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An der Schnittstelle von Mensch und Technik

Elf Fragen an Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann, die seit April 2014 Inhaberin der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement ist

  • Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann beschäftigt sich in der Forschung seit längerem gemeinsam mit ihrem Team mit verschiedenen Darstellungsvarianten visueller Assistenzfunktionen in Fahrzeugen. Foto: Hendrik Schmidt

Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann ist seit April 2014 Inhaberin der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement an der Fakultät für Maschinenbau. In elf Antworten gibt sie den Lesern von „Uni aktuell“ Einblicke in ihren Werdegang, ihre Ziele und ihre Zeit in Chemnitz.

Was versteht man eigentlich unter Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement?

Die Arbeitswissenschaft gestaltet Arbeitsplätze, an denen Produkte erstellt oder Dienstleistungen erbracht werden, so dass möglichst viele Menschen dort gut und gesund arbeiten können. Welche Produkte und Dienstleistungen erstellt werden, dafür ist das Innovationsmanagement zuständig. Wir kümmern uns also darum, dass überhaupt Ideen entstehen, die richtigen Ideen ausgewählt und die Realisierung der Ideen dann auf menschengerechte Art und Weise geschieht.

Die TU Chemnitz ist für mich als Professor die richtige Wahl, weil ...

... die im Maschinenbau verankerte, interdisziplinär arbeitende Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement ganz hervorragend zum Schwerpunktfeld “Faktor Mensch in der Technik” der TU Chemnitz passt.

Stellen Sie uns kurz Ihre akademische Laufbahn vor.

Nach meinem Studium in der Schweiz und in Frankreich habe ich an der TU München promoviert und danach an der Universität Erlangen-Nürnberg habilitiert. Im April 2012 habe ich die Leitung der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement übernommen, auf die ich zwei Jahre später auch berufen wurde.

Beschreiben Sie Ihre Studienzeit in etwa 15 Worten.

Ich bin sehr breit gestartet, konnte mit inspirierenden Personen viele spannende Schwerpunkte vertiefen und bin schließlich zwischen den Disziplinen angekommen. In dieser Mittlerrolle denke und arbeite ich bis heute sehr gerne.

Hatten Sie während Ihrer Studienzeit Vorbilder, die Sie zur wissenschaftlichen Karriere ermutigt haben?

Ich hatte das Glück, im Studium einige charismatische Professoren erleben zu dürfen, deren Enthusiasmus für Lehre und Forschung ansteckend wirkte. Sie haben mir gezeigt, dass Wissenschaft über die Karriere hinaus vielmehr eine Berufung sein kann, die begeistert und erfüllt.

Was geben Sie jungen Studierenden und Absolventen mit auf den Weg?

Dream big und work for it! Wenn man etwas wirklich will und sich dafür einbringt, wird es auch gelingen.

Was möchten Sie künftig in der Lehre erreichen?

Mich treibt der Lehr- und Lernerfolg in den großen Grundlagenveranstaltungen um. In meiner Grundlagenvorlesung sitzen z.B. 250 Studierende, was die Interaktion und Diskussion erschwert. Wir arbeiten deswegen schon seit Herbst 2012 daran, dies durch ein verändertes Lehrkonzept zu verbessern. Dank eines “Lehrpraxis im Transfer”-Projektes der TU haben wir inzwischen auch eine mobile App, die den Austausch zwischen Studierenden und Dozenten inner- und außerhalb des Hörsaals unterstützt.

Welche Impulse setzen Sie in der Forschung an der TU Chemnitz?

Mein Team und ich arbeiten an der Verbesserung der Schnittstelle Mensch und Technik. Derzeit ist dabei z.B. das Thema Industrie 4.0 von großer Brisanz, bei dem wir daran arbeiten, Fabrikarbeiter beim Umgang mit den neuen technischen Möglichkeiten zu unterstützen. Wir arbeiten aber auch daran, autonomes Fahren für den Fahrer und Beifahrer angenehm und sicher auszugestalten. Ein weiteres Themenfeld ist die Unterstützung des Innovationsprozesses in Gruppen, da sind wir mit unserem "Innovation Engineering Labor" aktiv.

Es gibt rund 45.000 Professoren an deutschen Hochschulen. Was hebt Sie ab?

Ich hoffe sehr, dass jede(r) davon einzigartig ist.

Welchen Ort in Chemnitz zeigen Sie Gästen am liebsten?

Die Felsendome in Rabenstein – gerade für Gäste, die noch nie in einem Bergwerk waren, sind die Felsendome mit den kurzweiligen Führungen ein schöner Einstieg.

Wie bringen Sie sich ins Leben der Stadt ein?

Zur Zeit vermutlich am stärksten durch die Initiative “Morgenstadt”, bei der Chemnitz sich gerade auf den Weg zur CO2-neutralen, energieeffizienten und bürgerzentrierten Stadt der Zukunft macht.

Weitere Informationen zur Professur: https://www.tu-chemnitz.de/mb/ArbeitsWiss/

Mario Steinebach
06.03.2015

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