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Numerische Mathematik lockt zum 25. Mal internationale Gäste nach Sachsen

FEM-Symposium feiert Jubiläum: Mathematiker aus sieben Ländern präsentieren vom 24. bis 26. September 2012 in Chemnitz aktuelle Forschungsergebnisse rund um die Finite-Elemente-Methode

  • Nach Stationen in Oberwiesenthal und Lichtenwalde war das FEM-Symposium 2011 in Holzhau im Erzgebirge zu Gast. Zum 25. Jubiläum treffen sich die Wissenschaftler dieses Jahr auf dem Campus der TU Chemnitz. Foto: FEM-Symposium

Vom 24. bis 26. September 2012 veranstalten die Professuren des Bereiches Numerik der Fakultät für Mathematik an der TU Chemnitz das diesjährige FEM-Symposium. Die 25. Auflage dieser seit 1978 etablierten Veranstaltung findet im Hörsaalgebäude auf dem Campus der Chemnitzer Universität an der Reichenhainer Straße 90 statt. Mehr als 80 Teilnehmer aus sieben Ländern - darunter Norwegen und Kamerun - haben ihre Teilnahme angemeldet.

Bei der Finite-Elemente-Methode, kurz FEM, handelt es sich um ein numerisches Näherungsverfahren zur Berechnung zum Beispiel von Körperverformungen unter Krafteinwirkungen, der Simulation des Strömungsverhaltens von Gasen bzw. Flüssigkeiten oder auch der Festigkeitsanalyse von Werkstoffen, Bauelementen sowie biologischen Strukturen. Dabei werden Flächen und Gebiete in ein Netz endlich vieler Dreiecke bzw. Vierecke, die so genannten Finiten Elemente, untergliedert. Die eigentliche Berechnung erfolgt dann auf dieser diskreten Vernetzung. Je kleiner die Elemente sind, desto genauer wird im Allgemeinen die berechnete Näherung, aber umso länger dauert auch die Rechnung. Deshalb passen sich so genannte adaptive Algorithmen dem jeweiligen Problem an und die Verfeinerung des Netzes erfolgt nur an sinnvollen Elementen. Im 3D-Fall, also bei der Simulation von Körpern, gibt es eine räumliche Vernetzung aus Quadern, Tetraedern oder ähnlichen 3D-Elementen, mit denen die Körper untergliedert und auf denen dann die Berechnungen durchgeführt werden.

Im Mittelpunkt der 45 geplanten Vorträge, die durch weitere 13 Posterpräsentationen ergänzt werden, stehen neben der numerischen Analysis (Konvergenzbetrachtungen, Fehleranalyse) die praktische Anwendung der FEM sowie die Präsentation numerischer Ergebnisse mit Beispielen aus der Mechanik oder Elektrotechnik. Zu Beginn des Symposiums wird Prof. Dr. Thomas Apel von der Universität der Bundeswehr München (bis 2003 an der TU Chemnitz) mit einem historischen Exkurs dieses 25. Jubiläum würdigen. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr unter anderem Gebietszerlegungsmethoden im Zusammenhang mit Algorithmen für moderne Parallelrechner sowie die Behandlung von Platten- und Schalenmodellen, die vor allem im Strukturleichtbau Anwendung finden. Dafür wurden als Hauptredner Prof. Dr. Martin J. Gander von der Universität Genf sowie Prof. Dr. Manfred Bischoff von der Universität Stuttgart gewonnen. Von den Veranstaltern wird besonderer Wert darauf gelegt, dass neben den anerkannten und etablierten Experten auch immer wieder junge Nachwuchsforscher die Möglichkeit erhalten, ihre Ergebnisse zu präsentieren.

Neben dem 25. Jubiläum des Symposiums gibt es für die Wissenschaftler weitere Gründe zum Feiern: "Wir begehen im Rahmen der Veranstaltung die 60. Geburtstage von Prof. Dr. Arnd Meyer von der Professur Numerische Analysis der TU Chemnitz und Prof. Dr. Ulrich Langer, der ehemals in Chemnitz und heute an der Johannes-Kepler-Universität Linz wirkt. Beide sind mit der Geschichte des FEM-Symposiums untrennbar verbunden", sagt Prof. Dr. Roland Herzog, Inhaber der Professur Numerische Mathematik (Partielle Differentialgleichungen).

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/mathematik/fem-symposium

Katharina Thehos
07.09.2012

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