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Große Finanzgeschäfte werden nicht nur in Frankfurt gemacht

Exkursion des Studentischen Börsenvereins Chemnitz-Mittweida e.V. und der Professur Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre der TU Chemnitz nach Hamburg

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Die Exkursionsteilnehmer besuchten unter anderem die HSH Nordbank in Hamburg. Foto: Martin Matthias

Die diesjährige Exkursion des Studentischen Börsenvereins Chemnitz-Mittweida e.V. führte 25 Vereinsmitglieder sowie Studenten und Mitarbeiter der Professur Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre in die Freie und Hansestadt Hamburg. Dort standen unter anderem Besuche und Vorträge bei der Berenbergbank, der HSH Nordbank und der Fondsbörse Deutschland auf dem Programm. Das Kulturelle kam mit einer Hafenrundfahrt und einem Besuch der Reeperbahn ebenfalls nicht zu kurz.

„Einmal Berenberger, immer Berenberger.“ Die Betreuer im Private Banking der ältesten deutschen Privatbank wissen, was der Kunde will: Kontinuität. Die Betreuung vermögender Privatkunden beginnt ab 500.000 Euro frei verfügbarem Vermögen, sofern das Kundenprofil grundsätzlich mit den bei Berenberg gelebten Werten übereinstimmt. Kundenbeziehungen können dann sogar mehrere Generationen überdauern. Dies schätzt auch der FC Bayern München, dessen Spieler von der Berenberg Bank betreut werden.

Erste Kontakte der TU Chemnitz zur Berenbergbank resultierten aus einem vom Nachrichtensender n-tv in den Jahren 2002/2003 organisierten und von der Berenbergbank betreuten Börsenspiel mehrerer Universitäten. Des Weiteren ist eine Mitarbeiterin des Bankhauses, Dr. Denisa Cumova, eine ehemalige Doktorandin von Prof. Dr. Friedrich Thießen (Inhaber der Professur Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre). Sie erläuterte den Exkursionsteilnehmern Struktur und Kennzahlen der Privatbank. Die Berenberg Bank verfügt über sieben Niederlassungen in Deutschland und ist darüber hinaus in London, Luxemburg, Mailand, Paris, Zürich und Shanghai vertreten. Das Geldhaus engagiert sich in im Investment, Corporate und Private Banking sowie im Asset Management. In den vergangenen drei Jahren hat das Geldhaus massiv expandiert. Vor allem in der Kundenbetreuung wurde eingestellt, so dass inzwischen über 550 Mitarbeiter bei Berenberg beschäftigt sind.

Die HSH Nordbank denkt schon in anderen Dimensionen. Über 4.000 Mitarbeiter sind an den beiden Hauptstandorten Hamburg und Kiel der im Jahr 2003 aus der Hamburgischen Landesbank und der Landesbank Schleswig-Holstein fusionierten HSH beschäftigt. Darüber hinaus verfügt die Landesbank über zahlreiche Niederlassungen, vor allem im Ostseeraum, aber auch in London, New York, Shanghai, Singapur und Hongkong. Seit dem Wegfall der Gewährträgerhaftung für Landesbanken und Sparkassen im Juli 2005 müssen sich auch diese öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute einem internationalen Kreditrating stellen. Ihre Kreditaufnahmen sind nicht mehr durch Staatsgarantien gedeckt. Dies stellt das Liquiditätsmanagement der HSH vor neue Aufgaben. Dr. Carl Heinz Daube, Leiter der Abteilung für Liquiditätssteuerung, erläuterte den Studenten den Ansatz seines Hauses.

Abgerundet wurde der zweite Tag mit einem Besuch der Fondsbörse Deutschland in den Räumlichkeiten der Hamburger Börse. Über die „Fondsbörse Deutschland“ können hierzulande erstmalig offene und geschlossene Fonds auf einem neutralen Handelsplatz gehandelt werden. Derzeit werden rund 2.500 offene und 1.800 geschlossene Fonds gelistet. Dr. Tim Richter von der Fondsbörse Deutschland erläuterte anhand einiger Bespiele, wie sich der Handel mit geschlossenen Fonds, vor allem Immobilien- und Schiffsbeteiligungen, vollzieht. Zum Abschluss zeigte er den Studierenden, wie der Wert eines Schiffsfonds berechnet wird.

Auf der sechsstündigen Rückfahrt wurden zwar keine Schiffswerte mehr berechnet, dafür aber bereits Pläne für die nächste Exkursion geschmiedet. Die Exkursion des Studentischen Börsenvereins Chemnitz-Mittweida nach Hamburg ist nur einer von verschiedenen Programmpunkten, die für Studierende und interessierte Externe angeboten werden. Hauptziele des 50-köpfigen Vereins sind die Förderung der Aktie als Anlageinstrument und die Verbreitung von Informationen über Kapitalmärkte. Er ist Teil des Bundesverbandes der Studentischen Börsenvereine (BVH), der mit 6.000 Mitgliedern zu den größten Studenteninitiativen Deutschlands zählt.

(Autor: Hauke Oeynhausen)

Weitere Informationen zum Studentischen Börsenverein und seinen Veranstaltungen gibt es auf der Homepage http://www.boersenverein.edu.tcoder beim Vorstand unter bv-vorstand@tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
14.06.2006

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