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Gute Wettkampfvorbereitung dank der TU Chemnitz

Leichtathlet Joschua Deckert schätzt die Rahmenbedingungen an seiner Universität - der Diskuswerfer und Kugelstoßer studiert Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport

Im Sport zählen vor allem gute Ergebnisse. Aber um diese zu erreichen, ist eine gezielte Vorbereitung über das ganze Jahr unerlässlich. Das weiß auch der 22-jährige Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssportstudent Joschua Deckert. Während er im Sommer an Diskus- und Kugelstoßwettkämpfen teilnimmt, betreibt er im Winter hauptsächlich Kugelstoßen. So hat er die Möglichkeit, in der kalten Jahreszeit nicht nur zu trainieren, sondern auch an Wettbewerben teilzunehmen, da im Winter für Diskuswerfer nur wenige stattfinden.

"Das Training fürs Diskuswerfen wird in der Regel von langsam zu schnell gesteigert. Von Ende August bis Frühling stehen die allgemeine Ausdauer und das Krafttraining im Vordergrund. Ab Ostern ist die Technik vordergründig, im Trainingslager liegt die Wurfspitze dann bei 300 bis 400 Würfen in der Woche." Das harte Training hat sich für den Sportstudenten ausgezahlt, trotz andauernder Knieverletzung. Bei den Deutschen Hochschulhallenmeisterschaften im Februar ist Deckert Drittplatzierter im Kugelstoßen mit einer Weite von 15,99 Metern geworden. "Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, auch wenn der Zweitplatzierte nur vier Zentimeter weiter gestoßen hat als ich", resümiert der Sportler. Aus Liebe zum Sport sieht Deckert seine berufliche Karriere ebenfalls in dem Bereich. Sowohl in der Physiotherapie als auch in einer Krankenkasse zu arbeiten, würde ihm nach dem Studium Freude bereiten. Bereits nach dem Abitur engagierte er sich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in einem Sportverein in seiner Heimat Würzburg: "Ich habe sowohl für Kinder als auch Senioren Übungseinheiten geleitet, aber auch im Büro gearbeitet. Um noch mehr über die Theorie zu erfahren und diese in der Praxis später anzuwenden, habe ich mich seit dem Jahr für den Studiengang in Chemnitz entschieden."

Bei der Vereinbarung von Studium und Sport hilft nicht zuletzt die TU Chemnitz als "Partnerhochschule des Spitzensports": "Dadurch dass man im Veranstaltungsplan auch einmal etwas verschieben kann, kann ich die Zeit für Training und Wettkämpfe flexibel nutzen. Die Universität ist sehr entgegenkommend bei Trainingslagerterminen und über das Internet sind die meisten Materialien zugänglich", so Deckert. Letztlich helfen sich die Kommilitonen auch untereinander, sodass jeder auf dem Laufenden bleibt.

Der aus Würzburg stammende Student zieht ebenfalls bei den Sportstätten in Chemnitz eine positive Bilanz nach dem ersten Semester: "Das Sportforum bietet ein Wurfhaus, das zu jeder Zeit genutzt werden kann dank Flutlicht. In Bayern existiert beispielsweise gar keins und Leichtathletikhallen sind auch eher selten". Zudem ist er der Auffassung, dass Chemnitz Ruf besser ist als der in seiner Heimat verbreitete Ruf der Stadt, denn "es kommt darauf an, was man aus seiner Studienzeit macht", konstatiert Deckert.

(Autorin: Maria Lange)

Katharina Thehos
23.02.2012

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