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Unterwegs zwischen Sachsen und Böhmen

Tagung des Projektes „Kulturweg der Vögte“ untersucht Spuren der Vögte auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik

  • Der "Kulturweg der Vögte" soll die Möglichkeit zu einer Zeitreise im Dreiländereck Ostthüringen – Westsachsen – Westböhmen bieten. Die Tagung findet im tschechischen Cheb statt. Bildquelle: Wikipedia: Cheb kostel sv. Mikuláše.jpg/Lubor Ferenc

Der grenz­überschreitende „Kulturweg der Vögte“ soll ein bedeutender Bestand­teil im Rahmen der neuen Tourismus­region „Vogtland“ werden und die Möglichkeit zu einer Zeitreise im Dreiländer­eck Ost­thüringen – Westsachsen – Westböhmen bieten. An der konzeptionellen Vorbereitung dieser touristischen Route ist im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Ziel3/Cíl3-Pilot­projektes auch die Professur für Kultur- und Länder­studien Ostmittel­europas der TU Chemnitz von Prof. Dr. Stefan Garsztecki beteiligt. Für den 25. Februar 2015 laden die Partner des Projektes ab 10 Uhr zu einer zweiten Arbeits­tagung in die „Papírna“ im tschechischen Cheb (ul. Svatopluka Cecha 1, CZ 350 02 Cheb) ein.

„Mit dieser Veranstaltung soll der historische Hinter­grund des Projektes auf der Böhmischen Seite vorgestellt werden“, erklärt Ulrich Jugel, der Vorsitzende des Greizer Vereins „Dialog mit Böhmen e.V.“, der als Lead­partner im Projekt fungiert. Im Mittelpunkt stehe dabei die Erarbeitung und Umsetzung von Wegen zur touristischen Nutzung des kultur­historischen Potenzials in der Region Westböhmen. „Da die Vögte und ihr Einfluss im allgemeinen nur mit der deutschen Region Vogtland verbunden werden, ist uns der Blick auf ihre Spuren in der heutigen Tschechischen Republik besonders wichtig“, erklärt Jugel weiter. Zur Beleuchtung der Beziehungen zwischen dem Vogtland, dem historischen Egerland und Böhmen im 14. und 15. Jahrhundert ist eine Reihe von Fach­vorträgen geplant, zu denen deutsche und tschechische Historiker und Archivare erwartet werden.

Neben dem Verein „Dialog mit Böhmen“ und der Professur für Kultur- und Länder­studien Ostmittel­europas der TU Chemnitz sind das Staatliche Gebiets­archiv in Cheb (Eger), das Vogtland­archiv Schloß Voigtsberg in Oelsnitz/V. und die Euregio Egrensis AG Sachsen/Thüringen in Plauen als Partner am Projekt beteiligt. Das Förderprojekt steht in der Verbindung von Wissenschaft und Praxis unter dem Aspekt, die gemeinsame Vermarktung historischer Stätten entlang des künftigen Kulturwegs als touristische Chance für die gesamte Region zu nutzen. An der Professur für Europäische Regional­geschichte der TU Chemnitz von Prof. Dr. Miloš Rezník ist zu diesem Themenfeld jetzt der Sammelband „Touristische Vermarktung der Geschichte“ erschienen, der auf eine Tagung im Rahmen des vorher­gehenden Ziel3/Cíl3-Projektes „Grenz­über­schreitungen – Neue Wege von Land zu Land“ zurückgeht.

Das vollständige Programm zur Tagung findet sich unter https://www.tu-chemnitz.de/phil/europastudien/eskultur/dokumente/kdv_programm2.pdf, das Rückmeldeformular unter https://www.tu-chemnitz.de/phil/europastudien/eskultur/dokumente/kdv_rueckmeldung2.doc. Um Anmeldung bis zum 20. Februar 2015 wird gebeten.

Bibliographische Angaben: Miloš Rezník/Katja Rosenbaum (Hrsg.): Touristische Vermarktung der Geschichte (= Studien zur Europäischen Regionalgeschichte, Bd. 4). Berlin: Edition Kirchhof & Franke, 2014. ISBN 978-3-933816-63-4.

Weitere Informationen erteilt Ilona Scherm, Telefon 0371 531-34503, E-Mail ilona.scherm@phil.tu-chemnitz.de.

(Autor: Martin Munke)

Katharina Thehos
11.02.2015

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