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Herzinfarkt - jede Minute zählt

Medizinvortragsreihe der TU Chemnitz und des Klinikums Chemnitz geht weiter - Dr. Lutz Baumgart referiert am 25. Januar 2012 über neue Entwicklungen zur Behandlung des Herzinfarktes

  • Dr. Lutz Baumgart, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I der Klinikum Chemnitz gGmbH, und Kathrin Richter, leitende Funktionsschwester. Foto: Klinikum Chemnitz

Die Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" wird am 25. Januar 2012 um 17.30 Uhr im Hörsaal 305, Universitätsteil Straße der Nationen 62 in Chemnitz, fortgesetzt. Der Eintritt ist frei. Das Thema dieser Veranstaltung lautet "Herzinfarkt - jede Minute zählt. Neue Entwicklungen zur Behandlung des Herzinfarktes". Es referiert Dr. Lutz Baumgart, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I der Klinikum Chemnitz gGmbH.

"Der Herzinfarkt, auch Myokardinfarkt, ist eine der häufigsten Diagnosen, mit denen Patienten in Industrieländern in ein Krankenhaus eingeliefert werden", sagt Baumgart. So treten allein in Deutschland etwa 400.000 akute Infarkte pro Jahr auf. Etwa ein Drittel der Patienten überleben ihn nicht, wobei mehr als die Hälfte von ihnen schon auf dem Weg ins Krankenhaus stirbt. Beim akuten Herzinfarkt unterbricht ein Blutgerinnsel im Herzkranzgefäß die Blutzufuhr zum Herzmuskel, so dass dieser rasch abstirbt. "Daher ist von entscheidender Bedeutung für den Behandlungserfolg und die Prognose des Patienten, dass die Zeitspanne zwischen Beschwerdebeginn und Eintreffen im Krankenhaus möglichst kurz gehalten wird", sagt Baumgart und ergänzt: "Leider ist in den vergangenen Jahren hinsichtlich dieser sogenannten Prähospitalzeiten ein negativer Trend zu verzeichnen. Jeder zweite Herzinfarktpatient in der Bundesrepublik kommt zu spät oder gar nicht in die Klinik."

Wird ein Patient mit Verdacht auf einen Herzinfarkt in die Klinik eingeliefert, wird mittels EKG und Enzymdiagnostik festgestellt, ob wo und wie stark der Herzmuskel geschädigt ist. "Mit der Eröffnung einer Brustschmerzambulanz im vorigen Jahr im Klinikum Chemnitz können die gefährdeten Patienten nun noch effizienter diagnostiziert und später auch therapiert werden", berichtet Baumgart. Gelingt es in den ersten Stunden nach Gefäßverschluss, die Durchblutung am Herzen wiederherzustellen, können Folgeschäden wie Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche erfolgreich behandelt werden. "Nur wenn dies früh geschieht, kann der Schaden am Herzen begrenzt und damit der Weg für eine Rückkehr in ein normales Leben geebnet werden", so der Referent. In seinem Vortrag stellt Baumgart sowohl den Standard in der Herzinfarktbehandlung vor, die Behandlung mit Katheter, als auch neue Methoden mit Stents und Medikamenten. "Die Behandlung eines Infarktes ist mit einem Krankenhausaufenthalt noch nicht abgeschlossen, es folgt eine Anschlussheilbehandlung in einer Kurklinik. Diese ermöglicht es den Patienten, das einschneidende Ereignis Herzinfarkt zu verarbeiten, seine Lebensgewohnheiten zu überdenken und das Leben neu zu organisieren", sagt Baumgart.

Katharina Thehos
23.01.2012

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