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Die Sieger des SAXEED-Ideenwettbewerbs

Ski fahren im Sommer und unbelasteter Biergenuss: Eine bunte Mischung innovativer Geschäftsideen wurde zur diesjährigen Preisverleihung des SAXEED "Schicke Ideen 2012"-Wettbewerbs präsentiert

  • Jens Reindl, Arndt Schumann und Felix Neubert (v.l.) von "Mr. Snow" - einem Gründungsprojekt der TU Chemnitz - gewannen mit ihrer textilen Ski- und Rodelpiste den ersten Platz in der Kategorie Wissenschaft. Alle Fotos: SAXEED
  • Die Finalisten und Sponsoren der diesjährigen Auflage des SAXEED "Schicke Ideen 2012"-Wettbewerbs.
  • Die Finalisten und Sponsoren der diesjährigen Auflage des SAXEED "Schicke Ideen 2012"-Wettbewerbs.

Das Gründernetzwerkes SAXEED veranstaltete zum achten Mal den Wettbewerb "Schicke Ideen". Die Preisverleihung fand am 3. Dezember 2012 statt. Mit einer textilen Skipiste überzeugte das Team von "Mr. Snow" um die Gründer Jens Reindl, Arndt Schumann und Felix Neubert und erreichte den ersten Platz in der Kategorie Wissenschaft. "Als begeisterte Skifahrer freuen wir uns riesig, dass wir in Zusammenarbeit mit der Professur Fördertechnik an der TU Chemnitz unsere Idee soweit reifen lassen konnten, dass wir zunächst die Juroren und dann auch das Publikum für unsere Geschäftsidee gewinnen konnten", erklärt Reindl. Das Team entwickelte eine neuartige Gleitfläche, die ganzjähriges Skifahren und Rodelvergnügen ohne Schnee ermöglicht. "Im kommenden Jahr wollen wir unser Produkt serienreif machen und aktiv den Kontakt zu Kunden herstellen. Außerdem haben wir uns als längerfristiges Ziel gesetzt, Arbeitsplätze zu schaffen, unsere Produktion in Sachsen zu halten und unseren Geschäftsstandort in Chemnitz zu sichern", so Reindl weiter.

Den ersten Preis in der Kategorie Studenten gewann das Team "puromonesystems" von der Hochschule Mittweida. Die Erkenntnis, dass Trinkwasser zunehmend durch Hormon- und Medikamentenrückstände verunreinigt ist, führte Sarah Fröbel, Alexander Eisold, Florian Kaiser, Daniel Stockmann und Eric Zuchantke zu ihrer Geschäftsidee. Sie entwickelten ein Filtersystem, das in der Lage ist, Hormon- und Medikamentenrückstände aus dem Nutzwasser zu entfernen.

Die beiden Sieger aus den Kategorien Wissenschaft und Studenten wurden von einer Fachjury und dem anwesenden Publikum gewählt und konnten sich jeweils über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen. Zuvor mussten sie sich jedoch in einem "elevatorpitch" gegen zwei weitere Einreichungen aus der Wissenschaft und vier weiteren Finalisten unter den Studenten durchsetzen. Durch die Veranstaltung führte Prof. Dr. Cornelia Zanger, Professorin für Marketing und Handelsbetriebslehre an der TU Chemnitz und Projektleiterin des Gründernetzwerkes SAXEED.

Neu in diesem Jahr war die Auslobung eines Sonderpreises für die beste Softwareidee. Jann Kirchhoff von der TU Chemnitz überzeugte mit seiner Idee "WeBASE" - eine Corporate Social Media Plattform oder anders gesagt: ein Facebook für das Unternehmensnetzwerk. Die Plattform ermöglicht es Mitarbeitern im Unternehmen, effizienter zu kommunizieren und eigenes Wissen mit Kollegen zu teilen. Basis des Ganzen sind im privaten Kontext gelernte Prozesse, die die Nutzer aus sozialen Netzwerken wie Facebook bereits kennen. Den Anstoß zur Idee lieferten Kirchhoffs Erfahrungen mit den internen Netzwerken großer Konzerne der IT und Automobilbranche. Historisch gewachsene Intranets sind häufig undurchsichtig und für Nutzer schier unbeherrschbar. WeBASE bietet eine flexibel skalierbare Plattform für einen organisierten Neustart. Gestiftet wurde dieser Preis von der chemmedia AG und wurde mit einen MacBook Pro mit Retina-Display belohnt.

