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Gemeinsam ist man stärker

Zwei Mentoring-Programme sind im Wintersemester gestartet und stoßen auf positive Resonanz

  • An der Fakultät für Maschinenbau findet in regelmäßigen Treffen ein reger Austausch zwischen Mentoren und Studiengruppen statt. Dabei spannen die Erstsemester auch erste Netzwerke mit ihren neuen Kommilitonen. Foto: Ronald Pinkert
  • Mentorin Bernadette Kaiser (r.) hilft ihrem Mentee Melanie Borowka beim Sichten der Studienordnung. Die beiden haben sich im Programm "Start smart" der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften kennen gelernt. Foto: Stefanie Voigt

Um den Einstieg ins Studium zu erleichtern, hat das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Projekt "Qualitätspakt Lehre" in diesem Semester an zwei Fakultäten Mentoring-Programme ins Leben gerufen. Trotz unterschiedlicher Konzepte können beide Programme mit zahlreichen Teilnehmern und positivem Feedback zufrieden auf das vergangene Jahr zurückschauen. Während die Fakultät für Maschinenbau das Mentoring als Zusatzmaßnahme zur Betreuung ihrer Studiengruppen entwickelt hat, fanden sich in den Human- und Sozialwissenschaften studentische Paare, die das erste Studienjahr gemeinsam angehen.

14 Studiengruppen haben sich aus den Studienanfängern im aktuellen Wintersemester an der Fakultät für Maschinenbau gebildet. Sie bestehen aus rund 25 Studierenden, die gemeinsam Übungen und Praktika besuchen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Das Gruppenprinzip existiert schon lange an der Fakultät. Neu ist die Zuordnung eines Mentors zu jeder Gruppe, der mit Rat und Tat bei Problemen rund ums Studium zur Seite steht. Neun Mitarbeiter und fünf Studierende höheren Semesters haben sich hierfür bereit erklärt und stehen als Ansprechpartner bei regelmäßigen Treffen und individuellen Beratungsgesprächen zur Verfügung. "Über die Hälfte der Studienanfänger nimmt unsere Treffen und unser Zusatzangebot wahr", berichtet Juliane Schuldt, Mitarbeiterin im Qualitätspakt Lehre und Koordinatorin des Mentoring-Programms. "Die Informationsflut zu Beginn des Studiums ist so hoch, dass das Erfahrungswissen unserer Mentoren entscheidend ist, um einen Überblick zu bekommen. Das haben uns die ersten Gespräche und Feedback-Runden mit den Studierenden gezeigt", so Schuldt. Daniel Kreißig, Studienanfänger im Bachelor Maschinenbau, beschreibt seine ersten Erfahrungen so: "Ich habe mein Studium zuerst in Dresden begonnen, aber der Start war chaotisch. Ich hatte Schwierigkeiten beim Erstellen meines Stundenplans, bei der Raumsuche und bei der Suche nach einem möglichen Ansprechpartner. Nach zwei Wochen bin ich nach Chemnitz gewechselt. Ich habe gleich zu Beginn meinen Mentor kennengelernt und alle wichtigen Informationen erhalten. Durch die Treffen in der Gruppe konnte ich schnell Kontakte knüpfen und bin in meinem Studium angekommen."

Angekommen sind auch die Studienanfänger der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften. Etwa 125 Neuimmatrikulierte haben über das "Start smart"-Programm einen studentischen Mentor aus einem höheren Semester gefunden. Damit hat das Programm auch hier über die Hälfte der Studienanfänger erreicht. "Überraschend war vor allem die Bereitschaft der höheren Semester, einen Anfänger als Mentor zu begleiten", schildert Stefanie Voigt, Mitarbeiterin im Qualitätspakt Lehre und am Institut für Sportwissenschaft. "Die Mentoren erhalten ein Zertifikat und die Möglichkeit, Kurse und Schulungen im Bereich Schlüsselkompetenzen zu besuchen, aber ihre Arbeit ist unentgeltlich", erklärt Voigt. Bernadette Kaiser, Studentin im dritten Semester Psychologie hatte viele Beweggründe, als Mentor an "Start smart" teilzunehmen: "Ich konnte als Anfänger Anschluss finden, indem ich der Fachgruppe beigetreten bin. Hier entwirrten sich die universitären Strukturen ein wenig und ich habe Ansprechpartner und Freunde gefunden. Ohne Fachgruppe stelle ich mir den Einstieg schwer vor. Als Mentor habe ich die Gelegenheit erhalten, soziales Engagement zu zeigen, neue Kontakte zu knüpfen und etwas zur Verbesserung von Netzwerken und universitärem Umfeld beizutragen." Ihr Mentee, Melanie Borowka, sah das Mentoring-Programm zunächst sehr pragmatisch: "Ich hatte keine Erwartungen und dachte mir nur, die Teilnahme an einem Projekt kann nie schaden. Man hat ja erst einmal nichts zu verlieren." Nach dem ersten Treffen machte sich dennoch Erleichterung breit. "Ich war froh, dass die Atmosphäre zwischen den Teilnehmern so entspannt war und die Mentoren sympathisch und hilfsbereit wirkten." Mittlerweile treffen sich die beiden regelmäßig, gehen gemeinsam Mittagessen und in die Cafeteria. "Ohne das Programm hätte ich nicht so schnell Kontakte zu Kommilitonen geknüpft und keinen so guten Einblick in das Uni-Leben erhalten", erzählt Borowka. Im nächsten Jahr möchte sie selbst als Mentor einem Neuankömmling den Start ins Studium erleichtern.

Wie die positive Resonanz und umfangreiche Teilnahme zeigt, erzielt das Mentoring als Betreuungsmaßnahme an beiden Fakultäten den gewünschten Erfolg und wird auch im nächsten Jahr die Studienanfänger willkommen heißen.

Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/mb/studium/mentoring.php
http://www.tu-chemnitz.de/hsw/qualitaetspakt/mentoring.php

Ansprechpartner
an der Fakultät für Maschinenbau: Juliane Schuldt, Telefon 0371 531-37713, E-Mail juliane.schuldt@mb.tu-chemnitz.de,
an der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften: Stefanie Voigt, Telefon 0371 531- 38741, E-Mail stefanie.voigt@hsw.tu-chemnitz.de

(Autorin: Sara Rodefeld)

Katharina Thehos
09.01.2013

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