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Uni aktuell Historie

Von 944 auf 2.528 Studierende in 20 Jahren

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften wurde am 15. November 1993 gegründet und feiert am 15. November 2013 ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt

  • Gründung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften am 15. November 1993: Prof. Dr. Hans-Joachim Meyer (Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst), Gründungsdekan Prof. Dr. Peter Rütger Wossidlo, Rektor Prof. Dr. Günther Hecht (v.r.). Foto: Universitätsarchiv
  • Das Gründernetzwerk SAXEED wird Ende 2002 durch den Inhaber der Stiftungsprofessur für Unternehmensgründung, Prof. Dr. Olaf Gierhake (l.), an den Start gebraucht. Beteiligt sind auch Professoren der Fachhochschulen Mittweida und Zwickau. Später stößt auch die TU Bergakademie Freiberg dazu. Geleitet wird SAXEED heute von Prof. Dr. Cornelia Zanger von der Professur Marketing und Handelsbetriebslehre. Das Team berät rund um die Unternehmensgründung und bietet jedes Semester zahlreiche Workshops und Seminare an. Foto: Mario Steinebach
  • Prof. Dr. Fritz Helmedag entwickelt eine Methode zur Ermittlung gerechter Arbeitsentgelte. Der faire Durchschnittslohn in Deutschland liegt demnach bei knapp 62 Prozent des Nettoertrags pro Beschäftigten und entspricht überdies dem Goldenen Schnitt. Die restlichen 38 Prozent stellen die Unternehmensgewinne dar. Das Foto zeigt Helmedag 2005, als das von Helmedag vorgelegte Gerechtigkeitsverhältnis seit geraumer Zeit mit der realen Verteilung von Löhnen und Gewinnen ziemlich gut übereinstimmt. Foto: Christine Kornack
  • 2005 tritt das Kioto-Protokoll in Kraft, in dem sich die Industriestaaten verpflichten, ihre Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2008 bzw. 2012 um mindestens fünf Prozent zu senken. Allerdings verweigern die USA und Australien die Ratifizierung des Protokolls. Dr. Dirk Rübbelke, Inhaber der Juniorprofessur für Europäische Wirtschaft, entwickelt mit dem so genannten "Matching-Verfahren" einen alternativen Vorschlag, der nicht die Schwächen des Kioto-Protokolls aufweist. Dieses Verfahren funktioniert wie ein Subventionssystem: Beispielsweise verpflichtet sich eine Industrienation vertraglich für jede Tonne Treibhausgase, die ein Entwicklungsland vermeidet, selbst eine weitere Tonne einzusparen. Sinnvoll ist dies für beide Länder: für das Entwicklungsland, weil es mit seinem finanziellen Aufwand eine doppelte Emissions-Einsparung erreicht und für das Industrieland, weil es selbst nur die Hälfte der Einsparungskosten tragen muss. Foto: Sven Gleisberg
  • Mit einem Event auf dem Golfplatz in Klaffenbach startet im Mai 2005 der berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengang "Eventmarketing". Studiengangsleiterin ist Prof. Dr. Cornelia Zanger (vorne links). Organisatorisch betreut wird das Angebot von der TUCed, die von 2001 bis 2011 von Prof. Dr. Bernd Stöckert geleitet wird (dahinter mit schwarzer Kappe). Foto: TU Chemnitz
  • Prof. Dr. Joachim Käschel (r.) betreut bis August 2006 den russischen Wissenschaftler und Bundeskanzlerstipendiaten Dr. Dmitry Ivanov an seiner Professur Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre. Verliehen wurde das Stipendium von der Alexander von Humboldt-Stiftung. Dr. Ivanov war im Rahmen des Aufbaustudienganges Hochschulnachwuchs für Osteuropa (HOST), eine Förderung für osteuropäische Wirtschaftswissenschaftler, bereits zuvor an der Professur von Prof. Käschel tätig. Foto: Christine Kornack
  • Zwischen dem Rektoratskollegium und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften wird am 28. Februar 2007 eine Zielvereinbarung über die qualitative und quantitative Absicherung des Studienangebotes wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge abgeschlossen. Darin erklärt die Fakultät, langfristig eine Studierendenzahl innerhalb der Regelstudienzeit von circa 1.150 Studierenden in Bachelor-Studiengängen und circa 500 Studierenden in Master-Studiengängen zu erreichen. Dekan Prof. Dr. Uwe Götze, Kanzler Eberhard Alles und Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes (v.l.) besiegeln mit einem Handschlag den Vertrag. Foto: Christine Kornack
