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  • Prof. Dr. Sibylle Gemming wurde an der TU Chemnitz von Prof. Dr. Heinrich Lang (Prorektor für Forschung) begrüßt, der ihr in Vertretung des Rektors die Berufungsurkunde überreichte. Foto: Mario Steinebach
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Vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf an die TU Chemnitz

Erste gemeinsame Berufung: Dr. Sibylle Gemming übernimmt zum Januar 2013 eine Professur am Institut für Physik

Die Chemikerin Sibylle Gemming, Abteilungsleiterin im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, wird zum Januar 2013 auf die W3-Professur "Skalenübergreifende Modellierung von Materialien und Materialverbünden unter externen Einflussfaktoren" an der TU Chemnitz berufen. Sie erhält im "W2/W3-Programm für exzellente Wissenschaftlerinnen" eine Million Euro von der Helmholtz-Gemeinschaft für den Zeitraum von fünf Jahren.

Prof. Dr. Sibylle Gemming will die Fördermittel in Personal und Ausstattung investieren: "Wir werden damit untersuchen, wie sich Kontakte zwischen verschiedenen Materialien für eine energieeffiziente Elektronik oder für die Gewinnung regenerativer Energien optimieren lassen. Uns interessiert vor allem, wie sich kleinste Veränderungen auf der atomaren Skala auf die Eigenschaften des Gesamtsystems auswirken. Die Methoden in Rossendorf bieten dafür beste Voraussetzungen." Mit der TU Chemnitz verbindet die Chemikerin bereits eine langjährige enge Zusammenarbeit. So war sie drei Jahre lang Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Physik, bevor sie im Dezember 2004 ihre Habilitation an der TU Chemnitz ablegte. 2005 erhielt sie die Lehrbefugnis der TU für das Fach Physik.

Von Haus aus ist Prof. Gemming Chemikerin - mit Studium und Promotion an der TU München -, verbindet die beiden Fächer heute jedoch in idealer Weise, etwa in den Forschungsarbeiten der von ihr geleiteten Abteilung "Skalierungsphänomene" im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Dort geht es um Moleküle oder Festkörper auf der Nanometer-Skala. Im Gegensatz zu Materialien, wie wir sie kennen, zeigen die winzigkleinen Strukturen gänzlich neue Eigenschaften. Prof. Gemming erforscht zusammen mit ihren Mitarbeitern im Experiment und per Simulation die mechanischen, magnetischen oder elektronischen Besonderheiten solcher Systeme.

Drähte, Röhren oder Schichten im Nanometer-Bereich interessieren Prof. Gemming auch in dem von ihr geleiteten Virtuellen Institut "MEMRIOX", das seit Oktober 2011 ebenfalls von der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert wird. MEMRIOX steht für "Memory Effects in Resistive Ion-Beam Modified Oxides" und verbindet sieben Partner aus Deutschland, der Schweiz und den USA. Geforscht wird hier an passiven elektronischen Bauelementen, deren Widerstand sich direkt durch einen elektrischen Stromfluss einstellen lässt. Ziel ist es, miniaturisierte elektronische Komponenten im Nanometer-Bereich für eine "grüne" Datenverarbeitung zu entwickeln.

Mit der Professur an der TU Chemnitz möchte Prof. Gemming erreichen, dass die theoretischen Grundlagen mit aktuellen Forschungsinhalten aus Theorie und Experiment verknüpft werden.

Helmholtz-Förderung für Spitzenforscherinnen

Im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation unternimmt die Helmholtz-Gemeinschaft verstärkte Anstrengungen, um exzellente Wissenschaftlerinnen für Spitzenpositionen zu gewinnen. Mit dem W2/W3-Programm können pro Jahr mindestens fünf W2/W3-Positionen neu in die Förderung aus Mitteln des Impuls- und Vernetzungsfonds aufgenommen werden. Die ausgewählten Wissenschaftlerinnen kommen aus verschiedenen Forschungsrichtungen und überzeugten das Auswahlgremium von ihrer herausragenden Qualifikation für Führungsaufgaben in strategisch wichtigen Bereichen.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Sibylle Gemming, Professorin an der TU Chemnitz sowie Leiterin der Abteilung "Skalierungsphänomene" im Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung des HZDR, Telefon 0351 260-2470, E-Mail s.gemming@hzdr.de.

(Autorin: Dr. Christine Bohnet, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf)

Katharina Thehos
10.01.2013

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