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Mit der Oberbürgermeisterin Chemnitz entdecken

Am 12. Dezember 2013 erkundeten 15 der in diesem Semester neu immatrikulierten Studierenden mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig Chemnitz - von der Bühne im Opernhaus bis auf den Turm des Rathauses

  • Zwischenstopp am Karl-Marx-Monument: Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig erzählte den Studierenden von der Entstehungsgeschichte der Büste, die nach der ägyptischen Sphinx der zweitgrößte freistehende modellierte Kopf der Welt ist. Foto: Sven Gleisberg
  • Im Rathaus übernahm Türmer Stefan Weber die Führung und gab den Erstsemestern viele Einblicke in dieses besondere Gebäude ihrer neuen Heimatstadt. Foto: Micele Ulbricht
  • Uta Schneider, 23, aus der Nähe von Nürnberg, Bachelor Psychologie: "Auch das Wohnen ist für Studenten ein Traum, gerade auf dem Kaßberg gibt es unglaublich schöne Altbauwohnungen, die sich ein Student in anderen Städten nicht leisten könnte. Außerdem gefällt mir die Universität sehr gut. Bei der Stadtführung hat mich vor allem die Oper beeindruckt." Foto: Micele Ulbricht
  • Min Su Jang, 24, Südkorea, Bachelor Wirtschaftswissenschaften: "Die Leute hier sind sehr freundlich. Vor allem das Internationale Universitätszentrum der TU unterstützt ausländische Studenten sehr gut. Die Stadtführung ist ein schönes Angebot, um die Stadt besser kennenzulernen." Foto: Micele Ulbricht
  • Marie-Luise Hagelauer, 20, Koblenz, Bachelor Psychologie: "Ich bin erst seit vier Wochen in Chemnitz, weil ich im Nachrückverfahren angenommen wurde. Die Stadt gefällt mir bisher sehr gut und an der Uni geht es familiär zu. Ich bin auf jeden Fall glücklich, in Chemnitz gelandet zu sein." Foto: Micele Ulbricht

"Hört, ihr lieben Herren, lasst euch sagen: Vom Turm die Glock hat zwei geschlagen! Zwei Wege hat der Mensch vor sich. Herr, den rechten führe mich!", rief Stefan Weber, der Türmer von Chemnitz, pünktlich um 14 Uhr, als sich die 15 Erstsemester im Rathausturm dicht an dicht drängten und seinen Geschichten zur Historie von Chemnitz lauschten. Nur war es kein "Herr", der die Studierenden am 12. Dezember 2013 durch die Stadt führte - sondern Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.

Zu Beginn der von der Hochschulmarketingkampagne "Mein Campus von Studieren in Fernost" organisierten Stadtführung für Erstis fanden sich alle Teilnehmer im Alten Senatssaal im Böttcher-Bau der TU Chemnitz zusammen und wurden mit Einwegkameras und Regenjacken für die Führung ausgestattet - wobei von letzteren bei dem sonnigen Winterwetter glücklicherweise kein Gebrauch gemacht werden musste.

Um 12.30 Uhr ging es gemeinsam mit Dr. Urs Luczak, dem Brühlmanager der Stadt Chemnitz, los in Richtung Theaterplatz, dem ersten Stopp der Stadtführung. Der technische Direktor des Opernhauses, Raj Ullrich, gab den Studierenden exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Theateraufführungen. Auch für einen kurzen Ausflug in deutsche Märchengeschichten war Zeit, der vor allem für die Studierenden aus Russland, China, Südkorea und Indien interessant war. Vor dem Opernhaus stieß auch Barbara Ludwig, die sich zuvor noch durch den Straßenverkehr kämpfen musste, zur Gruppe hinzu und gab den Studierenden dynamisch und mit viel Detailwissen einen Überblick über die Historie "ihrer" Stadt: "Chemnitz sieht man das sozialistische Erbe an vielen Stellen an. Und mit diesem Erbe müssen wir leben - und möchten wir auch leben; auch wenn das nicht immer einfach ist", sagte Ludwig.

Das auffälligste Merkmal dieses Erbes ist wohl die berühmte Karl-Marx-Büste an der Brückenstraße, die selbst den internationalen Teilnehmern der Führung schon vorher bekannt war. "Mit unserem Charly oder Karl Chemnitz, oder wie Sie ihn auch immer nennen möchten, haben die Chemnitzer ihren Frieden geschlossen", verriet Ludwig den Erstis. Anschließend ging es weiter über den Weihnachtsmarkt zum Rathaus der Stadt. "Ich habe vorher in Berlin studiert und als ich nach Chemnitz kam, war das schon eine Umstellung. Die Stadt ist nicht so weitläufig wie unsere Bundeshauptstadt, das hat den Vorteil, dass man vieles hier zu Fuß erreichen kann", freut sich Uta Weber, die ursprünglich aus der Nähe von Nürnberg kommt und an der TU Chemnitz Psychologie studiert.

Am Rathaus übernahm Türmer Stefan Weber die Führung und verriet den neuen Studierenden unter anderem, dass das Rathaus fast komplett aus Beton besteht und nur die Fassaden später noch beispielsweise mit Marmor verkleidet wurden. Das wussten selbst die Studierenden aus höheren Semestern, die den Erstis auf der Tour bei Fragen zur Seite standen, noch nicht. Nachdem die Gruppe die 200 Stufen des Rathausturms erklommen hatte, bot sich allen ein besonderer Ausblick: Die gesamte Chemnitzer Skyline war zu sehen. Das sorgte für viel Eindruck, wie auch Marie-Luise Hagelauer aus Koblenz fand: "Der Blick über die Stadt am Ende der Rathaustour hat mir am besten an der Stadtführung gefallen." Da wusste sie jedoch noch nicht, dass es zum Ausklang der Tour noch in den Ratssaal des Rathauses ging, wo die Teilnehmer Kaffee, Kuchen und andere Häppchen erwarteten und man sich im kleinen Kreis noch näher kennenlernen konnte. "Alle waren total begeistert; wir kamen aus dem Reden gar nicht mehr heraus und haben uns gleich für die abendliche Erasmus-Party verabredet", erzählt Europastudent Jakob Landwehr, der für die internationalen Erstis während der Führung dolmetschte. Das freute auch Min Su Jang aus Südkorea: "Die Leute hier sind sehr freundlich. Vor allem das Internationale Universitätszentrum der TU unterstützt ausländische Studenten sehr gut. Die Stadtführung ist ein schönes Angebot, um die Stadt besser kennenzulernen."

Wenn die Fotos aus den Einwegkameras, die während der Führung immer wieder klickten, entwickelt sind, haben die Erstis auch eine ganz besondere Erinnerung daran, wie sie ihr Studium an der TU Chemnitz begonnen haben. Bis dahin gibt es einige Impressionen der Tour im Facebook-Album der Universität: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.549344351816548 oder auf der Homepage von "Studieren in Fernost".

(Autoren: Micele Ulbricht und Antonin Fischer)

Katharina Thehos
13.12.2013

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