  • Von Juni 2006 bis September 2007 ist das Gebäude im Thüringer Weg 7 eine Baustelle - dann zieht die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ein. Sie erwarten 123 frisch sanierte Bürozimmer sowie fünf Seminar- und Besprechungsräume auf mehr als 2.500 Quadratmeter Nutzfläche. Foto: Christine Kornack
  • Prof. Dr. Ludwig Gramlich ist der fleißigste Doktorvater der TU Chemnitz. 75 erfolgreiche Promotionen betreute der Inhaber der Professur Öffentliches Recht und Öffentliches Wirtschaftsrecht bis Februar 2011. Die erste, abgeschlossen im Februar 1997, beschäftigte sich mit einem Vergleich des Sports in Ost- und Westdeutschland. Auch der bisher älteste Promovend der Uni wurde von Gramlich betreut: Klaus Schieschke verteidigte seine Dissertation am 9. Juli 2009 im Alter von 74 Jahren. Viele von Gramlich betreute Dissertationen drehen sich um seine Forschungsschwerpunkte: die Post- und Telekommunikationsregulierung sowie das Bank- und Währungsrecht und rechtliche Fragen rund um den Datenschutz. Foto: Mario Steinebach
  • Sarah Zönnchen ist die erste Absolventin eines konsekutiven Masterstudiums an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Nach dem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften schließt sie im Mai 2011 den Masterstudiengang "Rechnungslegung und Unternehmenssteuerung" ab. Das Bild zeigt Prof. Dr. Silke Hüsing (l.), Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Sarah Zönnchen und Prof. Dr. Uwe Götze, Inhaber der Professur Unternehmensrechnung und Controlling, nach der Verteidigung der Masterarbeit zum Thema "Konzeption einer Methodik zur Analyse und Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Prozess-kettenvarianten am Beispiel von Strukturbauteilen". Foto: privat
  • Bei der feierlichen Verabschiedung des ersten Jahrgangs des Fernstudienganges Management im Juni 2013 gratulieren Prof. Dr. Rainhart Lang, einer der Studiengangsleiter, und Prof. Dr. Silke Hüsing, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, der TU-Absolventin Stephany Thiele. Foto: Victoria Graul
  • Die Sparkasse Chemnitz stiftet eine Juniorprofessur "Entrepreneurship in Gründung und Nachfolge" an der TU. Beide Partner unterzeichnen am 13. Juni 2013 eine Kooperationsvereinbarung. Von links: Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz, Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der TU, Reiner Grimm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Chemnitz, sowie dessen Stellvertreter Marian Peter Badura. Foto: Mario Steinebach
  • 2013 findet zum sechsten Mal seit 1996 eine umfangreiche Befragung von Alumni der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften statt. Die Absolventenbefragung wurde, wie schon in den Vorjahren, unter Leitung von Prof. Dr. Peter Pawlowsky, Inhaber der Professur Personal und Führung, realisiert und evaluiert. 277 von insgesamt 1.744 kontaktierten Personen beteiligten sich an der Erhebung 2013, was einer Rücklaufquote von 16,8 Prozent entspricht. Befragt wurden nur Absolventen, die in der Zeit zwischen den Wintersemestern 2008/2009 bis 2012/2013 ihr Studium an der TU abgeschlossen haben. Erstmalig gehörten damit in diesem Jahr neben Diplomabsolventen auch Bachelor- und Masterabsolventen zum Kreis der Befragten. Das Foto zeigt Master-Studentin Therese Magnus (r.), Hilfskraft an der Professur für Personal und Führung, die beim 6. Alumni-Treffen am 29. Juni 2013 die Absolventenbefragung vorstellt. Dort informieren sich auch ihre beiden Kolleginnen Aylin Gözalan (M.) und Jennifer Beuchold über die aktuellen Ergebnisse. Foto: Philip Knauth

