuft, wird Mondragon im kommenden Frühjahr ihren Master verteidigen. Danach will sie gern in Deutschland bleiben – der Liebe wegen.

(Autorin: Katja Klöden)

Mario Steinebach
07.05.2015

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