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"Du siehst ja ganz anders aus als auf Facebook!"

Die offizielle Facebook-Seite der TU Chemnitz zählt über 4.000 Fans; zwei sind Sophie Pauli und Christian Raidel, mit denen Social-Media-Redakteur Micele Ulbricht über ihr Nutzungsverhalten sprach

  • Die Pressestelle der TU Chemnitz lud die beiden Facebook-Fans, die als 3.000ste und 4.000ste den Gefällt-mir-Button gedrückt haben, zum gemeinsamen Kaffee ein. Beim gemütlichen Zusammensitzen wurde über die Seite der TU Chemnitz, das Nutzerverhalten der Fans und Erwartungen an die Facebook-Präsenz einer Universität gesprochen. Und über die Preisgabe privater Informationen - hier sind beide vorsichtig: Sie heben ihre Daumen für die Facebook-Präsenz der TU, ihre Gesichter zeigen wollen sie aber nicht. Foto: Micele Ulbricht
  • Rückblick: Zur Feier des 3.000sten Fans buk die Food-Bloggerin Liv Rothaar einen Zartbitter-Schoko-Kuchen mit Beerencremefüllung - komplett mit TU-Logo. Foto: Micele Ulbricht

Im Sommer letzten Jahres knackte die deutsche Facebook-Seite der TU Chemnitz die 3.000er-Marke. Damals sponserte Liv Rothaar, Medienkommunikationsstudentin und aktive "Food-Bloggerin", einen eigens kreierten Kuchen, den wir als Social-Media-Redaktion mit unseren Fans geteilt haben. Anlässlich des nächsten Meilensteins, der 4.000er-Marke, wollte ich unsere Fans einmal etwas genauer kennenlernen und traf mich mit Christian Raidel und Sophie Pauli, die beide mit ihrem Klick auf "Gefällt mir" jeweils einen neuen Tausender auf Facebook einläuteten - wobei am ausgemachten Treffpunkt durch ein "Bist du Sophie? Du siehst ja ganz anders aus als auf Facebook!" erst einmal vorsichtig erfragt werden musste, wer überhaupt wer ist.

Christian kam von der Universität Erlangen-Nürnberg nach Chemnitz und ist hier am Institut für Physik als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Seine Motivation, sich auch im Social Web nach der TU Chemnitz zu erkundigen, hatte einen ganz einfachen Zweck: "Als ich in Chemnitz ankam, kannte ich kaum jemanden und wollte schauen, wo man hier vielleicht Anschluss finden kann." Da war das Like auf facebook.com/TUChemnitz schnell gesetzt. Neben dieser Seite gibt es zahlreiche von Privatpersonen erstellte TU-Gruppen auf Facebook in die sich Interessierte eintragen können, um Gleichgesinnte aus Forschung, Arbeit oder Freizeit rund um die TU Chemnitz zu finden.

Sophie, die im fünften Semester Wirtschaftswissenschaften studiert, setzte ihr "Gefällt mir" etwas später: "Ich bin ehrlich gesagt nur zufällig durch eine Benachrichtigung einer Freundin auf Facebook auf die Seite aufmerksam geworden. Und da ich jetzt schon zwei Jahre hier studiere, dachte ich, es wird endlich mal Zeit für ein Like!"

Im englischsprachigen Raum ist es längst in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen, etwas ‚facebook official‘ zu machen - sei es der Beziehungsstatus, das Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis oder ein Like auf der Seite des Lieblingsvereins oder -künstlers. In Deutschland ist der Trend zwar auch zu sehen, doch vor allem vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen im Bereich Datenschutz sind Sophie und Christian eher vorsichtig, was das Veröffentlichen von privaten Inhalten angeht. "Ich glaube wir beide sind genau die Falschen, wenn es darum geht, sich über das Austoben auf Facebook zu unterhalten. Ich persönlich bin da eher passiv und schaue nur. ‚Gefällt mir‘ drücke ich eigentlich fast nirgends. Ich will auch nicht, dass andere alles über mich wissen, deswegen halte ich mich da ziemlich zurück", verrät Sophie. Umso erfreulicher ist es, dass sich beide trotzdem für ein Like für die TU Chemnitz entschieden. Auch Christian hat seine Bedenken, was den Drang von Internet-Unternehmen angeht, Informationen über die Nutzer zu sammeln: "Man veröffentlicht etwas von sich und ein anderer zieht seinen Nutzen daraus. Da werden gezielt Interessen angesprochen, das Potential neuer Produkte untersucht, oder schlicht von Nutzern erstellte Inhalte zusätzlich oder an Stelle der eigenen Inhalte angeboten." Daher sei jedem, der ein Profil auf Facebook besitzt, ans Herz gelegt, sich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, und sich seine Einstellungen unter https://www.facebook.com/settings/?tab=privacy genau durchzulesen.

Was die Inhalte der TU-Facebookseiten angeht, müssen sich die Nutzer bezüglich Weitergabe von Daten durch die Universität jedoch keine Gedanken machen. Abgesehen von den vom jeweiligen Nutzer eingestellten öffentlich sichtbaren Profildaten sowie Likes/Shares/Kommentaren sind durch die TU Chemnitz keine Facebook-Nutzerdaten einsehbar.

Nun geht es gemeinsam mit unseren Facebook-Fans mit großen Schritten auf die 5.000er-Marke; in der Hoffnung, Studierenden, Mitarbeitern, Alumni und Freunden der Universität mit diesem Kanal auch weiterhin eine Plattform zu bieten, über die man sagt: "Gefällt mir!"

Weitere Infos zu den Facebook-Seiten der TU Chemnitz sowie Anfragen zu Veröffentlichung von Beiträgen und Kooperationen können ebenfalls gern unter socialmedia@tu-chemnitz.de oder bei Micele Ulbricht, Telefon 0371 531-33636, erfragt werden - auch für Kritik und Verbesserungsvorschläge haben wir ein offenes Ohr.

(Autor: Micele Ulbricht)

Katharina Thehos
11.03.2014

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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