Der zweite Platz in der Kategorie Studenten ging an "eScape Motorsport". Das Team der TU Bergakademie Freiberg entwickelte einen einsitzigen Elektro-Formelrennwagen. Mit der Idee sollen vor allem Unternehmer angesprochen werden, die aufgrund des Zeitmangels den Fahrspaß nur kurz auskosten können. Mit seinem Konzept möchte das Team Lager-, Logistik- und Betreuungsdienstleistungen mit dem Verkauf eines technisch überlegenen Rennwagens verbinden. Den dritten Platz in der gleichen Kategorie erhielt Eric Degen, Student des Studiengangs Sports Engineering an der TU Chemnitz. Degen ist sehr zufrieden mit dem Verlauf des Wettbewerbs: "Ich fühlte ich mich durch das SAXEED-Team nicht nur in der Vorbereitung des Wettbewerbs sehr gut betreut. Auch das Feedback der Juroren im Nachgang des Wettbewerbs ist für jedes Team sehr hilfreich - egal ob man im Finale stand oder nicht." Außerdem berichtet er weiter: "Sehr schön am Ideenwettbewerb finde ich, dass die Hürde zur Teilnahme sehr niedrig ist. Auch mit einer unausgereiften Idee kann man am Wettbewerb teilnehmen und die fünf Seiten mit vorgegeben Fragen zur Geschäftsidee sind für Jedermann zu bewältigen. Daher kann ich nur Jeden dazu ermutigen, im nächsten Jahr am Wettbewerb teilzunehmen."

Auch die Organisatoren der Veranstaltung ziehen ein positives Fazit: "Aus insgesamt 41 Einsendungen von Studenten, Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Professoren der TU Chemnitz, der TU Bergakademie Freiberg, der Hochschule Mittweida sowie der Westsächsischen Hochschule Zwickau freuten wir uns über Einreichungen aus den verschiedensten Bereichen wie Sport, Software oder Biotechnik", sagt Susanne Schübel vom Gründernetzwerk SAXEED. Der Startschuss für den nächsten SAXEED-Ideenwettbewerb fällt zu Beginn des Sommersemesters 2013.

Hintergrund zum Wettbewerb

Das Gründernetzwerk SAXEED der südwestsächsischen Hochschulen macht es sich mit dem Wettbewerb "Schicke Ideen" zur Aufgabe, unter allen Einsendungen die innovativste Geschäftsidee zu finden. Zur Teilnahme aufgerufen waren alle Studenten, Mitarbeiter und Professoren der vier SAXEED-Standorte: TU Chemnitz, TU Bergakademie Freiberg, Hochschule Mittweida sowie Westsächsische Hochschule Zwickau. Ganz egal, ob verrückt, gewagt oder völlig normal - in einem zwei- bis fünfseitigen überzeugenden Konzept sollte die Idee dargestellt werden. Nicht auf einen detaillierten Businessplan, sondern vielmehr auf eine kurze Beschreibung des zu erwartenden Kundennutzens, der Marktsituation, des geschätzten Marktpotenzials sowie den ersten Vorstellungen zur Umsetzung kam es dabei an. Jeder Teilnehmer bzw. jedes Team erhält ein vielschichtiges Juryfeedback aus drei Perspektiven: Wissenschaft (Professoren), Wirtschaft/Banken (erfolgreiche Existenzgründer, regionale Banken und Kapitalgeber) sowie Existenzgründungsförderung. Der Ideenwettbewerb folgt der Philosophie des Gründernetzwerks SAXEED, Studenten, Hochschulmitarbeiter und Professoren für eigene Geschäftsideen zu motivieren und sie für die Möglichkeit einer Existenzgründung zu sensibilisieren.

(Autorinnen: Sissy Friedrich und Kerstin Klaus)

Katharina Thehos
05.12.2012

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