Am 1. Oktober 1993 werden an der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau 809 Studienanfänger immatrikuliert. Einen reichlichen Monat später - am 2. November - wird die TU im Erlass des Staatsministers in sieben Fakultäten gegliedert: in die Fakultät für Naturwissenschaften, die Fakultät für Mathematik, die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, die Fakultät für Informatik, die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und die Philosophische Fakultät. Am 15. November findet dann ein akademischer Festakt im Opernhaus statt, der die Geburtsstunde der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bildet. Gründungsdekan ist Prof. Dr. Peter Rütger Wossidlo; das Amt des Rektors hat zu dieser Zeit Prof. Dr. Günther Hecht inne. Bereits eingerichtet sind zu diesem Zeitpunkt die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik. Ein wirtschaftswissenschaftliches Studium nehmen zum Wintersemester 234 der Neuimmatrikulierten auf. Damit steigt die Gesamtzahl der Studierenden in den Wirtschaftswissenschaften von 713 im Jahr 1991 auf 944. Betreut werden die Studierenden von elf Professoren, 27 wissenschaftlichen und zehn nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern sowie 56 Gastdozenten.

Im Januar 1994 werden neue Dekane gewählt - die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften leitet nun Prof. Dr. Klaus Dieter John. Im Oktober des selben Jahres werden an der TU insgesamt 1.147 Studienanfänger immatrikuliert; zu den neu eingeführten Studiengängen zählt die Volkswirtschaftslehre. Ab Wintersemester 1996/1997 neu eingeführt werden unter anderem die Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Deutschlandweit einmalig ist bei seiner Einführung im Januar 1999 die Studienrichtung "Investment Banking" im Rahmen des Diplom-Studiengangs BWL. Im Oktober des selben Jahres folgt die Einführung eines Aufbaustudiums "Wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung für Juristen". 2005 startet der berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengang "Eventmarketing", der mit dem Master of Business Administration (MBA) abschließt. Gemeinsam mit den sächsischen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien bietet die Fakultät seit dem Wintersemester 2011/2012 einen Fernstudiengang Management an.

1996 tritt Prof. Dr. Joachim Käschel als Dekan an die Spitze der Fakultät. Im Jahr 2000 übernimmt Prof. Dr. Ludwig Gramlich das Amt; auf ihn folgen 2003 Prof. Dr. Cornelia Zanger, 2006 Prof. Dr. Uwe Götze, 2009 Prof. Dr. Ludwig Gramlich, 2012 Prof. Dr. Peter Gluchowski und 2013 Prof. Dr. Silke Hüsing.

Zum Zeitpunkt des zehnjährigen Bestehens der Fakultät - im November 2003 - studieren ein Viertel aller Chemnitzer Studierenden in den Wirtschaftswissenschaften. Betreut werden sie von 16 Professuren und zwei Juniorprofessuren. Alle Studiengänge der TU Chemnitz werden mit Start im Wintersemester 1999/2000 sukzessive auf das Bachelor- und Mastersystem umgestellt. Am 28. Februar 2007 schließen das Rektorat und die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften eine Zielvereinbarung ab, in der die Fakultät erklärt, langfristig innerhalb der Regelstudienzeit circa 1.150 Bachelor-Studierende und rund 500 Masterstudierende anzustreben. Untergebracht sind die Professoren und Mitarbeiter der Fakultät seit September 2007 in komplett sanierten und behindertengerecht umgebauten Räumen im Thüringer Weg 7.

Am 1. Dezember 2012 sind an der TU Chemnitz 10.956 Studierende eingeschrieben. 2.528 von ihnen studieren an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, die über 17 Professuren und zwei Juniorprofessuren verfügt. Die Fakultät bietet fünf Bachelor-Studiengänge an: Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Europa-Studien mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung sowie den Fernstudiengang Management. Hinzu kommen neun Master-Angebote: Economics, Finance, Kundenbeziehungsmanagement, Management and Organisation Studies, Rechnungslegung und Unternehmenssteuerung, Value Chain Management, Wirtschaftsingenieurwesen, Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie Wirtschaftswissenschaften für Juristen.

Forschungsseitig verfolgt die Fakultät aktuell die drei Themenschwerpunkte "Innovations- und Technologieökonomie", "Nachhaltige Entwicklung wirtschaftlicher Systeme" sowie "Ökonomie der Arbeit".

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften findet am 15. November 2013 ein Festakt im Hörsaalgebäude statt. Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/festakt2013

Katharina Thehos
11.11.2013

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